Zum Inhalt springen

Valentin von Terni

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Valentin von Terni
Der heilige Valentin (Ölmalerei von Leonhard Beck, um 1510)
Der heilige Valentin
(Ölmalerei von Leonhard Beck, um 1510)
Gestorben 14. Februar 269
Festtag • 14. Februar (katholisch, anglikanisch, lutherisch)
• 30. Juli (orthodox)
Schutzpatron der Jugendlichen, Reisenden und Imker. Anrufung bei Wahnsinn, Epilepsie und Pest. Soll zur Bewahrung der jungfräulichen Unschuld und einer guten Verlobung und Heirat verhelfen.

Valentin von Terni († 14. Februar 269), seltener auch Walentin von Terni, ist ein Heiliger und Märtyrer der römisch-katholischen Kirche. Im 3. Jahrhundert n. Chr. war er Bischof von Interamna, dem heutigen Terni. Valentin von Terni wird heutzutage als Patron der Liebenden verehrt, so dass auf ihn das Brauchtum des Valentinstags zurückgeht.

Früher wurde er bei Krankheiten, wie etwa der Epilepsie, um Hilfe gebeten. Bei diesem Patronat wurden Valentin von Terni und Valentin von Rätien gleichermaßen angerufen. Mit der Verehrung durch die Hilfesuchenden wurden beide Gestalten im Lauf der Zeit immer mehr vermischt.

Leben[Bearbeiten]

Die Überlieferung unterscheidet und vermischt zugleich einen „Valentin von Terni“ und einen „Valentin von Rom“. Möglicherweise handelt es sich aber auch um ein und dieselbe Person.

Valentin von Terni soll als Bischof in Rom durch eine Krankenheilung viele Leute für den christlichen Glauben gewonnen haben. Dies brachte ihm eine Anklage vor Gericht und um das Jahr 268 den Märtyrertod durch Enthauptung.

Valentin von Terni soll als Priester den Zorn des römischen Kaisers Claudius Gothicus (reg. 268–270) auf sich gezogen haben. Dieser hatte verboten, junge Paare zu verheiraten, damit die jungen Männer unverheiratet besser als Soldaten rekrutiert werden können. Valentin habe Paare dennoch bei Massenhochzeiten christlich getraut,<ref>Tora Wall: Swedish Traditions and Holidays: Valentine's Day Bokforlaget Stolpe, 31. August 2025.</ref> wofür er am 14. Februar 269 hingerichtet worden sei.<ref>Saint Valentine of Rome. In: Saints.SQPN.com. 6. April 2010, abgerufen am 25. Dezember 2024.</ref> Zudem habe Valentin den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, hätten der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden.<ref>Stefanie Petelin: Heiliger Valentin (14.02.). In: Diözese Linz. Abgerufen am 14. Januar 2025.</ref>

Reliquien[Bearbeiten]

Datei:Basilica di San Valentino, Terni, Italia - altare.jpg
Altar mit Valentins Reliquien in der Basilika San Valentino in Terni
Datei:Rom, Santa Maria in Cosmedin, Reliquien des Hl. Valentin von Terni.jpg
Angebliche Gebeine Valentins in Santa Maria in Cosmedin

Mehrere Orte in Europa behaupten, die Gebeine Valentins als Reliquien zu verwahren, wobei unklar ist, ob es sich dabei tatsächlich um Valentin von Terni handelt. Einige dieser Orte sind:

Patronate[Bearbeiten]

Der heilige Valentin ist der Schutzpatron der Jugendlichen, Reisenden und Imker.<ref>Valentin: Heiliger der Zärtlichkeit. katholisch.de, 3. März 2021, abgerufen am 3. März 2021.</ref> Er wird bei Wahnsinn, Epilepsie und Pest angerufen. Zudem soll er zur Bewahrung der jungfräulichen Unschuld und zu einer guten Verlobung und Heirat verhelfen.

Gedenktag[Bearbeiten]

Valentins Gedenktag am 14. Februar (Valentinstag) gilt für folgende Kirchen:

Der orthodoxe Gedenktag für Valentin von Terni ist der 30. Juli.

Ikonografie[Bearbeiten]

Die Darstellungen Valentins von Terni auf Votivbildern und Altarbildern der bekannteren Wallfahrten, wie etwa Marzoll bei Bad Reichenhall oder Diepoltskirchen bei Eggenfelden unterscheiden sich nicht von den Abbildungen des Valentin von Rätien, welcher als Bischof mit einem kranken Kind zu seinen Füßen dargestellt wird.

Valentin von Terni wird eigentlich als Bischof mit einem Schwert (Martyrium: Enthauptung) und einem Hahn (Symbol für Opferung seines Lebens) dargestellt.

Bauernregel[Bearbeiten]

Datei:Saint Valentine - facial reconstruction.jpg
Forensische Gesichtswiederherstellung

Die dem Gedenktag am 14. Februar entsprechende Bauernregel lautet:

  • Ist’s am Valentin noch weiß, blüht zu Ostern schon das Reis.
  • Am Tag von Sankt Valentin gehen Eis und Schnee dahin.

Forensische Gesichtswiederherstellung[Bearbeiten]

Im Februar 2017 wurde das Gesicht des heiligen Valentin anhand des Schädels aus der Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom vom 3D-Designer Cicero Moraes rekonstruiert<ref>Janet Tappin Coelho: Here's how scientists say Saint Valentine looked as he's brought back to life. 14. Februar 2017, abgerufen am 25. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Valentin von Terni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein