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Vlieland

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Vlieland

Datei:Vlieland 4.97510E 53.24575N.jpg
Satellitenbild
Gewässer Deutsche Bucht, Nordsee
Inselgruppe Westfriesische Inseln
Geographische Lage 53° 15′ N, 4° 57′ OKoordinaten: 53° 15′ N, 4° 57′ O
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Vlieland (Friesland)
Vlieland (Friesland)
Länge 20 km
Breite 2,3 km
Fläche 36,16 km²
Höchste Erhebung Vuurboetsduin (Vuurtorenduin, „Leuchtturmdüne“)
45 m
Einwohner 1072 (1. April 2016)
30 Einw./km²
Hauptort Oost-Vlieland
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte falsch
Gemeinde Vlieland
Vorlage:Platzhalterbild
Flagge
Vorlage:Platzhalterbild
Wappen
Staat Niederlande Niederlande

Provinz  Fryslân
Bürgermeister Michiel Schrier (SP)<ref name="bürgermeister">Nieuwe burgemeester op Vlieland. In: rijksoverheid.nl. Rijksoverheid, 6. April 2021, abgerufen am 13. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sitz der Gemeinde Oost-Vlieland
Fläche
 – Land
 – Wasser
315,8 km²
41,84 km²
273,96 km²
CBS-Code 0096
Einwohner 1.204 (1. Jan. 2026<ref>Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Bevölkerungsdichte 4 Einwohner/km²
Vorwahl 0552
Postleitzahlen 8899
Website vlieland.nl

Die zu den Niederlanden gehörende Insel Vlieland ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine der fünf bewohnten Westfriesischen Inseln. Sie hatte am 1. Januar 2026 eine Einwohnerzahl von 1204.

Geographie[Bearbeiten]

Westlich von Vlieland liegt die Insel Texel und östlich die Insel Terschelling, die alle im Wattenmeer der Nordsee liegen.

Die Strandlänge beträgt etwa 20 Kilometer und das Radwegenetz hat eine Gesamtlänge von 26 Kilometern. Den höchsten Punkt markiert die Vuurboetsduin (Vuurtorenduin, „Leuchtturmdüne“) mit 45 Metern, auf welcher der Leuchtturm Vuurduin steht. Weitere hohe Dünen sind Poterslid (31,9 Meter), Kooispleklid (29,5 Meter) und Kaap-Bol (26 Meter).<ref>flickr: Vlieland - top Poterslid- paal AP</ref>

Auf der Insel befindet sich eine Ortschaft, Oost-Vlieland. Dort steht auch das älteste Haus der Insel, Tromp’s Huys, ein ehemaliges Admiralskontor zur Überwachung der Handelsschifffahrt, heute ein Museum. Neben der Kirche steht am Kerkplein das bis 1950 als Armen-, Witwen- und Waisenhaus genutzte Armhuis aus dem Jahr 1662. Der Leuchtturm ist, wie auch der Leuchtturm auf Texel, in der Saison für Besucher geöffnet.<ref>Geert-Jan Bron, Wat&Hoe – Waddeneilanden, S. 82–90</ref> Das weiter westlich gelegene, jetzt nicht mehr bestehende Dorf West-Vlieland wurde 1736 aufgegeben, nachdem es dort in den Jahren zuvor mehrfach zu Überflutungen gekommen war.<ref>http://www.vlieland.net/index.php?pid=historie Website der VVV Vlieland (niederländisch)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Nach 1938 internierte die niederländische Regierung politische Flüchtlinge auf der Insel.<ref>Heinz Junge: Vlieland. Internierungskamp voor duitse Tegenstanders van Hitler 1938-1940. (PDF) Heinz Junge Selbstverlag, 1982, abgerufen am 11. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 39 Inhaftierte waren in verschiedenen Häusern der Dorpsstraat untergebracht. Es waren 33 Deutsche, zwei Belgier, zwei Russen, ein Pole und ein „Südslawe“. Die niederländische Regierung hatte das Lagerleben und die Versorgung der Häftlinge organisiert. Der Bürgermeister Rab erhielt für die Arbeitskleidung der Internierten 1.000 Gulden. Offiziell hatten die Inselbewohner die Anweisung, keinen Kontakt mit den „Ausländern“ aufzunehmen, was sich aber in der Realität nicht aufrechterhalten ließ. Im Mai 1940 wurde sogar eine Hochzeit von einem politischen Flüchtling mit einer Niederländerin gefeiert.

Das nächstgelegene Badhotel lieferte die Tagesmahlzeiten unter der Aufsicht eines Polizisten, den Männern stand zusätzlich eine ärztliche Versorgung zu. Tagsüber wurden die Gefangenen zu Arbeiten in der Staatlichen Forstwirtschaft herangezogen und offiziell entlohnt. Auf diese Weise entstand zum Beispiel der Badweg auf der Insel, der direkt zum Strand führte und von den Internierten Thälmannstraße genannt wurde.

Nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Niederlande und Belgien im Mai 1940 wurde das Internierungslager von den Nationalsozialisten aufgelöst. Die Internierten kamen in Gestapohaft.<ref>Christiane Goldenstedt: Albert Goldenstedt. Ein Delmenhorster im antifaschistischen Widerstand. Isensee Verlag, Oldenburg 2019, ISBN 978-3-7308-1552-6, S. 45–77.</ref>

Verkehr[Bearbeiten]

Eine Fährverbindung zum Festland existiert zwischen Oost-Vlieland und Harlingen. Außerdem gibt es im Sommer eine Fährverbindung von Texel nach Vlieland. Dabei legt die Fähre an der Sandbank „Vliehors“ an, welche sich westlich an Vlieland anschließt, wo die Fahrgäste mit einem watfähigen Geländefahrzeug abgeholt und über die Sandbank auf die Insel gebracht werden. Die Insel gilt als autoluw (im Prinzip autofrei). Nur Inselbewohner können eine Sondergenehmigung zum Betrieb von Motorfahrzeugen erhalten. Der Fährdienst von Harlingen oder Terschelling befördert weder Autos noch Motorräder.<ref>vlieland.org</ref>

Im Westen der Insel liegt Het Posthuys („das Posthaus“). Het Posthuys ist die alte Station für den Pferdewechsel des Postreiters auf der Route nach Amsterdam. Post von den Seglern auf der Reede vor Vlieland wurde in früheren Jahrhunderten über Vlieland, Texel und Nordholland nach Amsterdam gebracht. Heute ist das Het Posthuys ein beliebtes Ausflugslokal.

Im Osten, in der Nähe des Fährhafens, gibt es einen im Jahr 2007 neu angelegten Hafen für Segel- und Motorboote. Hier befindet sich der Hubschrauberlandeplatz Vlieland.

Im Westen der Insel im Naturgebiet De Vliehors befindet sich das größte Übungsgebiet der Königlichen Luftwaffe der Niederlande. Während der Woche kann es vorkommen, dass der Abwurf von Bomben (auch scharfen) geübt wird. Das Gelände ist dann mit roten Flaggen gekennzeichnet. Nur an den Wochenenden wird nicht geübt.<ref>http://www.defensie.nl/onderwerpen/oefeningen/inhoud/oefengebied-luchtmacht (niederländisch)</ref>

Politik[Bearbeiten]

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Kommunalwahl am 18. März 2026<ref name="wahl">Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 16. Mai 2026 (niederländisch).</ref>
Wahlbeteiligung: 63,49 %
 %
40
30
20
10
0
36,60
24,81
24,81
13,78
NLVDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. a
GWDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. b
LFDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. c
ABVDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. d
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
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   4
   2
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  −8
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−12
−14
+8,05
+13,51
−13,82
−7,75
NLV
GW
LF
ABV
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a 
Nieuw Liberaal Vlieland
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b 
GroenWit
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c 
Lijst Fier
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d 
Algemeen Belang Vlieland
Datei:Gem-Vlieland-OpenTopo.jpg
Karte der Gemeinde Vlieland

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze<ref name="wahl" />
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026
Nieuw Liberaal VlielandDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. a – – – – – – – – – 4 3 4
GroenWitDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. b – – – – – – – – 2 3 1 2
Lijst Fier – – – – – – – – – – 3 2
Algemeen Belang Vlieland 2 1 2 2 3 3 3 3 3 2 2 1
VVDDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. a 2 3 3 5 3 4 3 4 4 – – –
PvdADie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. b 2 3 2 2 3 2 3 2 – – – –
CDA 1 – – – – – – – – – – –
Belangengroepering Lijst Drie 0 – – – – – – – – – – –
Gesamt 7 7 7 9 9 9 9 9 9 9 9 9
Anmerkungen

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a 
Nieuw Liberaal Vlieland ging zur Kommunalwahl 2018 aus der örtlichen VVD-Fraktion hervor.

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b 
Zur Kommunalwahl 2014 schlossen sich die Mitglieder der PvdA-Fraktion der neu gegründeten Lokalpartei GroenWit an.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit dem 10. Mai 2021 ist Michiel Schrier (SP) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.<ref name="bürgermeister" /> Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Rients Hoekstra (VVD), Elsje de Ruijter (GroenWit) sowie der Gemeindesekretär Robert Lanting.<ref>College Gemeente Vlieland, abgerufen am 20. Juni 2018 (niederländisch)</ref>

Kultur[Bearbeiten]

Am ersten Septemberwochenende findet seit 2009 das Musik- und Kulturfestival Into The Great Wide Open statt.<ref>Website des Festivals (niederländisch, englisch, französisch), abgerufen am 13. April 2018</ref>

Der Autor und Historiker Adwin de Kluyver leitet das örtliche Kino und veranstaltet dort in der Nebensaison Filmfestivals<ref> Es gibt für jeden eine Insel, in: Mare, Nummer 177, 08/2026, S. 103</ref>.

Literatur[Bearbeiten]

  • Geert-Jan Bron: Wat&Hoe – Waddeneilanden. 2. Auflage. Kosmos Uitgevers, Utrecht/Antwerpen 2007, ISBN 978-90-215-1127-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Vlieland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Vlieland – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Vorlage:Artikelfolge Westfriesische Inseln

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