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Uterus didelphys

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Klassifikation nach ICD-10
Q51.1 Uterus duplex mit Uterus bicollis und Vagina duplex
Q51.2 Sonstige Formen des Uterus duplex
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11

Datei:Uterus didelphys 1.png
Datei:Uterus didelphys 0001.jpg
Uterus didelphys im Ultraschall
Datei:Vagina duplex.png
Vagina duplex mit Vaginalseptum und doppelter Cervix uteri. Bei diesem Befund muss untersucht werden, ob auch ein Uterus duplex vorliegt.<ref>Albrecht Pfleiderer, Meinert Breckwoldt, Gerhard Martius: Gynäkologie und Geburtshilfe. 4. Auflage. Thieme Verlag, 2001, S. 26.</ref>

Der Uterus didelphys (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „zwei“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) „Gebärmutter“) ist eine angeborene Uterusfehlbildung mit Doppelanlage der Gebärmutter und der Vagina.<ref name="Orpha">Eintrag zu Uterus Didelphys. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum</ref><ref name="rp">Radiopaedia</ref>

Synonyme sind: bizervicaler Uterus bicornis; Uterus duplex, Uterus duplex bicollis.

Pathologie[Bearbeiten]

Es handelt sich um eine vollständige Doppelanlage der Gebärmutter einschließlich doppelter Zervix und häufig auch einer Doppelung der Vagina aufgrund einer Störung in der Embryonalentwicklung, bei der die Verschmelzung der unteren Anteile der Müller-Gänge ausgeblieben ist.<ref name="flexikon">Eintrag zu Uterus didelphys im Flexikon, einem Wiki der Firma DocCheckVorlage:Abrufdatum</ref><ref name="rp" />

Verbreitung[Bearbeiten]

Der Uterus didelphys macht etwa 8 % aller Anomalien des Müller-Ganges aus.<ref name="rp" /> Die Prävalenz beträgt etwa 0,5 %.

Klinische Erscheinungen[Bearbeiten]

Klinische Kriterien sind:<ref name="rp" />

  • Doppelanlage von Corpus und Cervix uteri
  • meist symptomlos, gelegentlich Dyspareunie aufgrund des Vaginalseptums (in 75 %)
  • erhöhtes Risiko bei Schwangerschaften für Lageanomalien des Ungeborenen und Frühgeburten

Es besteht eine Assoziation mit Nierenagenesie und transversalen vaginalen Septen mit möglicher Obstruktion eines Hornes und einseitigem Hydrokolpos oder Hämatokolpos.

Diagnose[Bearbeiten]

Die Diagnose wird in der Regel durch Sonografie gestellt.

Differentialdiagnose[Bearbeiten]

Abzugrenzen sind andere Uterusfehlbildungen wie Uterus bicornis und Uterus septus.

Im Rahmen von Syndromen[Bearbeiten]

Diese Fehlbildung kann auch beim OHVIRA-Syndrom (Uterus didelphys mit obstruierter Hemivagina und ipsilateraler Nierenagenesie) auftreten.<ref>Eintrag zu Uterusverdoppelung-Hemivagina-Nierenagenesie-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • H. P. Haiges, F. Hübner, R. A. Schuhmann: Gemini-Gravidität bei Uterus didelphys. In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Band 51, Nr. 5, Mai 1991, S. 404–405, doi:10.1055/s-2007-1026168, PMID 1869013.
  • T. C. Park, H. J. Lee: Pregnancy coexisting with uterus didelphys with a blind hemivagina complicated by pyocolpos due to Pediococcus infection: a case report and review of the published reports. In: The journal of obstetrics and gynaecology research. Band 39, Nr. 7, Juli 2013, S. 1276–1279, doi:10.1111/jog.12049, PMID 23718909 (Review).
  • L. M. Cipullo, S. Milosavljevic, E. D. van Oudgaarden: Uterus didelphys: report of a puerperal torsion and a review of the literature. In: Case reports in obstetrics and gynecology, 2012, S. 190167, doi:10.1155/2012/190167, PMID 22919522, PMC 3419394 (freier Volltext).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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