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Uwe Spies

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Uwe Spies
Personalia
Geburtstag 8. Juli 1967
Geburtsort Riedlingen, Deutschland
Größe 182 cm
Position Angriff
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1985–1988 SSV Ulm 1846 90 (28)
1990–1997 SC Freiburg 189 (52)
1997–2000 MSV Duisburg 86 (14)
2000–2001 VfR Neuss
Stationen als Trainer
Jahre Station
2004–2006 VfR Aalen (Sportdirektor)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Uwe Spies (* 8. Juli 1967 in Riedlingen in Baden-Württemberg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Spies begann seine Karriere 1985 beim SSV Ulm 1846. Als 18-Jähriger erzielte er 17 Tore in der Oberliga 1985/86 und stieg mit Ulm in die 2. Bundesliga auf. 1988 folgte der Wiederabstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

1990 wechselte er zum damaligen Zweitligisten SC Freiburg. Mit elf Treffern war der Stürmer am Aufstieg der Freiburger 1993 beteiligt und wurde auch in der Bundesliga zu einem Leistungsträger. In der Saison 1994/95 kam Spies bei allen 34 Saisonspielen zum Einsatz, erzielte 13 Tore und hatte damit Anteil an der Qualifikation für den UEFA-Pokal.

Nachdem Freiburg 1997 abgestiegen war, verließ Spies den Verein nach 80 Erstligaspielen (20 Tore) und wechselte zum MSV Duisburg. Beim MSV absolvierte er weitere 86 Erstligaspiele und traf 14-mal. Er erreichte das Endspiel im DFB-Pokal 1997/98, das seine Mannschaft gegen den FC Bayern München mit 1:2 verlor. Im Jahr 2000 beendete er seine Karriere.

Von 2004 bis 2006 war Spies Sportdirektor beim VfR Aalen.<ref>Spies neuer Sportdirektor. Schwäbische Zeitung</ref><ref>Aalen trennt sich von Manager Uwe Spies. Schwäbische Zeitung</ref>

Persönlichkeit[Bearbeiten]

Während seiner Zeit beim SC Freiburg zwischen 1990 und 1997 war der Stürmer eine absolute Symbolfigur, wurde zum Mannschaftskapitän und stieg unter Volker Finke erstmals in der Vereinsgeschichte in die Erste Bundesliga auf. Obwohl er von den Fans stets gefeiert wurde, fiel Spies durch seinen distanzierten und kritischen Blick auf das Profigeschäft auf: Er studierte nebenher Wirtschaftsmathematik, mied das Rampenlicht und las aus Prinzip keine Sportberichte.<ref name=":1">Uwe Spies - Munzinger Biographie. Abgerufen am 20. September 2026.</ref><ref>In Demut nach oben. In: Der Spiegel. 9. Mai 1993, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 20. September 2026]).</ref> In der Zeit in der Ersten Liga gehörte er zur Generation des SC Freiburg, die aufgrund ihres erfrischenden Kurzpassspiels von den Medien "Breisgau-Brasilianer" genannt wurde. Während viele seiner Berufskollegen ihre Starrolle in der Öffentlichkeit in vollen Zügen genießen, war Spies seine Berühmtheit eher lästig und stand dem Starrummel distanziert und kritisch gegenüber. Er stellte sich der Öffentlichkeit und den Medien nur ungern zur Verfügung oder verweigerte schon mal die gewünschten Drehaufnahmen für einen Privatsender ("Ich mache für die doch nicht den Hampelmann"). Ein Fachmagazin schrieb einmal, Uwe Spies Antworten in Interviews seien "eine Provokation für fußballbesessene Betonköpfe". Wegen seines oft nachdenklichen, traurigen Blicks auf dem Spielfeld taufte ihn das Magazin 11Freunde rückblickend den „Strafraum-Melancholiker“. Die Teams der alternativen Freiburger „Bunten Liga“ ernannten ihn wegen seiner bodenständigen Art zum Ehrenspielführer.<ref>Alex Raack, 11FREUNDE: Die Melancholiker. 14. April 2010, abgerufen am 20. September 2026.</ref><ref name=":1" />

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />