Ventilinsel
Eine Ventilinsel ist eine Zusammenfassung mehrerer pneumatischer Ventile an einem Ort, z. B. auf einer gemeinsamen Platte. Ein Vorteil liegt in der zentralen Druckluftversorgung der Ventile. Mit einem gemeinsamen Anschluss werden alle Ventile der Ventilinsel versorgt, was einzelne Schlauchleitungen und -verbinder einspart.
Die elektrische Versorgung wird dabei ebenfalls zentralisiert. Bedeutsam ist auch die Ansteuerung der Ventile; diese können zu einem gemeinsamen Strang (Multipol) zusammengelegt werden. Verstärkt wird die Ansteuerung über einen Bus eingesetzt.
Durch Bussysteme können heute viele weitere Funktionen wie z. B. die von Proportionalventilen, Drucksensoren oder ganzen servopneumatischen Steuerungen auf einer Ventilinsel integriert werden. Technologisch wird dieser Fortschritt als Funktionsintegration bezeichnet und ermöglicht Ventilinseln den Schritt in Richtung einer Automatisierungsplattform. In der heutigen Industrie erreichen Ventilinseln hierdurch einen hohen Stellenwert, denn sie ermöglichen durch Funktionsintegration die Kosten zu senken.<ref>P. Wahl; Funktionsintegration bringt Zeitvorteile in allen Bereichen</ref>
Erfinder der Ventilinsel ist das schwäbische Automatisierungsunternehmen Festo, das 1989 die erste Ventilinsel auf den Markt brachte<ref>Festo: Ventilinseln (abgerufen am 31. Januar 2018)</ref> und seitdem weiterentwickelte.
Anwendungsbereich[Bearbeiten]
Ventilinseln werden in der Prozess- und der Fabrikautomation eingesetzt. Sie werden immer dann verwendet, wenn hohe Anforderungen an die Automatisierung und die Betriebssicherheit der Gesamtanlage gestellt werden.<ref>Ventilinsel-Grundlagen: Definition, Aufbau und Vorteile - Bürkert. Abgerufen am 13. August 2019.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />