Vincent Otti
Vincent Otti (* um 1946 in Gulu, Uganda; † vermutlich 2. Oktober 2007)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.— ( vom 5. Juni 2011 im Internet Archive)</ref> war unter Joseph Kony der stellvertretende Anführer der paramilitärischen Lord’s Resistance Army (LRA), der die Terrorisierung der nordugandischen Zivilbevölkerung vorgeworfen wird.
Leben[Bearbeiten]
Otti wurde um 1946 geboren, seine Eltern starben, als er noch jung war.<ref>http://allafrica.com/stories/200711100024.html</ref> Otti trat der LRA bei ihrer Gründung 1987 bei und wurde später durch Joseph Kony zum Generalleutnant ernannt.<ref>Noel Mwakugu: Obituary: LRA deputy Vincent Otti. In: news.bbc.co.uk. 23. Januar 2008, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref>
1995 verrichten Soldaten unter dem Befehl Ottis ein Massaker in seinem Heimatdorf Atiak (Distrikt Gulu), bei dem hunderte ums Leben kamen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.— ( vom 9. November 2007 im Internet Archive)</ref> Im Zuge der Terrorangriffe des 11. Septembers 2001 wurde die LRA von der US-Regierung als Terrororganisation eingestuft.<ref>Designation of 39 Organizations on the USA PATRIOT Act's "Terrorist Exclusion List". In: FAS. 5. Dezember 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Dezember 2001; abgerufen am 7. April 2026.</ref> Vincent Otti wird als Anführer des Balonyo-Massaker im Februar 2004 gesehen, bei dem 300 Dorfbewohner umkamen.<ref>Noel Mwakugu: Obituary: LRA deputy Vincent Otti. In: news.bbc.co.uk. 23. Januar 2008, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref>
Am 2. Oktober 2007 wurde Otti unter den Anweisungen Joseph Konys im LRA-Lager bei Garamba erschossen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.— ( vom 5. Juni 2011 im Internet Archive)</ref> Die Hinrichtung wurde von Kony auf Grund einer mutmaßlichen Verschwörung Ottis gegen ihn veranlasst.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.— ( vom 10. November 2007 im Internet Archive)</ref> Tatsächlich war Otti die treibende Kraft hinter den laufenden Friedensverhandlungen und den Verhandlungen in Juba im August 2006.<ref>https://web.archive.org/web/20120728083504/http://www.sudantribune.com/Deputy-of-Uganda-s-rebel-LRA,24981</ref>
Anklagen[Bearbeiten]
Im Juli 2005 wurde Otti, zusammen mit Kony und drei weiteren LRA-Generälen, wegen Kriegsverbrechen vom Internationalen Strafgerichtshof angeklagt.<ref>Noel Mwakugu: Obituary: LRA deputy Vincent Otti. In: news.bbc.co.uk. 23. Januar 2008, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref> Entgegen der mutmaßlichen Ermordung von Otti hatte der Haftbefehl des IStGH weiterhin Bestand.<ref>Kony et al. Case. IStGH, abgerufen am 8. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Erst am 17. November 2023 stellte der ISTGH das Verfahren gegen ihn ein.<ref name="Otti death">ICC-02/04-01/05: SITUATION IN UGANDA IN THE CASE OF THE PROSECUTOR v. JOSEPH KONY AND VINCENT OTTI. (PDF; 139 kB) ICC, 17. November 2023, abgerufen am 17. November 2023 (Der Staatsanwalt gegen Joseph Kony und Vincent Otti' Entscheidung zur Beendigung des Verfahrens gegen Vincent Otti).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Kony et al. Case Internationaler Strafgerichtshof, ICC-02/04-01/05, 2017, (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Otti, Vincent |
| KURZBESCHREIBUNG | ugandischer Rebellenführer |
| GEBURTSDATUM | um 1946 |
| GEBURTSORT | Gulu, Uganda |
| STERBEDATUM | unsicher: 2. Oktober 2007 |