Viola Hallman
Viola Christa Hallman, verheiratete von Hohenzollern,<ref name="TrauerSZ">† Viola Christa Prinzessin von Hohenzollern. In: Süddeutsche Zeitung. 16. Februar 2013 (trauer.sueddeutsche.de).</ref> geborene Flachmeier (geboren am 8. Dezember 1944 in Hohenlimburg; gestorben am 22. Dezember 2012 in Atlantis, USA), war eine deutsche Unternehmerin in der Schwermetallbranche.
Leben[Bearbeiten]
Viola Flachmeier war die Tochter von Werner Flachmeier und dessen Frau Helga Flachmeier, geborene Theis. Ihr Großvater hatte die Friedr. Gustav Theis Kaltwalzwerke GmbH 1910 begründet. Sie besuchte ein Gymnasium in Hagen-Hohenlimburg sowie das Internat von Schwarzenberg in Bayern. Sie studierte anschließend Wirtschaftswissenschaften in Hamburg, Marburg und Padua und wurde in Padua 1970 mit der Dissertation Die Ruhrkohle im Eisenhüttenwesen<ref>Viola Prinzessin von Hohenzollern im Munzinger-Archiv, abgerufen am 28. Februar 2017 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> promoviert.
1971 arbeitete ihr Vater die 27-jährige in die Unternehmensführung ein, starb aber bereits 1972. Im Jahr 1971 heiratete Viola Flachmeier den Architekten und Diplom-Ingenieur Olof Jon Hallman,<ref>Elisabeth Sleeman: The International Who’s Who of Women 2002. ISBN 1-85743-122-7.</ref> dessen Namen sie annahm und mit dem sie die Tochter Olivia-Cayetana hatte. Viola Hallman, ab 1972 Vorsitzende der Geschäftsführung der Friedr. Gustav Theis Kaltwalzwerke GmbH mit den Werken Bandstahlwerk in Hagen-Halden, Edelstahlwerk in Hagen-Fley (ab 1977), Friedr. Gustav Theis GmbH & Co., Flachdraht- und Profilwerk in Hagen-Hohenlimburg (seit 1972), Theis Packsystem GmbH, Packbandwerk in Gelsenkirchen (ab 1975), Alte & Schröder GmbH + Co., Stahl- und NE-Verdlungswerke in Halver und Hagen-Halden (ab 1979), trieb in der Folge ihr Unternehmen voran und beschäftigte auf dem Höhepunkt ihres Unternehmertums 1400 Mitarbeiter. 1979 wurde sie nach eine Umfrage der Zeitschrift Capital zur Managerin des Jahres gekürt<ref name="WR2012">Nachruf In: Westfälische Rundschau. 29. Dezember 2012.</ref> und Ende der 1980er Jahre galt die in Hagen-Halden lebende Vorsitzende der Geschäftsführung der Theis-Gruppe als eine der wenigen erfolgreichen Unternehmerinnen Deutschlands.<ref>Irene Mayer-List: Aufstieg mit Handikaps. In: Die Zeit. 29. April 1988 (zeit.de).</ref> 1985 wurde sie Mitglied des Bundesausschusses Betriebswirtschaft (BBW) des Rationalisierungs-Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft (RKW) in Eschborn.
Viola Hallman heiratete 2006 in zweiter Ehe Donatus Prinz von Hohenzollern (* 1961 als Markus Hänsel), der das Selbstkostenverlagsunternehmen „Frankfurter Verlagsgruppe“ gegründet hatte. Seither trug sie den Namen Viola Christa Prinzessin von Hohenzollern.<ref name="TrauerSZ" /> Sie kaufte 2007 medienwirksam das Palais Lichtenau in Potsdam und begann mit einer Restaurierung und der Umwandlung in ein Gästehaus.<ref>Michael Erbach: Palais Lichtenau an Hohenzollern verkauft. In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 21. Dezember 2007 (pnn.de).</ref> Sie musste angesichts der Insolvenz ihres Unternehmens das Gebäude 2011 wieder veräußern.<ref>Guido Berg: Laserzentrum im Palais Lichtenau. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 4. Januar 2011 (pnn.de).</ref> Sie selbst lebte zurückgezogen auf dem Kasteel Aldenghoor in Haelen. Ferner besaß sie noch seit 1997 das Killochan Castle in Schottland und ein Haus in Singapur.<ref name="Herald2012" /> Sie begeisterte sich für die Zucht von Islandpferden.
Die Theis-Werke gerieten im Frühjahr 2009 im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise aufgrund vorheriger Managementfehler in die Insolvenz. Hallman verlor im Insolvenzverfahren das Mehrheitseigentum an der Firma und hielt zuletzt nur noch 10 % der Firma.<ref name="WR2012" /> Auch Killochan Castle musste sie aufgeben.<ref name="Herald2012">Princess to sell off contents of Scots castle. In: The Herald of Scotland. 18. Oktober 2012 (heraldscotland.com).</ref> Nach ihrem Tod auf einer Florida-Reise kurz vor Weihnachten 2012 wurde sie beim Kasteel Aldenghoor beigesetzt. Aus erster Ehe hinterließ sie eine Tochter.<ref name="Herald2012" />
Veröffentlichungen[Bearbeiten]
- Unternehmer – Beruf ohne Zukunft? Joy-Verlag, Hamburg 1975.
Literatur[Bearbeiten]
- Hallman, Viola. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 446.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hallman, Viola |
| ALTERNATIVNAMEN | Flachmeier, Viola (Geburtsname); Hohenzollern, Viola Christa Prinzessin von (Ehename, zweite Ehe) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Unternehmerin |
| GEBURTSDATUM | 8. Dezember 1944 |
| GEBURTSORT | Hohenlimburg |
| STERBEDATUM | 22. Dezember 2012 |
| STERBEORT | Atlantis |