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Uranylbromid

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Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Raumgruppe

P41212 (Nr. 92)Vorlage:Raumgruppe/92<ref name="Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik">Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 782 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Allgemeines
Name Uranylbromid
Andere Namen

Dibromdioxouran

Verhältnisformel UO2Br2
Kurzbeschreibung

hellroter Feststoff<ref name="Morss">Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements. Springer, Dordrecht 2006, S. 571.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 429,836 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

sehr gut löslich in Wasser und polaren organischen Lösungsmitteln<ref name="Morss"/>

Gefahren- und Sicherheitshinweise
Datei:ISO 7010 W003.svg
Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.790">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag uranium compounds with the exception of those specified elsewhere in this Annex in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Uranverbindungen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref><ref>Die von der Radioaktivität ausgehenden Gefahren gehören nicht zu den einzustufenden Eigenschaften nach der GHS-Kennzeichnung.</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 330​‐​300​‐​373​‐​411
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Uranylbromid, (UO2)Br2, ist ein hellroter, hygroskopischer Feststoff, und stellt das Uranylsalz der Bromwasserstoffsäure dar.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Uranylbromid ist ein hellroter Feststoff, der sich an feuchter Luft gelb färbt. Es ist thermisch instabil und verliert Brom schon bei Raumtemperatur. Wird Uranylbromid in einer Inertgasatmosphäre auf 350 °C erhitzt zersetzt es sich binnen 48 Stunden. In koordinierenden Lösungsmitteln bildet Uranylbromid entsprechende Koordinationsverbindungen mit den Formeln (UO2)Br2 · L (L = Acetonitril), (UO2)Br2 · 2 L (L = Essigsäureanhydrid, Diethylether, N-Methylacetanilid), (UO2)Br2 · 3 L (L = N,N-Dimethylformamid) und (UO2)Br2 · 4 L (L = Dimethylsulfoxid) sowie zweifach, dreifach und vierfache koordinierte Komplexe mit Ammoniak entsprechend der Formel (UO2)Br2 · x NH3 (x = 2, 3, 4). Uranylbromid formt des Weiteren ein stabiles Trihydrat (UO2)Br2 · 3 H2O in Form dunkelgelber Nadeln aus wässriger HBr-Lösung. Trocknet man über Phosphorsäure erhält man das Monohydrat (UO2)Br2 · H2O.<ref name="Morss" /> Das Trihydrat ist luftstabil und verliert beim Erhitzen auf 60 °C ein Molekül Kristallwasser.<ref name="Peterson">Sigfred Peterson, Journal of Inorganic and Nuclear Chemistry, Volume 17, Issues 1–2, 1961, S. 135–137.</ref> In ionischen Flüssigkeiten bildet Uranylbromid mit Bromid-Ionen das entsprechende Tetrabromo-Anion [(UO2)Br4]2−.<ref name="Sornein">Marie-Olga Sornein, Mickaël Mendes, Céline Cannes, Claire Le Naour, Peter Nockemann, Kristof Van Hecke, Luc Van Meervelt, Jean-Claude Berthet, Christoph Hennig, Polyhedron, 2009, 28 (7), S. 1281–1286.</ref>

Darstellung[Bearbeiten]

Uranylbromid kann durch Reaktion von wasserfreiem Uran(IV)-bromid mit Sauerstoff bei einer Temperatur zwischen 150 und 160 °C gewonnen werden.<ref name="Morss"/>

<math>\mathrm{ \ UBr_4 + \ O_2 \longrightarrow \ UO_2Br_2 + 2 \ Br_2 }</math>

Ebenfalls ist eine elektrochemische anodische Oxidation von Uranmetall in Gegenwart von Brom, gelöst in Acetonitril und bei Anwesenheit von trockenem Sauerstoff möglich.<ref name="Kumar">N. Kumar, Dennis G. Tuck, Inorganica Chimica Acta, Volume 95, Issue 4, 1984, S. 211–215.</ref>

Gesundheits- und Umweltgefahren[Bearbeiten]

Uranylbromid ist wie alle Uranverbindungen radioaktiv und giftig und sollte daher mit der entsprechenden Vorsicht behandelt und eine Aufnahme in den Körper vermieden werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ingmar Grenthe, Janusz Drożdżynński, Takeo Fujino, Edgar C. Buck, Thomas E. Albrecht-Schmitt, Stephen F. Wolf: Uranium. In: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements. Springer, Dordrecht 2006, ISBN 1-4020-3555-1, S. 253–698, doi:10.1007/1-4020-3598-5_5.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />