Zum Inhalt springen

Villa Arson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Villa Arson - ancien batiment.jpg
Villa Arson

Die Villa Arson ist ein nationales Zentrum für zeitgenössische Kunst in Nizza, Frankreich. Es enthält ein Kunstmuseum, eine Elitehochschule, eine Mediathek und Unterkünfte für Stipendiaten.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Villa Arson Frankreich – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Nizza (Memento vom 27. April 2011 im Internet Archive), auf cnap-villa-arson.fr, vom 10. Februar 2010 (deutsch)</ref> Die 1881 gegründete Nizzaer Kunsthochschule École Nationale des Arts Décoratifs zog 1972 in die Villa Arson ein. Ein Jahr später wurde sie um das Kunstmuseum Centre artistique de rencontres internationales erweitert, das 1984 in Centre national d’art contemporain umbenannt wurde. Auf dem Gesamtareal von 20.000 m² befinden sich neben der Villa auch Ausstellungsflächen, Werkstätten, Studentenunterkünfte und Gärten.<ref>Villa-Arson.org</ref> Die Villa Arson ist ein établissement public administratif unter Aufsicht des französischen Kulturministeriums und gilt als einzige nationale Einrichtung Frankreichs, die ein Kunstzentrum (centre d’art) und eine staatliche Kunsthochschule (école supérieure d’art) unter einem Dach vereint.<ref name="nice">Villa Arson. Ville de Nice, abgerufen am 14. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die historische Villa[Bearbeiten]

Die namengebende Villa stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und liegt auf dem Hügel Saint-Barthélemy oberhalb von Nizza.<ref name="merimee">Villa Arson, École nationale supérieure d’art et Centre national d’art contemporain. In: Base Mérimée. Ministère de la Culture, abgerufen am 14. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ihren Namen erhielt sie nach Pierre-Joseph Arson, Comte de Saint-Joseph und Konsul von Nizza, der das Anwesen 1812 erwarb und die terrassierten Gärten im italienischen Stil ausbauen ließ.<ref name="portail">La Villa Arson. Département des Alpes-Maritimes, abgerufen am 14. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach dem Wiener Kongress hielt sich Talleyrand in der Villa auf.<ref name="merimee" /> 1943 erwarb die Stadt Nizza die Villa samt Grundstück und trat das Areal 1964 an den französischen Staat ab, der dort eine internationale Kunstschule errichten wollte.<ref name="ministere">Nice – Villa Arson. Ministère de la Culture, abgerufen am 14. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="portail" />

Architektur[Bearbeiten]

Der Bau geht auf eine Initiative von Kulturminister André Malraux im Rahmen der kulturellen Dezentralisierung zurück.<ref name="marot">Michel Marot. Villa Arson, abgerufen am 14. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit dem Entwurf wurde Mitte der 1960er Jahre der 1926 geborene Architekt Michel Marot betraut, der eine an die mediterrane Umgebung angepasste Bauweise umsetzte.<ref name="marot" /><ref name="ministere" /> Die 1972 eingeweihte Anlage bezieht die historische Villa in den Neubau ein und überzieht nahezu das gesamte Grundstück mit Terrassen, Höfen, Rampen und hängenden Gärten.<ref name="marot" /><ref name="nice" /> Die Betonwände blieben „brut de décoffrage“ und sind außen mit Kieseln aus dem Flussbett des Var verkleidet; wegen dieser Materialbehandlung wird die Villa Arson häufig dem Brutalismus zugerechnet.<ref name="archi">Architecture. Villa Arson, abgerufen am 14. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="portail" /> 2003 erhielt das Ensemble das Denkmal-Label für Architektur des 20. Jahrhunderts (seit 2016 Architecture contemporaine remarquable).<ref name="marot" />

Denkmalschutz[Bearbeiten]

Villa und Garten sind seit dem 1. März 1943 als Monument historique eingetragen.<ref name="merimee" /> Durch Erlass vom 14. November 2024 wurde diese Eintragung aufgehoben und durch eine neue ersetzt, die nun die gesamte École internationale d’art de la villa Arson samt ihren Gärten unter Schutz stellt.<ref name="merimee" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Villa Arson (Nice) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

<references /> Koordinaten: 43° 43′ 15,6″ N, 7° 15′ 10,8″ O

 {{#coordinates:43,721|7,253|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=FR-06
   |type=landmark
  }}

Vorlage:Hinweisbaustein