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Wachsend kontextsensitive Sprache

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Wachsend kontextsensitive Sprachen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), abgekürzt: GCSL) sind ein Begriff aus der Theorie der Formalen Sprachen, einem Teilgebiet der Theoretischen Informatik. Eine wachsend kontextsensitive Sprache wird mit formalen Grammatiken definiert, deren Regeln die folgende Eigenschaft haben: Die rechte Seite ist stets länger als die linke. Die Sprachklasse wurde 1986 definiert.<ref>E. Dahlhaus und M. K. Warmuth: Membership for growing context-sensitive grammars is polynomial. In: Journal of Computer and System Sciences. Band 33, S. 456–472, 1986.</ref>

Diese Sprachklasse hat in der Theorie folgende Bedeutung: Sie stellt eine echte Erweiterung der Klasse der kontextfreien Sprachen dar, bleibt aber eine Teilklasse von P. Robert McNaughton würdigte diese Klasse einmal als fehlende Sprachklasse in der Chomsky-Hierarchie.<ref>Robert McNaughton: An Insertion into the Chomsky Hierarchy?. In: Jewels are Forever, Contributions on Theoretical Computer Science in Honor of Arto Salomaa. S. 204–212, 1999</ref>

2002 zeigten Gundula Niemann und Jens Woinowski, dass GCSL mit der Klasse der azyklischen kontextsensitiven Sprachen übereinstimmt.<ref>Gundula Niemann, Jens R. Woinowski: The Growing Context-Sensitive Languages Are the Acyclic Context-Sensitive Languages. In: Developments in Language Theory. Lecture Notes in Computer Science, Band 2295, Seite 197–205, 2002, doi:10.1007/3-540-46011-X_16</ref>

Analog zu den deterministisch kontextfreien Sprachen werden auch die deterministisch wachsend kontextsensitiven Sprachen definiert: Die deterministische Variante des charakterisierenden Automaten wird hier als Definition gewählt. Hier ist bekannt, dass diese Klasse mit den Church-Rosser-Sprachen übereinstimmt.

Definitionen[Bearbeiten]

  1. Eine Grammatik <math>G = (\Sigma,T,S,P)</math> heißt streng monotone Grammatik, wenn Folgendes gilt:
    • Alle Regeln aus <math>P</math> haben folgende Gestalt:
      • Das Nichtterminal <math>S</math> taucht nur auf der linken Seite von Regeln in <math>P</math> auf
      • Wenn <math>(\alpha \rightarrow \beta) \in P</math> ist (also eine Regel von <math>G</math>) und <math>\alpha\not=S</math>, dann gilt: <math>|\alpha|<|\beta|</math>
  2. