Utagawa Kunisada II.
Utagawa Kunisada II. (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 1823; † 20. Juli 1880 in Edo), auch bekannt als Utagawa Toyokuni IV. ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), war ein Meister des japanischen Farb-, Holzschnitts und der Malerei<ref>Zwei seiner Tuschmalereien befinden sich im Kumamoto Prefectural Museum of Art. Siehe hier und hier, aufgerufen am 3. Februar 2014, japanisch.</ref> im Stil des ukiyo-e, der in Edo lebte und arbeitete.
Leben und Werk[Bearbeiten]

Über sein Leben ist wenig bekannt. Geboren wurde er als Takenouchi Munehisa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).<ref name="Marks">A. Marks, S. 150.</ref> Gegen Ende der 1830er-Jahre trat er als Schüler in die Werkstatt von Kunisada I. ein, um eine Ausbildung als Holzschnittkünstler zu beginnen. Das genaue Datum ist nicht bekannt. Von Kunisada I. erhielt er den Künstlernamen „Kunimasa“ (III.) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), mit dem er auch seine ersten, im Jahr 1844 erschienenen Drucke signierte.<ref group="Anm.">Einige Quellen geben an, dass seine erste Arbeit die Illustration des Shunga-Buches Erster Nebel (Hatsu gasumi) gewesen sei. A. Marks verweist in Japanese Woodblock Prints. Artists, Publishers, and Masterworks 1680–1900., S. 150, darauf, dass dieses Buch mit dem Namen „Kochōko Matahei“ signiert ist und dass diese Signatur eines der Pseudonyme Kunisadas I. war, mit dem dieser seine erotischen Werke versehen hatte.</ref> Zwei Jahre später, 1846, wurde er von Kunisada I. adoptiert, nachdem er dessen älteste Tochter, Osuzu, geheiratet hatte. Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht signierte er im Anschluss an die Adoption seine Drucke weiterhin einige Jahre lang mit „Kunimasa“. Die Namensänderung zu Kunisada (II.) erfolgte erst 1850/1851, nachdem ihm Kunisada I. sein Haus in Kameido, im heutigen Stadtbezirk Kōtō in Tokio, übereignet hatte.<ref group="Anm.">Aufgrund der speziellen Kombination der Zensursiegel, die auf Drucken zu finden sind, auf denen die Signatur „Kunimasa, der seinen Namen in Kunisada II. änderte“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kunimasa aratame nidaime Kunisada) zu lesen ist, kann die Namensänderung nicht vor 1850 erfolgt sein. Das Vorwort zu dem von Kunisada II. illustrierten Buch Der Charakter moralischer Frauen (Ochigusa nyōbō katagi) ist auf den zweiten Monat des Jahres 1851 datiert. Die Signatur des Illustrators im zwölften Band lautet „Kunimasa aratame nidaime Kunisada“. Nach A. Marks, Japanese Woodblock Prints. Artists, Publishers, and Masterworks 1680–1900., S. 150, war die Umbenennung von Kunimasa zu Kunisada (II.) zu diesem Zeitpunkt oder kurz zuvor erfolgt.</ref> Nach dem Tod Kunisadas I. im Jahr 1865 wurde Kunisada II. das formelle Oberhaupt der Utagawa-Schule. Gegen 1869/1870 begann er seine Arbeiten mit Toyokuni (III.) zu signieren, wobei er ebenso wie Kunisada I. die Tatsache übersah, dass bereits Toyoshige, der Adoptivsohn Toyokunis I., den legitimen Namen Toyokuni II. geführt hatte. Kunisada I. war faktisch Toyokuni III. und Kunisada II. somit in der korrekten Zählung Toyokuni IV. Beerdigt ist Kunisada II. auf dem Friedhof des Banshōin Kōun-ji ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) im heutigen Bezirk Nakano in Tokio. Sein posthumer, buddhistischer Name lautete Sankōin Hōkokujutei Shinji.<ref name="Marks" />
Kunisada II. entwarf im Laufe seines künstlerischen Schaffens die Vorlagen für mehrere Tausend Holzschnitte. Wie bei seinem Lehrer lag dabei sein Schwerpunkt auf den Entwürfen für Kabuki-Drucke und Schauspielerporträts, ohne jedoch jemals mit dessen Erfolg gleichziehen zu können.<ref name="Marks" /> Daneben ist er noch bekannt für Genji-, Bijin-e-Drucke sowie Drucke von Sumō-Ringern. Zu seinen größten Erfolgen zählten die Serien Die Geschichte der Helden der acht Hunde (Hakkenden inu no shōshi no uchi) und Spielkarten von Murasaki Shikibus Genji (Murasaki Shikibu Genji karuta). Neben zahlreichen Einzelblättern sind von ihm mehr als 40 Serien bekannt. Insgesamt arbeitete er im Auftrag von fast 50 unterschiedlichen Verlegern.<ref name="Marks" /> Darüber hinaus war er im Laufe seines künstlerischen Schaffens an der Illustration von fast 200 Büchern beteiligt.<ref>Die Datenbank des National Institute of Japanese Literature nennt exakt 191 Titel, die mit seiner Beteiligung entstanden sind, Union Catalogue of Early Japanese Books. (Eingabe in Kanji erforderlich)</ref> Seine Beliebtheit beim Publikum ließ mit Beginn der Meiji-Zeit dramatisch nach, so dass er nur noch wenige Aufträge von Verlegern erhielt. Nach 1874 sind von ihm keine Arbeiten mehr bekannt.<ref name="Marks" />
Auf seinen Drucken signierte er bis Ende 1850 mit Kunimasa (III.) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), danach mit Kunisada (II.) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und ab 1869/1870 mit Toyokuni (IV.) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Als Beinamen verwendete er die Namen Baidō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Hōraisha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Ichijutei (ca. 1844) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Ichijusai (ca. 1844–1854) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), und Baichōrō (ca. 1852–1870) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) vor seinem jeweiligen Künstlernamen.<ref name="Marks" />
Drei seiner Schüler, Kunimasa IV. (国政 四代), Kunitsuna II. ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und Toyonobu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), waren auch noch während der Meiji-Zeit als Holzschnittkünstler erfolgreich. Von anderen Schülern, wie Kuniyuki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder Masahisa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), sind nur wenige Arbeiten nachweisbar.<ref>„ukiyo-e-shi sōran“ {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „Vollständige Bibliographie der ukiyoe-Künstler“ (japanisch)</ref>
Anmerkung[Bearbeiten]
<references group="Anm." />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Literatur[Bearbeiten]
- Andreas Marks: Japanese Woodblock Prints. Artists, Publishers, and Masterworks 1680–1900. Tuttle, Tokio u. a. 2010, ISBN 978-4-8053-1055-7, S. 150–154. (englisch)
- Amy Reigle Newland (Hrsg.): The Hotei Encyclopedia of Japanese Woodblock Prints. 2 Bände. Hotei, Amsterdam 2005, ISBN 90-74822-65-7, S. 503. (englisch)
- S. Noma (Hrsg.): Utagawa Kunisada II. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1669.
Weblinks[Bearbeiten]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Utagawa, Kunisada II. |
| ALTERNATIVNAMEN | 歌川 国貞 二世 (japanisch); Takenouchi Munehisa (wirklicher Name); 竹内 宗久 (wirklicher Name, japanisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | japanischer Holzschnittkünstler |
| GEBURTSDATUM | 1823 |
| STERBEDATUM | 20. Juli 1880 |
| STERBEORT | Edo |