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Verderio

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Verderio
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Verderio (Italien)
Verderio (Italien)
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Lecco (LC)
Lokale Bezeichnung Verdé
Koordinaten 45° 40′ N, 9° 26′ OKoordinaten: 45° 40′ 0″ N, 9° 26′ 0″ O
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Höhe 249 m s.l.m.
Fläche 6,47 km²
Einwohner 5.516 (31. Dez. 2025)<ref>Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).</ref>
Postleitzahl 23878, 23879
Vorwahl 039
ISTAT-Nummer 097091
Bezeichnung der Bewohner Verderesi
Website Verderio
Datei:Map of comune of Verderio (province of Lecco, region Lombardy, Italy).svg
Die Gemeinde Verderio innerhalb der Provinz Lecco
Datei:20210224 Verderio Superiore.jpg
Verderio Superiore

Verderio ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Lecco in der norditalienischen Region Lombardei mit 5516 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025).

Geographie[Bearbeiten]

Verderio ist die südlichste Gemeinde der Provinz Lecco und liegt ca. 20 km südlich der Provinzhauptstadt Lecco und 30 km nordöstlich der Millionen-Metropole Mailand. Östlich des Gemeindegebiets fließt die Adda. Im Jahr 1971 hatte die Gemeinde Verderio Inferiore eine Fläche von 390 Hektar.

Nachbargemeinden sind Robbiate sowie Paderno d’Adda im Norden und in der Provinz Monza und Brianza die Gemeinden Cornate d’Adda im Osten, Sulbiate und Aicurzio im Süden, Bernareggio im Südwesten und Ronco Briantino im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Verderio leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen Wort viridarium ab, das Garten bedeutet. Die Römer unter der Führung des Konsuls Marcellus besiegten 222 vor Christus die Insubrer an diesen Orten in einer entscheidenden Schlacht. Andere Funde deuten auf die spätere Anwesenheit der Langobarden und dann der Franken hin. Auf letztere geht die Burg aus dem 10. Jahrhundert zurück, auf deren Ruinen die Villa Gallavresi errichtet wurde, in der heute die Stadtbibliothek untergebracht ist. Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert war der Ort von der Anwesenheit der Templer geprägt, die zwei wichtige Sitze in der Commenda und in Castel Negrino (heute in der Gemeinde Aicurzio, aber einst Teil des Gebiets von Verderio) sowie im Gehöft Brugarola hatten. Als Beweis dafür erscheint ein gewisser Dalmazio da Verderio in den Ritterlisten des Ordens. Mit der Aufhebung des Ritterordens im Jahr 1312 durch Philipp den Schönen, König von Frankreich, gingen die Besitztümer der Templer an den Malteserorden über.

In der Schlacht an der Adda, bei der Ende April 1799 eine russisch-österreichische Armee unter Alexander Suworow eine französische Armee unter Jean-Victor Moreau besiegte, nahm Joseph Philipp Vukasović bei Verderio den französischen General Jean Sérurier gefangen. Die Franzosen, die sich in der Villa Confalonieri verbarrikadiert hatten, wurden zur Kapitulation gezwungen, aber unter den dreitausend Toten auf dem Feld waren viele Österreicher. Die Sieger, die zunächst als Befreier gefeiert wurden, gingen zu Plünderungen, Brandschatzungen und anderen Vandalismusakten über. Zwei Gedenktafeln erinnern an das tragische Ereignis.

Infolge des zeitweiligen Zusammenschlusses der lombardischen Provinzen mit dem Königreich Sardinien wurde die Gemeinde Verderio Inferiore mit 837 Einwohnern, die von einem fünfzehnköpfigen Gemeinderat und einem zweiköpfigen Stadtrat verwaltet wird, gemäß der durch das Gesetz vom 23. Oktober 1859 festgelegten territorialen Aufteilung in den Bezirk III von Brivio, Bezirk III von Lecco, Provinz Como, aufgenommen. Bei der Verfassung des Königreichs Italien im Jahr 1861 hatte die Gemeinde 861 Einwohner (Volkszählung 1861). Nach dem Gemeindegesetz von 1865 wurde die Gemeinde von einem Bürgermeister, einer Junta und einem Rat verwaltet. Im Jahr 1867 wurde die Gemeinde in denselben Bezirk, Kreis und dieselbe Provinz eingegliedert (Verwaltungsbezirk 1867). Im Jahr 1872 wurde die Gemeinde Verderio Inferiore zur neuen Gemeinde Verderio zusammengelegt. Im Jahr 1905 wurde die autonome Gemeinde Verderio Inferiore durch Abtrennung ihres Gebiets von der Gemeinde Verderio neu gebildet. Nach der Gemeindereform von 1926 wurde die Gemeinde von einem Podestà verwaltet. Nach der Gemeindereform von 1946 wurde die Gemeinde Verderio Inferiore von einem Bürgermeister, einer Junta und einem Gemeinderat verwaltet.

Die heutige Gemeinde entstand am 4. Februar 2014 aus den vorherigen Gemeinden Verderio Inferiore (ins Deutsche übertragen etwa „Nieder-Verderio“) und Verderio Superiore („Ober-Verderio“). Dem voraus ging ein Referendum im Dezember 2013, bei dem sich in beiden Gemeinden die Mehrheit der Einwohner für den Zusammenschluss aussprach, nachdem dies bei zwei vorherigen Referenden (1994 und 2004) von den Einwohnern des etwas kleineren Oberortes abgelehnt wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1921 1931 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011 2022
Einwohner 1717 1922 2044 2416 2503 2595 2536 2436 2365 2766 3405 4828 5659 5502
Quelle: ISTAT
Datei:Chiesa SS Nazaro e Celso.jpg
Kirche Santi Nazaro e Celso
Datei:Pala Canavesio Verderio.jpg
Pala Canavesio

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Annalisa Borghese: Verderio. In: Il territorio lariano e i suoi comuni. Editoriale del Drago, Milano 1992, S. 449–450.
  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 135.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Verderio Superiore Online

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Verderio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Datei:Verderio-2 (cropped).jpg
Verderio

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