Vogtland Arena
| Sparkasse Vogtland Arena | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Harry-Glaß-Schanze | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vogtlandarena2009.JPG | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Standort | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Koordinaten | 50° 23′ 2″ N, 12° 26′ 56″ O
{{#coordinates:50,383888888889|12,448888888889|primary
|
dim=400 | globe= | name=Sparkasse Vogtland Arena | region=DE-SN | type=building
}} | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadt | Klingenthal | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Land | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | VSC Klingenthal | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zuschauerplätze | 30.000 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schanzenrekord | Männer (offiziell): 146,5 m (2. Februar 2011) (10. Dezember 2023) (10. Dezember 2023) Männer (COC): 149,5 m (24. Februar 2018) Frauen (offiziell): 141,0 m (14. Dezember 2019) Männer (NoKo): 149 m (20. März 2021) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Vogtland Arena (seit 2015 offiziell Sparkasse Vogtland Arena) ist eine Skisprunganlage am Schwarzberg in Klingenthal, Sachsen.
Am 13. Dezember 2025 wurde sie dem Klingenthaler Skispringer Harry Glaß gewidmet. Die Widmung fand im Zuge des Rahmenprogramms zum Skisprung-Weltcup statt.<ref name="freiepre-065850">Thomas Prenzel: Schanze in der Vogtland-Arena nach Klingenthaler Skisprungidol Harry Glaß benannt. In: freiepresse.de. 13. Dezember 2025, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Klingenthal bewarb sich als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele im Jahre 1936. Als Teil dieser Bewerbung sollte eine Skisprungschanze am Nordhang des Schwarzberges errichtet werden, in etwa dort, wo heute die Vogtland Arena steht. Die ersten Entwürfe für das Projekt lieferte der Fabrikant Howard Willie Meisel am 13. März 1932. Er plante die Errichtung einer Großschanze, die eine Anlauflänge von 110 m und einen K-Punkt von 150 m besitzen sollte. Die „Böllerschanze“ wäre damit die bei weitem größte Schanze der Welt gewesen, da der Weltrekord im Jahr 1932 noch bei 82 Metern lag. Allerdings wurden die Olympischen Spiele an Garmisch-Partenkirchen vergeben und somit auch die Pläne wieder verworfen.
Erst im Mai des Jahres 1957 begann man in Klingenthal mit dem Bau einer Sprungschanze mit einem K-Punkt von 102 Metern. Die Große Aschbergschanze am Aschberg (auch „Asch“ genannt) wurde am 1. Februar 1959 eingeweiht. Am 26. September 1990 wurden der Anlaufturm und die Anlaufbahn aufgrund der Baufälligkeit der Schanze gesprengt. Damit gab es bis zum Bau der Vogtland Arena keine große Skisprunganlage mehr in Klingenthal.
Von 2003 bis 2005 wurde die Vogtland Arena errichtet und am 27. August 2006 im Rahmen des Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombination offiziell eingeweiht. Der erste Sprung fand bereits vor der offiziellen Eröffnung statt, Björn Kircheisen sprang am 21. Dezember 2005 hier 128 m. Der erste Wettkampf war im Februar 2006 die tschechische Meisterschaft im Skispringen und Anfang März 2006 wurde ein B-Weltcup der Nordischen Kombination ausgetragen, im September 2006 folgte ein Skisprung-Grand-Prix. Am 7. Februar 2007 übernahm der VSC Klingenthal einen ausgefallenen Wettbewerb des Skisprung-Weltcups von Harrachov, der somit der erste Winterwettbewerb der FIS im Skispringen in der Arena war. Auch im Sommer 2007 fand ein Wettbewerb des Skisprung-Grand-Prix statt. Im Januar 2008 wurde erstmals ein Weltcup der Nordischen Kombination in Klingenthal ausgerichtet. Zwischen 2009 und 2013 fanden in der Vogtland Arena vier Springen der FIS-Team-Tour statt. Im Jahr 2012 fiel das Springen der dritten FIS-Team-Tour in Klingenthal auf Grund zu starken Windes aus.
Zum ersten Mal seit der Saison 1994/95 fand in der Saison 2013/14 am 23. und 24. November 2013 die Saisoneröffnung nicht in Skandinavien statt, sondern in der Vogtland Arena. In den darauf folgenden Saisons war Klingenthal ebenfalls Austragungsort des Weltcup-Auftakts der Skispringer.
Seit 2015 fungiert die Sparkasse Vogtland als Namenssponsor der Schanze. Die Anlage heißt seither Sparkasse Vogtland Arena.<ref>Peter Strahlendorf: Sparkasse Vogtland setzt Sponsorship beim Skisprung-Mekka Klingenthal fort. 8. Dezember 2016, abgerufen am 10. Januar 2025.</ref>
Mitte Februar 2024 wurden im Rahmen des Hockey Outdoor Triples drei Freiluft-Eishockeyspiele im Auslauf der Skisprungschanze ausgetragen. Beteiligt waren vier Mannschaften der DEL2 sowie zwei Mannschaften der tschechischen Extraliga.<ref>Hockey Outdoor Triple ist Geschichte. In: wochenkurier.info. 19. Februar 2024, abgerufen am 3. April 2024.</ref>
Entwicklung des Schanzenrekordes[Bearbeiten]
Es folgt die Aufstellung über die Entwicklung des offiziellen Schanzenrekordes auf der Großschanze.
| Jahr | Name | Weite |
|---|---|---|
| 2006 | 89,0 m | |
| 2006 | 114,0 m | |
| 2006 | 117,0 m | |
| 2006 | 117,5 m | |
| 2006 | 132,0 m | |
| 2006 | 137,5 m | |
| 2006 | 143,0 m | |
| 2006 | 144,0 m | |
| 2009 | 144,0 m | |
| 2011 | 145,0 m | |
| 2011 | 146,5 m | |
| 2023 | 146,5 m | |
| 2023 | 146,5 m |
Fotos[Bearbeiten]
-
Die Schanze beim Weltcup der Nordischen Kombination 2009
-
Anlauf
-
Moderne Architektur
Internationale Wettbewerbe[Bearbeiten]
Die folgende Übersicht enthält alle von der FIS organisierten Sprungwettbewerbe.<ref>Ergebnisse Klingenthal. Abgerufen am 21. März 2024.</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Vogtland Arena in der Datenbank von Skisprungschanzen.com
- Offizielle Website der Sparkasse Vogtland Arena
- Sportevents in der Vogtland Arena Klingenthal
- Geschichte und Bau der Vogtland Arena
- Dokumentation zum Bau der Vogtland Arena
- Schanzenrekorde der Vogtland Arena
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Im Wettkampfkalender der Weltcup-Saison 2023/24:
Männer: Kuusamo (Rukatunturi-Schanze) | Lillehammer (Lysgårdsbakken) | Klingenthal (Vogtland Arena) | Engelberg (Gross-Titlis-Schanze) | Oberstdorf (Orlen Arena Oberstdorf Allgäu) | Garmisch-Partenkirchen (Große Olympiaschanze) | Innsbruck (Bergiselschanze) | Bischofshofen (Paul-Außerleitner-Schanze) | Wisła (Malinka) | Szczyrk (Skalite-Schanzen) | Zakopane (Wielka Krokiew) | Willingen (Mühlenkopfschanze) | Lake Placid (MacKenzie Intervale Ski Jumping Complex) | Sapporo (Ōkurayama-Schanze) | Oberstdorf (Heini-Klopfer-Skiflugschanze) | Lahti (Salpausselkä-Schanzen) | Oslo (Holmenkollbakken) | Trondheim (Granåsen skisenter) | Vikersund (Vikersundbakken) | Planica (Letalnica bratov Gorišek)
Frauen: Lillehammer (Lysgårdsbakken) | Engelberg (Gross-Titlis-Schanze) | Garmisch-Partenkirchen (Große Olympiaschanze) | Oberstdorf (Orlen Arena Oberstdorf Allgäu) | Villach (Villacher Alpenarena) | Sapporo (Ōkurayama-Schanze) | Yamagata (Zaō-Schanze) | Ljubno (Savina Skisprungzentrum) | Willingen (Mühlenkopfschanze) | Râșnov (Trambulina Valea Cărbunării) | Hinzenbach (Aigner-Schanze) | Lahti (Salpausselkä-Schanzen) | Oslo (Holmenkollbakken) | Trondheim (Granåsen skisenter) | Vikersund (Vikersundbakken)
Aktuell nicht im Wettkampfkalender:
Almaty (Gorney Gigant) | Bad Mitterndorf (Schanze am Kulm) | Bærum (Skuibakken) | Bollnäs (Bolleberget) | Chamonix (Tremplin du Mont) | Cortina d’Ampezzo (Trampolino Italia) | Courchevel (Tremplin du Praz) | Falun (Lugnet-Schanzen) | Gallio (Trampolino del Pakstall) | Gstaad (Mattenschanze) | Hakuba (Hakuba-Schanzen) | Harrachov (Čerťák) | Hinterzarten (Adler-Skistadion) | Iron Mountain (Pine Mountain Jump) | Ironwood (Copper Peak) | Klingenthal (Aschbergschanze) | Kuopio (Puijo-Schanzen) | Liberec (Schanzen am Ještěd) | Lillehammer (Balbergbakken) | Meldal (Kløvsteinbakken) | Murau (Hans-Walland-Großschanze) | Nischni Tagil (Tramplin Stork) | Oberhof (Schanzenanlage im Kanzlersgrund) | Oberwiesenthal (Fichtelbergschanzen) | Örnsköldsvik (Paradiskullen) | Oslo (Midtstuen) | Park City (Utah Olympic Park Jumps) | Planica (Bloudkova velikanka) | Pragelato (Stadio del Trampolino) | Predazzo (Stadio del salto Giuseppe Dal Ben) | Prémanon (Les Tuffes) | Pyeongchang (Alpensia Jumping Park) | Rælingen (Marikollen) | Ramsau (W90-Mattensprunganlage) | Raufoss (Lønnbergbakken) | Ruhpolding (Große Zirmbergschanze) | St. Nizier (Tremplin du Dauphiné) | Sapporo (Miyanomori-Schanze) | Sarajevo (Igman Olympic Jumps) | Schonach im Schwarzwald (Langenwaldschanze) | Sollefteå (Hallstabacken) | Sotschi (RusSki Gorki) | St. Moritz (Olympiaschanze) | Štrbské Pleso (MS 1970) | Thunder Bay (Big Thunder) | Titisee-Neustadt (Hochfirstschanze) | Tschaikowski (Sneschinka) | Whistler (Whistler Olympic Park Ski Jumps) | Zakopane (Średnia Krokiew)