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Uwe Jens

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Uwe Jens (* 2. Oktober 1935 in Hamburg; † 20. März 2013 ebenda<ref>Wesel: SPD Wesel würdigt Uwe Jens als „integren Freund“. In: RP Online. 26. März 2013, abgerufen am 22. März 2026.</ref>) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1972 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Biografie[Bearbeiten]

Uwe Jens, Sohn von Dorothea Jens, geborener Borgeest, und des später im Krieg gefallenen Hans-Peter Jens, absolvierte nach der Volksschule in Hamburg eine kaufmännische Lehre und war bis 1957 kaufmännischer Angestellter im Groß- und Außenhandel. Er erwarb durch das Abendgymnasium 1960 sein Abitur, studierte danach Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen und der Universität Hamburg, arbeitete während des Studiums als Hafenarbeiter und Verkaufsfahrer, war studentische Hilfskraft, schloss das Studium als Volkswirt ab und wurde 1970 in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zum Dr. rer. pol. zum promoviert.

Jens war Mitarbeiter der Geschäftsführung von Wirtschaftsverbänden, Assistent von Jens Lübbert und Karl Schiller, von 1967 bis 1972 Referent des Arbeitskreises Wirtschaftspolitik der SPD-Bundestagsfraktion, ab 1970 zudem Personalratsvorsitzender. Er wurde Lehrbeauftragter für Wirtschaftspolitik der Universität-GH-Duisburg, Honorarprofessor für Wirtschaftspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Ruhr-Universität Bochum und Consultant für internationale Marktentwicklung und Innovationsberatung. Er verfasste Bücher und Artikel zur Wettbewerbstheorie und -politik, Weltwirtschaft, Sozial- und Umweltökonomik.

Jens war 1952 Hamburger Jugendmeister im Viererkajak, ein leidenschaftlicher Segler und nutzte seinen Ruhestand zu langen Törns als Einhandsegler. Er war ab 1963 mit der Medizinerin Ingeborg Jens verheiratet, lebte mit ihr in Voerde im Rheinland und hatte drei Kinder (Helge, Arneu und Maren).<ref>Jens, Uwe. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 583.</ref>

Politik[Bearbeiten]

Jens war Mitglied der SPD seit 1966, Mitglied des SPD-Bezirksvorstandes Niederrhein und Mitglied des SPD-Landesausschusses Nordrhein-Westfalen bis 1995. Er war Mitglied des Bundestages von 1972 bis 2002 (Wahlkreis Dinslaken bzw. Wesel I); langjähriger Obmann bzw. Sprecher für Wirtschaftspolitik in der SPD-Fraktion.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Beziehungen zwischen der Lohnstruktur und dem Lohnniveau. Dissertation 1970.
  • Alternativen zur Macht. 1980.
  • als Hrsg. mit Hajo Romahn: Glanz und Elend der Politikberatung. ISBN 3-89518-516-7.
  • als Hrsg. mit Hajo Romahn: Der Einfluss der Wissenschaft auf die Politik. ISBN 3-89518-384-9.
  • Zukunft der Weltwirtschaft. Theorien, Analysen, Aussichten. ISBN 978-3-89974548-1.
  • Staatliche Politik zur Sicherung der Automobilindustrie am Standort Deutschland. In: Franz W. Peren (Hrsg.): Krise als Chance. Wohin steuert die deutsche Automobilwirtschaft? Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-409-19190-9, S. 175–185.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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