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Wachsblumen (Cerinthe)

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Wachsblumen
Datei:Cerinthe major.jpg

Große Wachsblume (Cerinthe major)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Unterfamilie: Boraginoideae
Gattung: Wachsblumen
Wissenschaftlicher Name
Cerinthe
L.

Die Pflanzengattung der Wachsblumen (Cerinthe) gehört zur Familie der Raublatt- oder Borretschgewächse (Boraginaceae). Die etwa zehn Arten sind vor allem im Mittelmeerraum und Mitteleuropa verbreitet. Sorten weniger Arten werden als Zierpflanzen verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cerinthe minor Sturm11.jpg
Illustration der Kleinen Wachsblume (Cerinthe minor) aus Sturm
Datei:Cerinthe glabra Sturm12.jpg
Illustration der Kahlen Wachsblume (Cerinthe glabra) aus Sturm
Datei:Cerinthe minor (subsp. minor) sl11.jpg
Klausenfrucht der Kleinen Wachsblume (Cerinthe minor subsp. minor)

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Cerinthe-Arten wachsen als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen.<ref name="FloraEuropaea1972" /> Die vegetativen Pflanzenteile sind, anders als für die Familie typisch, kahl bis fast kahl<ref name="Selvi2009" />. Die wechselständig an den Stängeln angeordneten Laubblätter sind einfach und ganzrandig; oft sind sie blaugrün, bei manchen Arten mit weißen Warzen;<ref name="FloraEuropaea1972" /> bei einigen Arten sind sie pfeilförmig stängelumfassend.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

In endständigen, zymösen, oft verzweigten Blütenständen stehen mehrere Blüten zusammen. Es sind Tragblätter vorhanden.<ref name="FloraEuropaea1972" /> Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf freien oder bis zur Hälfte ihrer Länge verwachsenen Kelchblätter sind ungleich und auf unterschiedlichen Höhen inseriert.<ref name="Selvi2009" /> Die fünf Kronblätter sind auf mindestens der Hälfte ihrer Länge<ref name="FloraEuropaea1972" /> zu einer zylindrischen Kronröhre verwachsen.<ref name="Selvi2009" /> Die fünf Kronlappen sind je nach Art aufrecht bis zurückgekrümmt.<ref name="FloraEuropaea1972" /> Die Kronblätter sind gelb und meist, besonders an ihrer Basis, purpurfarben bis rot getönt;<ref name="FloraEuropaea1972" /> es gibt purpurfarbene Sorten. Auf den Kronblättern sind keine Schuppen vorhanden (Unterscheidung zu nahe verwandten Gattungen).<ref name="FloraEuropaea1972" /> Die fünf Staubblätter<ref name="Selvi2009" /> überragen die Blütenkrone nicht. Die Staubfäden sind auf der halben Höhe der Kronblätter inseriert.<ref name="FloraEuropaea1972" /> Die zwei Fruchtblätter besitzen jeweils nur zwei Samenanlagen.<ref name="Selvi2009" /> Der Griffel überragt meist die Blütenkrone und endet in einer kopfigen oder ausgerandeten Narbe.<ref name="FloraEuropaea1972" />

Früchte[Bearbeiten]

Anders als bei der Familie typisch mit vier Teilfrüchten, zerfällt die Spaltfrucht bei dieser Gattung nur in zwei Teilfrüchte, die jeweils aus zwei verwachsenen, einsamigen Nüsschen bestehen.<ref name="Selvi2009" /> Die zwei verwachsenen Nüsschen sind im Umriss eiförmig, dunkel-braun bis schwarz, glatt, kurz geschnäbelt und an ihrer Basis flach.<ref name="FloraEuropaea1972" />

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Je nach Sektion ist die Chromosomengrundzahl x = 8 oder 9. Bei allen Arten liegt Diploidie vor, also je nach Sektion eine Chromosomenzahl von 2n = 16 oder 2n = 18.<ref name="Selvi2009" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Cerinthe gymnandra 20100321a.jpg
Cerinthe gymnandra
Datei:Cerinthe palaestina (9).jpg
Cerinthe palaestina

Die Gattung Cerinthe wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 137<ref name="Linné1753" /> aufgestellt. Als Lectotypusart wurde 1929 Cerinthe major Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. durch Albert Spear Hitchcock in Nomenclature: Proposals by British Botanists. London, S. 128 festgelegt.<ref name="Tropicos" />

Die Gattung Cerinthe gehört zur Tribus Lithospermeae in der Unterfamilie Boraginoideae innerhalb der Familie Boraginaceae.<ref name="GRIN" /><ref name="Selvi2009" /> Die Gattung Cerinthe wird in zwei Sektionen gegliedert: Cerinthe sect. Cerinthe und Cerinthe sect. Ceranthe.<ref name="Selvi2009" />

Das Verbreitungsgebiet der sechs bis zehn Arten erstreckt sich von Mittel-, Süd- und Osteuropa bis nach Nordafrika und Westasien. In Deutschland sind nur die Kleine Wachsblume und die Alpen-Wachsblume heimisch.

Es gibt sechs bis zehn Cerinthe-Arten:<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />

Datei:Cerinthe major.JPG
Die Sorte Cerinthe major ‘Purpurascens’

Nutzung[Bearbeiten]

Sorten weniger Arten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten der gemäßigten Gebiete verwendet. Beispiele sind Kahle Wachsblume (Cerinthe glabra) und Große Wachsblume (Cerinthe major); von letzterer gibt es beispielsweise die Sorte ‘Purpurascens’.<ref name="Botanica2003" /> Cerinthe-Arten gelten als Bienenweide.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Radovan Domac: Cerinthe. In:
  • Federico Selvi, Lorenzo Cecchi, Andrea Coppi: Phylogeny, karyotype evolution and taxonomy of Cerinthe L. (Boraginaceae). In: Taxon, Volume 58, Issue 4, 2009, S. 1307–1325. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Cerinthe bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraEuropaea1972"> Radovan Domac: Cerinthe. In: </ref> <ref name="Euro+Med"> B. Valdés, E. von Raab-Straube, 2011+: Boraginaceae. Datenblatt Cerinthe In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Linné1753"> Linné 1753 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Selvi2009"> Federico Selvi, Lorenzo Cecchi, Andrea Coppi: Phylogeny, karyotype evolution and taxonomy of Cerinthe L. (Boraginaceae). In: Taxon, Volume 58, Issue 4, 2009, S. 1307–1325. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) </ref> <ref name="Botanica2003"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 213. </ref> <ref name="Schönfelder2008"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 138. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Wachsblumen (Cerinthe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Wachsblume – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen