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Volkrange

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Koordinaten: 49° 21′ N, 6° 5′ O

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Wappen Volkrange

Volkrange (deutsch Volkringen, lothringisch: Wolkréngen/Wolkrénge) ist ein Ortsteil von Thionville (Diedenhofen) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

Geographie[Bearbeiten]

Die Ortschaft liegt im historischen Lothringen, sechs Kilometer westlich des Ortszentrums von Thionville.

Datei:Chateau Volkrange.jpg
Schloss Volkrange
Datei:Eglise Volkrange.jpg
Kirche St. Jean-Baptiste

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ortschaft war ehemals ein Dorf, das dem Bistum Metz gehörte.<ref name="Huhn">Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 322 (google.books.de).</ref> Frühere Schreibweisen des Ortsnamens lauteten:<ref name="Bouteiller - Dictionnaire topographique">Bouteiller - Dictionnaire topographique de l'ancien département de la Moselle (1868 geschrieben)</ref> Wolkrenges (1130); Wolcringen (1184); Wolkeringis (1256); Wolkergen, Wolkerengen (1276); Wolgrainge (1429); Volckeringen (1469); Wolkringen (1471); Wolkringa (1544); Volcringen (1571–1572); Vuolchrang (1681); Volquerange (1756); Volkrange (1793); Wolkrange (19. Jh.); Volkringen (1871–1918).

Volkringen hatte einst ein sehr altes Schloss, das Sitz der Herrschaft Volkrange war und 1208 dem Ritter Arnold I. von Volkrange gehörte. Dessen Sohn, Arnold II., ließ das Schloss neu erbauen und stark befestigen.<ref name="Huhn" /> Die Familie erlosch 1560 mit Wilhelm II. von Volkringen. Mit seinem Tod gelangte die Herrschaft zur Hälfte an Nassau und zur anderen Hälfte an die Zandt und Schmitburg.<ref name="Kraus">Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 1026 (books-google.de).</ref> Später fanden häufig Besitzerwechsel statt; in den 1870er Jahren war das Schloss Privatbesitz des ehemaligen Metzer Bürgermeisters Henry Bompard.<ref name="Huhn" /> Das heutige Schloss ist modern.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen. Das damalige Dorf gehörte zum Kreis Diedenhofen-West im Bezirk Lothringen. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Wein-, Obst-, Gemüsebau und Viehzucht und verrichteten Arbeiten in den Eisenwerken der benachbarten Ortschaft Hayingen.<ref name="Huhn" /> Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden und wurde Teil des Département Moselle. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

1969 wurde Volkrange nach Thionville eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1793 1866 1946 1954 1962 1968
Einwohner 280 634 850 857 1018 1054

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Schloss (Château de Volkrange)
  • Kirche St. Jean-Baptiste, mit Nordturm aus dem 14.–15. Jahrhundert<ref name="Kraus" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 108 (books.google.de).

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Volkrange – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />