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Veit Dengler

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Veit Valentin Dengler (* 21. November 1968 in Graz)<ref name="firmenauskunft">Firmenbuch-Bekanntmachung der Firma LinguaNet AG in Abwicklung. In: unternehmen24.at vom 21. Juli 2005 (Archiv).</ref> ist ein österreichischer Manager und Politiker (parteilos, vormals NEOS). Von 1. Oktober 2013 bis Juni 2017 war er Chief Executive Officer (CEO) der NZZ-Mediengruppe, eines Medienunternehmens in der Schweiz mit dem publizistischen Flaggschiff Neue Zürcher Zeitung (NZZ). Von April 2018 bis Ende 2021 war Dengler Mitglied der Konzerngeschäftsleitung der deutschen Bauer Media Group.

Gemeinsam mit Matthias Strolz konzipierte Dengler 2012 eine neue liberale Partei, NEOS – Das Neue Österreich, und war bis Oktober 2013 stellvertretender Vorsitzender.<ref>Elisalex Henckel: Neos: Österreichs pinker Fleck in der Polit-Landschaft. In: Die Welt. 20. Oktober 2013 (welt.de [abgerufen am 14. November 2018]).</ref> Seit dem 24. Oktober 2024 ist er Abgeordneter zum Nationalrat. Am 10. Juli 2026 wurde er aus dem NEOS-Parlamentsklub und der Partei der NEOS ausgeschlossen.<ref>Neos schließen Veit Dengler aus Klub und Partei aus. In: DerStandard.at/APA. 10. Juli 2026, abgerufen am 10. Juli 2026.</ref>

Herkunft[Bearbeiten]

Dengler ist als Sohn des österreichischen Botschafters Johann Josef Dengler (1921–2011)<ref>Bernhard Odehnal: Das «Negerkonglomerat» war selbst der eigenen Partei zu viel. In: Tages-Anzeiger vom 8. April 2014.</ref> und der Musikerin Gudrun Dengler in Österreich, Ungarn und Finnland aufgewachsen. Er ist geschieden und hat vier Kinder.<ref name="munzinger">Veit Dengler Internationales Biographisches Archiv 42/2013 vom 15. Oktober 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Der christlichsoziale Politiker Josef Dengler war sein Großvater.<ref>Klaus Knittelfelder: Veit Dengler: Der Gründer tritt auf die Bühne. 1. August 2024, abgerufen am 1. August 2024.</ref>

Ausbildung und Karriere[Bearbeiten]

Veit V. Dengler verfügt über akademische Abschlüsse der Kennedy School of Government der Harvard University und der Wirtschaftsuniversität Wien. Von 1987 bis 1990 war Dengler journalistisch als Reporter im Osteuropa-Büro des Time Magazine tätig. In seiner Karriere hatte er verschiedene Positionen bei Procter & Gamble, McKinsey und T-Mobile inne. Während sieben Jahren war Dengler beim Technologieanbieter Dell tätig, zuletzt verantwortete er den Geschäftsbetrieb in 32 Ländern in Ost- und Zentraleuropa. 2012 arbeitete er als Senior Vice President des internationalen Geschäftsbereichs für Groupon. Im Oktober 2013 wurde Dengler zum CEO der NZZ-Mediengruppe bestellt.<ref>Veit Dengler wird neuer CEO der NZZ-Mediengruppe. NZZ.ch, 18. Juni 2013, abgerufen am 28. November 2013.</ref>

Am 7. Juni 2017 gab die NZZ-Mediengruppe bekannt, dass Dengler das Unternehmen verlassen werde. Als Grund wurden Meinungsverschiedenheiten zwischen Dengler und dem Verwaltungsrat darüber, wie die strategische Ausrichtung des Unternehmens anzusetzen sei, genannt.<ref>Veit Dengler sagt "Servus" und verlässt die "NZZ". In: Wiener Zeitung. 7. Juni 2017, abgerufen am 9. Juni 2017.</ref> Ab April 2018 übernahm Dengler als Chief Operating Officer in der Konzerngeschäftsführung der deutschen Bauer Media Group die Leitung der Aktivitäten in Großbritannien, den USA, Australien und weiteren Ländern sowie die Entwicklung neuer Geschäftsfelder.<ref>Österreicher Veit Dengler wechselt in die Bauer-Konzerngeschäftsleitung. In: derStandard.at. 28. Februar 2018, abgerufen am 1. März 2018.</ref> Ende 2021 verließ er das Unternehmen.<ref>Mission erfüllt: COO Veit Dengler verlässt die Bauer Media Group. In: Kress.de, 4. November 2021.</ref> 2022 war er Visiting Fellow am Reuters Institute for the Study of Journalism der Oxford University. Im gleichen Jahr gründete er das Beratungsunternehmen Draw.Solutions.<ref>Veit Dengler auf der Website von Draw.Solutions, abgerufen am 20. Dezember 2023.</ref><ref>Publikationsnummer: HR01-1005611536, Handelsregister-Amt Zürich, (20). SHAB 221124/2022 - 24.11.2022. In: Moneyhouse, abgerufen am 20. Dezember 2023.</ref> Im Standard schreibt er seit 2022 eine Kolumne<ref name="kolumne">Kolumne Veit V. Dengler. In: Der Standard, abgerufen am 26. April 2022.</ref>, in der Kleinen Zeitung veröffentlicht er Beiträge.<ref>Veit Dengler auf der Website der Kleinen Zeitung, abgerufen am 20. Dezember 2023.</ref>

Politik[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 haben Matthias Strolz und Dengler die Gründung einer neuen liberalen Partei für Österreich konzipiert.<ref name="Trend1">Rainer Himmelfreundpointner: Wie Veit Dengler die Neos mitbegründete und warum er Minister werden will. Artikel im Wirtschaftsmagazin trend vom 19. September 2013 (Archiv).</ref> Beim Gründungskonvent am 27. Oktober 2012 wurde Dengler zum stellvertretenden Vorsitzenden von Neos – Das Neue Österreich, gewählt. Zusätzlich übernahm er im Januar 2013 die Geschäftsführung. Nach dem Dienstantritt bei der NZZ-Mediengruppe trat Dengler von beiden Funktionen zurück.<ref>NEOS Team: Veit Dengler – Neue Wege – NEOS. In: NEOS. 18. Juni 2013 (archive.org [abgerufen am 14. November 2018]).</ref>

Für die Nationalratswahl 2024 wurde er Spitzenkandidat der steirischen NEOS-Landesliste.<ref>Veit Dengler steirischer Spitzenkandidat für die Nationalratswahl. In: Kleine Zeitung. 20. April 2024, abgerufen am 20. April 2024.</ref>

Am 18. November 2025 reiste Dengler als Teilnehmer einer Delegation der von U.S. Milliardär Peter Thiel gegründeten Organisation Dialog (Netzwerk) nach Pakistan.<ref>Aurangzeb holds strategic briefing with Dialog delegation Meeting. In: Business Recorder. 18. November 2025, abgerufen am 14. Juli 2026.</ref> Am 25. November 2025 verlor Dengler seine Rolle als außenpolitischer Sprecher der NEOS.<ref>Veit Denglers kurze Karriere als außenpolitischer Neos-Sprecher. In: Die Presse. 25. November 2025, abgerufen am 14. Juli 2026.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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