WD-40
WD-40 (Water Displacement) ist ein Kriechöl des US-amerikanischen Unternehmens WD-40 Company, das hauptsächlich als Kontaktspray, Korrosionsschutz und Reiniger verwendet wird.
Eine der ersten Anwendungen war der Korrosionsschutz der Trägerrakete Atlas durch das Unternehmen Convair.<ref name="wd40history">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 11. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der erste kommerzielle Vertrieb im Einzelhandel erfolgte 1958 in San Diego. Das Produkt besteht zum größten Teil aus Testbenzin und Mineralöl.
Produkt[Bearbeiten]
Geschichte[Bearbeiten]
Das Produkt wurde 1953 vom Ingenieur, Erfinder und Unternehmer Iver Norman Lawson (1892–1967)<ref>Iris H. W. Engstrand: WD-40, San Diego’s Marketing Miracle (PDF; 891 kB)</ref> als Mittel für Wasserverdrängung und Korrosionsschutz entwickelt. Die Bezeichnung WD-40 steht für „Vorlage:Str trim“<ref name="wd40history" /> (deutsch „Wasserverdrängung, 40. Rezeptur“). Ein Freund von der US Navy hatte Lawson nach einem Korrosionsschutzmittel gefragt. Lawson entwickelte das Produkt in seinem Privatlabor in San Diego und verkaufte es für 500 Dollar an die Rocket Chemical Company (deren Chef Norman B. Larsen wurde fälschlicherweise manchmal als Erfinder bezeichnet). Das Produkt wurde zunächst in der Raketenindustrie vermarktet. Als die Firmenleitung sah, dass Angestellte das Produkt insgeheim mit nach Hause nahmen, begann 1958 die Vermarktung im Einzelhandel. In den 1960er Jahren wurde es durch die Verwendung als Waffenreinigungsmittel im Vietnamkrieg weiter bekannt.
Die WD-40 Company bietet eine Reihe von Reinigungs- und Schmiermitteln an.
Zusammensetzung[Bearbeiten]
Die Zusammensetzung unterscheidet sich laut den jeweiligen Sicherheitsdatenblättern.
Deutschland:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. März 2019.</ref>
- 60–80 % Kohlenwasserstoffe C9 - C11 (n-Alkane, iso-Alkane, Cycloalkane), < 2 % Aromaten
- 1–5 % Kohlendioxid (Treibgas, nicht im Großgebinde enthalten)
USA:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 45–50 % Aliphatic Hydrocarbon CAS-Nummer: Vorlage:CASRN (Aliphatische Kohlenwasserstoffe)
- < 25 % Petroleum Base Oil CAS-Nummer: Vorlage:CASRN, Vorlage:CASRN, Vorlage:CASRN, Vorlage:CASRN, Vorlage:CASRN (unterschiedlich behandeltes Petroleum)
- 12–18 % LVP Aliphatic Hydrocarbon CAS-Nummer: Vorlage:CASRN (Mischung aus aliphatischen Kohlenwasserstoffen C9-C16)
- 2–3 % Carbon Dioxide (Kohlendioxid)
- < 10 % Non-Hazardous Ingredients Mixture (Mischung aus unbedenklichen Substanzen)
Einsatz[Bearbeiten]
Haupteinsatzgebiete sind Reinigung, Wasserverdrängung und Korrosionsschutz bei Metallen und elektrischen Geräten in Service, Werkstatt und Haushalt. In Werkstätten wird es auch gerne verwendet, um festgerostete Schraubverbindungen zu lösen; dazu muss es aber manchmal bis zu einigen Stunden einwirken, um den Rost zu unterkriechen. Die Schmierwirkung von WD-40 ist dagegen relativ gering, jedoch ausreichend für quietschende Scharniere. Auch zur Waffenreinigung wird WD-40 neben Ballistol häufig verwendet.
Nicht geeignet ist es aufgrund seiner mangelnden Schmierwirkung zur Schmierung von Gewindespindeln, Fahrradketten oder Schlössern. Zudem greift die rostlösende Wirkung die Federn in Schlössern an.
WD-40 besteht aus gereinigten Kohlenwasserstoffen und mineralölbasierten Schmierkomponenten, die die Schmier- und Korrosionsschutzwirkung verbessern. Das Produkt wird überwiegend als Aerosolspray vertrieben. Ein im deutschsprachigen Raum bekanntes Konkurrenzprodukt ist Caramba.
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Website der WD-40 Company
- Website der WD-40 Company Deutschland
- WD-40 issues 1950s style collector’s can. Artikel der „Washington Post“
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />