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Valdo Williams

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Valdo Williams (* 1929<ref>Biografische Hinweise bei Evi.com</ref> in Kanada<ref>David Amram: Vibrations: The Adventures and Musical Times of David Amram. Greenwood Press, 1980, S. 226</ref>; † 2010<ref>Information in Village Voice</ref>) war ein US-amerikanischer Jazzpianist. Eines seiner Vorbilder war Thelonious Monk.<ref>Chrissie Murray: The Illustrated Encyclopedia of Jazz, Salamander, 1986, S. 189</ref>

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Williams’ Vater war Chirurg, in dessen Haus in New York sich zwei Pianos befanden. In seiner Jugend spielte Williams dort mit seinen Freunden Herbie Nichols und Randy Weston<ref>Black Music & Jazz Review, Volume 1, Issues 10-12. IPC Specialist & Professional Press, 197, S. 14</ref>. Bereits 1948 soll er in New York erste Versuche mit freien Spielformen im Jazzidiom unternommen haben.<ref>Ben Sidran: Talking Jazz: An Illustrated Oral History. Pomegranate Artbooks, 1992. Im Original: And there was a guy named Valdo Williams that was playing like Cecil was playing, but he was doing it back in 1948. 1 don't know where Valdo is today.</ref> Sonny Rollins und Jackie McLean wurden in dieser Zeit auf seine Improvisationen aufmerksam.<ref>Kevin Whitehead: New Dutch Swing. Billboard Books, 1998.</ref>

Anfang der 1950er Jahre lebte Williams in Montreal<ref>Mark Miller: Cool blues: Charlie Parker in Canada, 1953. Nightwood Editions, 1990, S. 45</ref>, wo er mit dem Bassisten Bob Rudd auftrat<ref>Mark Miller: Cool Blues: Charlie Parker in Canada, 1953. Nightwood Editions, 1989, S. 33.</ref>. Im Laufe seiner Karriere entstanden nur wenige Aufnahmen; im Februar 1953 trat er mit Charlie Parker, Dick Garcia und Hal Gaylor bei der Fernsehshow Jazz Workshop des kanadischen Senders CBC-TV auf.<ref>The Dial Recordings of Charlie Parker: A> Discography, edited by Edward M. Komara, S. 166 sowie bei Walter Bruyninckx: Modern Jazz, Be-bop, Hard Bop, West Coast, Volume 3 - 60 Years of Recorded Jazz Team, 1985, S. 973, vgl. auch Diskographie (Center for Jazz Studies der Columbia University)</ref> Williams spielte und arrangierte in dieser Zeit Musik von Charlie Parker oder die mit ihm in Verbindung stand.<ref>Broadcast Music, Inc: BMI: The Many Worlds of Music. Broadcast Music, Inc., 1965, S. 15</ref> Im Januar 1957 gehörte er dem Trio von David Amram mit Dennis Charles an, das im Five Spot spielte und für einen Monat um John Ore erweitert wurde;<ref>Robin Kelley: Thelonious Monk: The Life and Times of an American Original, S. 228</ref> teilweise spielte auch der Bassist Ahmed Abdul-Malik mit.<ref>Robin Kelley: Thelonious Monk: The Life and Times of an American Original 2009, S. 236; am Bass war gelegentlich auch der französische Kunstkritiker Michel Tapie; dazu: David Acton, David Amram, David Lehman: The Stamp of Impulse: Abstract Expressionist Prints. Worcester Art Museum, 2001, S. 25.</ref> Lester Young, der 1958 mit Williams im Five Spot über einen längeren Zeitraum auftrat,<ref>Luc Delannoy: Pres: The Story of Lester Young, S. 159</ref> ermutigte den Pianisten zu seinen solistischen Erkundungen: „Don't give up. Don't never give up.“<ref>Zitiert nach Douglas Henry Daniels Lester Leaps In: the Life and Times of Lester „Pres“ Young Beacon Press 2002, S. 11, vgl. auch S. 385.</ref>

Aufnahmen mit Williams als Begleitmusiker entstanden im März 1963 mit Hal Singer und Dick Vance<ref>Hal Singer Diskographie</ref>. Im August 1964 trat Williams mehrfach, im Cellar Coffee mit seinem Trio und Bill Dixon<ref>vgl. Ben Young Dixonia: A Bio-discography of Bill Dixon Greenwood Publishing 1998, S. 343</ref> und in einem New Yorker Coffeeshop mit Alan Silva und Schlagzeuger Gerald Splivvy McKeever auf; einmal stieg Albert Ayler ein.<ref>Interview mit Alan Silva. Silva charakterisiert dort Williams als „Barpianist“.</ref> Am 4. Oktober 1964 spielte er in einem der Konzerte der October Revolution in Jazz mit seinem Trio.<ref>vgl. Ben Young Dixonia: A Bio-discography of Bill Dixon Greenwood Publishing 1998, S. 347</ref> 1965 wirkte er als Musiker bei einem Theaterstück über einen Jazzmusiker nach einem Buch von Robert Reisner mit.<ref>Markland Taylor: The White Barn Theatre: Lucille Lortel, founder, director. White Barn Theatre, 1997, S. 1965</ref> Schlagzeuger Barry Altschul spielte zuerst (1963) in der Band von Williams.<ref>Vgl. Jazz & Pop, Volumes 7-8. Jazz Press, 1968, S. 64 </ref>

Williams nahm im Dezember 1966 unter eigenem Namen vier vom Free Jazz beeinflusste Eigenkompositionen für das Label Savoy Records auf. Seine Mitspieler auf dem Album New Advanced Jazz waren der Bassist Reggie Johnson und der Schlagzeuger Stu Martin. Im Februar 1967 kündigt der Down Beat ein Konzert von Williams’ New Advanced Jazz Trio an;<ref>Down Beat, Volume 34, Maher Publications, 1967, S. 12</ref> danach verliert sich seine Spur. Im Bereich des Jazz wirkte Williams zwischen 1953 und 1966 bei sechs Aufnahmesessions mit.<ref>Tom Lord Jazz Discography</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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