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Vesuvianit

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Vesuvianit
Datei:Wezuwian - Alchuri, Shigar Valley, Pakistan..jpg
Vesuvianit aus Alchuri, Shigar Valley, Pakistan
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

1962 s.p.<ref name="IMA-Liste">Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 3,6 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

IMA-Symbol

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Andere Namen
  • Vesuvian
  • Idokras
  • Jewreinowit
Chemische Formel (Ca,Na)19(Al,Mg,Fe)13(SiO4)10(Si2O7)4(OH,F,O)10
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Silikate und Germanate
System-Nummer nach
Strunz (8. Aufl.)
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

VIII/B.17
VIII/C.26-010<ref name="Lapis" />

9.BG.35
58.02.04.01
Ähnliche Minerale Demantoid, Diopsid, Epidot, Hyazinth, Peridot, Sinhalit
Kristallographische Daten
Kristallsystem tetragonal
Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe<ref name="AMCSD" />
Gitterparameter Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
Formeleinheiten Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 6 bis 7
Dichte (g/cm3) 3,32 bis 3,47
Spaltbarkeit undeutlich
Bruch; Tenazität uneben bis muschelig, splittrig
Farbe grün, gelb, hellblau, violett, braun, farblos
Strichfarbe weiß
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Glanz Glasglanz, Fettglanz, matt
Kristalloptik
Brechungsindizes Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <1,703 bis 1,752<ref name="Mindat" />Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <1,700 bis 1,746<ref name="Mindat" />
Doppelbrechung Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <0,003 bis 0,006<ref name="Mindat" />
Optischer Charakter einachsig negativ
Pleochroismus schwach

Vesuvianit (früher kurz Vesuvian), auch Idokras oder Jewreinowit genannt, ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“. Es kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung (Ca,Na)19(Al,Mg,Fe)13(SiO4)10(Si2O7)4(OH,F,O)10<ref name="IMA-Liste-2009" /> und entwickelt kurze, prismatische bis säulige oder tafelige Kristalle, aber auch radialstrahlige, körnige, massige Aggregate in grüner, gelber, hellblauer, violetter oder brauner Farbe. Auch farblose Kristalle sind bekannt.

Etymologie und Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals als eigenes Mineral wurde Vesuvianit 1795 von Abraham Gottlob Werner erkannt. Er benannte es nach dem einzigen damals bekannten Fundort, dem Vesuv in Italien, der darum auch als Typlokalität gilt. Eine erste genaue chemische Analyse führte Martin Heinrich Klaproth durch. Dabei erkannte er auch die Übereinstimmung mit einer von Erich G. Laxmann 1790 in Sibirien gefundenen und für Hyazinth (eine Zirkon-Varietät) gehaltenen Mineralprobe.<ref name="Klaproth" /> Eine zweite Bezeichnung ist Idokras (griech. „gemischte Form“) als Verweis auf seine gemischten Kristallformen.

Klassifikation[Bearbeiten]

In der zuletzt 1977 überarbeiteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz gehörte der Vesuvianit zur Mineralklasse der „Silikate“ und dort zur Abteilung „Gruppensilikate (Sorosilikate)“, wo er als einziges Mitglied eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer VIII/B.17 bildete.

In der zuletzt 2018 überarbeiteten Lapis-Systematik nach Stefan Weiß, die formal auf der alten Systematik von Karl Hugo Strunz in der 8. Auflage basiert, erhielt das Mineral die System- und Mineralnummer VIII/C.26-010. Dies entspricht ebenfalls der Abteilung „Gruppensilikate“, wo Vesuvianit zusammen mit Alumovesuvianit, Cyprin, Fluorvesuvianit, Magnesiovesuvianit, Manganvesuvianit und Wiluit eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer VIII/C.26 bildet.<ref name="Lapis" />

Die von der International Mineralogical Association (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte<ref name="IMA-Liste-2009" /> 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Vesuvianit in die erweiterte Klasse der „Silikate und Germanate“, dort aber ebenfalls in die Abteilung „Gruppensilikate (Sorosilikate)“ ein. Diese ist allerdings präziser unterteilt nach der Art der in der Verbindung auftretenden Silikatkomplexen und der Koordinierung der beteiligten Kationen. Das Mineral ist hier entsprechend seiner Zusammensetzung und seinem Aufbau in der Unterabteilung „Gruppensilikate mit gemischten SiO4- und Si2O7-Gruppen; Kationen in oktaedrischer [6] und größerer Koordination“ zu finden ist, wo er namensgebend die „Vesuvianitgruppe“ mit der Systemnummeer 9.BG.35 und den weiteren Mitgliedern Fluorvesuvianit, Manganvesuvianit und Wiluit sowie den hypothetischen Mineralen Chlorvesuvianit, Hydroxylvesuvianit und Oxyvesuvianit bildet.

