Ute Mager
Ute Mager (* 25. Dezember 1962 in Kiel) ist eine deutsche Rechtswissenschaftlerin und war von 2004 bis 2026 Professorin für Öffentliches Recht an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
Werdegang[Bearbeiten]
Ute Mager wurde im Dezember 1962 in Kiel geboren.<ref>Vorlage:Deutsche Biographie/core</ref> Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Universität Lausanne sowie der Freien Universität Berlin, das von der Studienstiftung des Deutschen Volkes und durch den DAAD (Auslandsstudium) gefördert wurde,<ref name="daad">Deutscher Akademischer Austauschdienst (Hrsg.): Stipendiatentreffen in Heidelberg 17. – 19. Mai 2019. Programm. 8. Mai 2019, Lebensläufe, S. 28 (daad.de [PDF; abgerufen am 9. September 2026]).</ref> legte sie 1988 ihr erstes juristisches Staatsexamen ab. Von 1988 bis 1991 absolvierte sie das Referendariat im Bezirk des Kammergerichts und war zugleich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin tätig. 1991 legte sie das zweite Staatsexamen ab. Von 1991 bis 1995 war Mager – wiederum an der Freien Universität Berlin – als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. 1994 promovierte sie mit einer Arbeit aus dem Bereich des Verwaltungsrechts und Verwaltungsprozessrechts. Von 1995 bis 2002 war sie als wissenschaftliche Assistentin tätig. 2002 habilitierte sie sich mit einer Arbeit aus dem Bereich des Verfassungsrechts und der Verfassungsgeschichte. Anschließend erhielt sie die Lehrerlaubnis für die Fächer Öffentliches Recht, Europarecht und Verfassungsgeschichte.<ref name="vita">Fellow-Klasse 2018-2019. Prof. Dr. Ute Mager. Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Marsilius-Kolleg, abgerufen am 9. September 2026.</ref>
Im Jahr 2002 übernahm Mager eine Lehrstuhlvertretung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 2003 bis 2004 vertrat sie einen Lehrstuhl an der Universität Bielefeld und im Jahr 2004 einen Lehrstuhl an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 2004 wurde sie an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg berufen.<ref name="vita" /> Von 2006 bis 2010 war sie Studiendekanin der Juristischen Fakultät. Seit Januar 2007 ist sie Direktorin des Zentrums für anwaltsorientierte Juristenausbildung an der Universität Heidelberg.<ref>Anwaltsorientierung. Kontakt. Abgerufen am 9. September 2026.</ref> In den Jahren 2009/10 2010/11 und 2018/2019 war sie Fellow am Marsilius-Kolleg. Von 2010 bis 2012 war sie Prodekanin der Juristischen Fakultät. Von November 2010 bis 2018 war sie Richterin im Nebenamt am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg.<ref name="uh">Prof. Dr. Ute Mager. Zur Person. Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Juristische Fakultät, abgerufen am 9. September 2026.</ref> Im September 2011 war Mager Gastprofessorin am Georgetown University Law Center, wo sie den Kurs European Environmental Law unterrichtete. Von Dezember 2011 bis Januar 2012 war sie Gastprofessorin an der Faculté Libre de Droit der Université Catholique de Lille, Campus Paris-La Défense, und unterrichtete dort den Kurs Deutsches Staatsorganisationsrecht. Von Oktober 2012 bis September 2014 war sie Dekanin der Juristischen Fakultät in Heidelberg.<ref name="uh" /> Ab 2014 gehörte Mager dem Senat der Universität Heidelberg an, ab 2019 war sie dessen Sprecherin.<ref name="daad" />
Im September 2019 gehörte sie zu den etwa 100 Staatsrechtslehrern, die sich mit dem offenen Aufruf zum Wahlrecht Verkleinert den Bundestag! an den Deutschen Bundestag wandten.<ref>Aufruf zum Wahlrecht. „Verkleinert den Bundestag!“ In: Welt.de. 20. September 2019, abgerufen am 9. September 2026.</ref>
Im April 2026 trat Mager an der Universität Heidelberg in den Ruhestand.<ref name="uh" />
Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]
- Der maßgebliche Zeitpunkt für die Beurteilung der Rechtswidrigkeit von Verwaltungsakten (= Schriften zum öffentlichen Recht. Band 669). Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 978-3-428-08221-6 (204 S.).
- Einrichtungsgarantien. Entstehung, Wurzeln, Wandlungen und grundgesetzgemäße Neubestimmung einer dogmatischen Figur des Verfassungsrechts (= Jus publicum. Band 99). Mohr Siebeck, Tübingen 2003, ISBN 978-3-16-148001-0, doi:10.1628/978-3-16-158016-1, urn:nbn:de:101:1-2020121708551550288920 (527 S.).
- Mit Danielle Herrmann: Höchstrichterliche Rechtsprechung zum Europarecht. 55 Entscheidungen. C.H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-50980-0 (309 S.).
- Staatsrecht I. Staatsorganisationsrecht unter Berücksichtigung der europarechtlichen Bezüge. 9. überarbeitete Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-036787-6, urn:nbn:de:101:1-2021110222041687201595 (386 S.).
- Staatsrecht II. Grundrechte. 8. überarbeitete Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-17-042243-8, urn:nbn:de:101:1-2406112302568.647408639417 (371 S.).
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von Ute Mager im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Ute Mager auf der Website der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
- Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg: 36. Prof. Dr. Ute Mager: Dürremanagement als Thema des Rechts auf YouTube (Laufzeit: 15:23).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mager, Ute |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 25. Dezember 1962 |
| GEBURTSORT | Kiel |
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- Rechtswissenschaftler (20. Jahrhundert)
- Rechtswissenschaftler (21. Jahrhundert)
- Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
- Deutscher
- Geboren 1962
- Frau
- Richter (Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg)
- Absolvent der Freien Universität Berlin
- Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes
- Stipendiat des DAAD