Utzmannsbach
Utzmannsbach Gemeinde Simmelsdorf
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(32)&title=Utzmannsbach 49° 37′ N, 11° 22′ O
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| Höhe: | 406 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 32 (30. Juni 2024)<ref name="Einwohner">Aktuelle Einwohnerzahlen Simmelsdorf – Gemeinde Simmelsdorf. Abgerufen am 24. August 2024.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. April 1971 | |||||
| Eingemeindet nach: | Diepoltsdorf | |||||
| Postleitzahl: | 91245 | |||||
| Vorwahl: | 09155 | |||||
Utzmannsbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Simmelsdorf im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Utzmannsbach hat eine Fläche von 1,153 km². Sie ist in 141 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 8175,95 m² haben.<ref>Gemarkung Utzmannsbach (093578). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 13. November 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Judenhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. November 2024.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Das Dorf liegt im Tal des Naifer Bachs. Die Kreisstraße LAU 12 führt nach Unternaifermühle (0,9 km nördlich) bzw. nach Diepoltsdorf (1,2 km südlich). Eine Gemeindestraße führt nach Judenhof (0,2 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort wurde erstmals 1360 urkundlich erwähnt. Er wurde auch als Etzelbach oder Esselbach bezeichnet.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Utzmannsbach dem Steuerdistrikt Hormersdorf zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Utzmannsbach, zu der Judenhof, Schindelrangen und Unterachtel gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Lauf.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 53 (Digitalisat).</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. April 1971 nach Diepoltsdorf eingegliedert. Diese wiederum wurde bereits am 1. Juli 1971 nach Simmelsdorf eingemeindet.<ref> </ref><ref>Simmelsdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 12. November 2024.</ref>
Herrenhaus[Bearbeiten]
Der Kern des Herrenhauses geht auf die Jahre 1374/75 zurück; aus dieser Zeit stammt noch eine Spunddecke in dem einst quadratischen, massiven Wohnturm, der 1468 als „steinhaus“ bezeichnet und im 18. Jahrhundert durch einen zweigeschossigen Anbau nach Norden verlängert wurde. Der Turm entstand zur Bewachung eines Hammerwerks, das den Herren von Wildenstein gehörte. 1442 erwarb Philipp Hiltpoltsteiner zu Hüttenbach das befestigte Hammerwerk und belehnte den Hammermeister Contz Schwarzkopf damit. 1446 erwarb das Augustinerkloster Nürnberg das Lehngut, verkaufte es aber 1450 an den Nürnberger Bürger und Montanunternehmer Linhard Groland d. Ä., der bereits den Ansitz im nahen Diepoltsdorf besaß. 1468 hatte sich um einen Herrensitz eine Siedlung gebildet. Zeitweise im Besitz der Peßler als Erben, kam das Gut 1511 wieder an die Groland. Vor 1530 erwarb es der Montanunternehmer Stephan Kanler, der noch weitere Hammerwerke besaß, von den Groland als Unterlehen. Lehnsherr war ab 1609 die Familienstiftung der Tucher von Simmelsdorf. Das Gut wurde weiter als Unterlehen vergeben, bis die Tucher es 1792 verkauften. 1836 gründete der Fürther Spiegelglasfabrikant Berlin eine Glasfabrik in dem Hammerbetrieb. Er beseitigte den Wassergraben und die Befestigungen. 1913 veräußert, wurde das Herrenhaus ab 1958 Jugendherberge, was zum Verlust originaler Ausstattung und Bausubstanz führte. 1979/80 renovierte es die Familie Alberti.<ref>Herrensitze.com (Giersch/Schlunk/von Haller)</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Uzmannsbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 664 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Meyer Landkreis Lauf an der Pegnitz
Weblinks[Bearbeiten]
- Utzmannsbach. In: simmelsdorf.de. Abgerufen am 13. November 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Utzmannsbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Utzmannsbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references />
Au | Bühl | Diepoltsdorf | Großengsee | Hüttenbach | Ittling | Judenhof | Kaltenhof | Mittelnaifermühle | Oberachtel | Obernaifermühle | Oberndorf | Oberwindsberg | Rampertshof | Sankt Helena | Sankt Martin | Simmelsdorf | Strahlenfels | Unterachtel | Unternaifermühle | Unterwindsberg | Utzmannsbach | Wildenfels | Winterstein
Sonstige Wohnplätze: Ittlinger Mühle | Schindelrangen