In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat MineralName die System- und Mineralnummer 58.02.04.01. Dies entspricht ebenfalls der Klasse der „Silikate“ und dort der Abteilung „Gruppensilikate: Insulare, gemischte, einzelne und größere Tetraedergruppen“, wo das Mineral zusammen mit Fluorvesuvianit, Manganvesuvianit und Wiluit in der „Vesuvianitgruppe“ mit der Systemnummer 58.02.04 innerhalb der Unterabteilung „Gruppensilikate: Insulare, gemischte, einzelne und größere Tetraedergruppen mit Kationen in [6] und höherer Koordination; Einzel- und Doppelgruppen (n = 1,2)“ zu finden ist.

Kristallstruktur[Bearbeiten]

Vesuvianit kristallisiert tetragonal in der Vorlage:Raumgruppe mit den Gitterparametern a = 15,678 Å und c = 11,828 Å<ref name="AMCSD" /> sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name="Webmineral" />

Eigenschaften[Bearbeiten]

Aufgrund wechselnder, chemischer Zusammensetzung zeigt Vesuvianit große Schwankungen in seinen physikalischen Eigenschaften. Verschiedentlich wird auch schwacher Pleochroismus beobachtet, der bei grünen Kristallen zwischen gelbgrün und gelbbraun, bei gelben Kristallen zwischen gelb und fast farblos und bei braunen Kristallen zwischen gelbbraun und hellbraun schwankt.

Modifikationen und Varietäten[Bearbeiten]

  • Californit – grün, wird fälschlicherweise oft als Vesuvian-Jade bezeichnet
  • Cyprin – himmelblaue Varietät aus Norwegen
  • Duparcit – kalium- und eisenreiche Varietät aus Marokko, benannt nach Louis Duparc<ref name="Spencer" /><ref name="mineralogicalrecord.com" />
  • Egeran – Bräunlich stängelige Varietät, die bereits von Johann Wolfgang von Goethe als Mineral geschätzt wurde.<ref name="Baier" />

Bildung und Fundorte[Bearbeiten]

Datei:Egeran.jpg
Bräunlicher Egeran von Haslau, den Goethe 1831 in einem Gedicht verewigte.
Datei:Vesuvianite-Talc-225193.jpg
Grüne Vesuvianitkristalle auf einem Nest aus tafeligen Talkkristallen aus dem Belvidere-Mountain-Steinbruch, Vermont, USA
(Größe: 7,0 cm × 5,5 cm × 2,7 cm)

Vesuvianit bildet sich entweder metamorph oder hydrothermal in calciumreichen Gesteinen wie beispielsweise Skarn, Marmor oder Rodingit. In seltenen Fällen entsteht Vesuvianit auch in alkalischen, magmatischen Gesteinen. Begleitminerale sind unter anderem Grossular, Wollastonit und Diopsid.

Weltweit konnte Vesuviant bisher (Stand: 2009) an 960 Fundorten nachgewiesen werden, so unter anderem bei Monzoni in Italien, Val-des-Sources/Quebec in Kanada, Hazlov in Tschechien, Crestmore Heights/Kalifornien und Franklin/New Jersey in den USA.

Verwendung als Schmuckstein[Bearbeiten]

Datei:Vesuvian.jpg
Vesuvianit in Form eines Trommelsteins

Da Vesuvianit ein Mineral von mittlerer Härte und geringer Spaltungsneigung ist, wird er gerne als Schmuckstein verwendet. Klare Kristalle erhalten dabei einen Facettenschliff, trübe Varietäten eher einen Cabochonschliff oder werden zu Trommelsteinen verarbeitet.

Aufgrund seiner Farbe kann Vesuvianit mit Demantoid, Diopsid, Epidot, Hyazinth, Peridot oder Sinhalit verwechselt werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Vesuvianite – Sammlung von Bildern

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="AMCSD"> American Mineralogist Crystal Structure Database – Vesuvianite (englisch, 2007) </ref> <ref name="Baier"> Johannes Baier: Goethe und der Egeran von Haslau (Hazlov; Tschechische Republik) – Z. geol. Wiss., 41/42, 115–122; Berlin, 2013/14. </ref> <ref name="IMA-Liste-2009"> Ernest H. Nickel, Monte C. Nichols: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 1,9 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. IMA/CNMNC, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2024-07-29; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Klaproth"> Martin Heinrich Klaproth: Untersuchung des Vesuvians. In: Beiträge zur chemischen Kenntniss [sic] der Mineralkörper. 2. Band, 1797, S. 27–38 (Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <#v=onepage eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Lapis"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Mindat"> Mindat – Vesuvianite (englisch) </ref> <ref name="mineralogicalrecord.com"> The Mineralogical Record: Glossary of Obsolete Mineral Names – D (PDF 193,6 kB; S. 20) </ref> <ref name="Spencer"> L. J. Spencer: Thirteenth list of new mineral names In: Mineralogical Magazine Band 23, 1934, S. 624–640 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackVorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.) </ref> <ref name="Webmineral"> Webmineral – Vesuvianite (englisch) </ref> </references>