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Vertrag von Semei

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Datei:Map of Nuclear Weapon Free Zones.svg
Vertraglich kernwaffenfreie Zonen (2024)
Verträge über kernwaffenfreie Zonen
Vertrag (von) Region Unterzeichner/
Ratifikation
Jahr Unterzeichnung/
in Kraft
Antarktisvertrag Antarktis 45/45 1959/1961
Tlatelolco Lateinamerika/Karibik 33/33 1967/1968
Rarotonga Südpazifik 13/13 1985/1986
Zwei-plus-Vier-Vertrag ehem. DDR und Berlin 6/5* 1990/1991
Atomwaffenfreie Zone Mongolei Mongolei 1/1 1992/2000
Bangkok Südostasien 10/10 1995/1997
Pelindaba Afrika 53(54)/40 1996/2009
Semei Zentralasien 5/5 2006/2009
* von allen noch existenten Vertragsparteien ratifiziert (die DDR bestand nicht mehr)
Zentralasien

Der Vertrag von Semei ist ein internationaler Vertrag, der das Testen, das Stationieren, den Besitz sowie die Herstellung von Kernwaffen in Zentralasien verbietet. Er wurde am 8. September 2006 von Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan im kasachischen Semei (früher Semipalatinsk) unterzeichnet.

Unterstützung[Bearbeiten]

Der Vertrag entstand gegen den erklärten Willen der Großmächte Russland und USA. Vor allem die USA scheuten sich vor rechtsverbindlichen Einschränkungen für künftige Waffenstationierungen und der Bewegungsfreiheit ihrer Nuklearwaffen. Russland hingegen fühlte sich durch die Präsenz der Vereinigten Staaten im postsowjetischen Raum beunruhigt. Schließlich begrüßten Russland und die Volksrepublik China das Vorhaben, während die westlichen Atommächte auf einer Zusatzvereinbarung bestanden, die es Russland untersagt, den Vertrag durch bilaterale Abkommen zu unterlaufen.

Alle fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats (auch die fünf Signatarstaaten des Atomwaffensperrvertrages) haben am 6. Mai 2014 das Protokoll zum Vertrag von Semei unterzeichnet. Dieses enthält unter anderem rechtsverbindliche Zusicherungen, keine Kernwaffen gegen die Vertragsparteien einzusetzen.<ref>Erlan Idrissov: A New Step Forward to Greater Regional and Global Security. In: The Astana Times. 13. Mai 2014, abgerufen am 29. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit Ausnahme der USA haben die restlichen Mitglieder des Sicherheitsrats die Protokolle ratifiziert (Stand Mai 2016).<ref>Protocol to the Treaty on a Nuclear-Weapon-Free Zone in Central Asia. In: United Nations. Office of Disarmament Affairs. Abgerufen am 29. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Vereinbarungen[Bearbeiten]

Die Unterzeichner-Staaten erhoffen sich durch den Vertrag eine Verbesserung ihrer Sicherheit. Das Kalkül ist, dass die eigenen Territorien, wenn sie kernwaffenfrei sind, auch keine lohnenden Ziele für nukleare Angriffe darstellen. Der Vertrag wurde in der kasachischen Stadt Semei (das ehemalige Atomwaffentestgelände ist unter dem alten russischen Namen Semipalatinsk bekannt) unterzeichnet, um an die Atomwaffentests der Sowjetunion auf einem dortigen Testgelände zu erinnern.

Land Unterzeichnet Hinterlegt
Kasachstan Kasachstan Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
Kirgisistan Kirgisistan Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
Tadschikistan Tadschikistan Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
Turkmenistan Turkmenistan Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
Usbekistan Usbekistan Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />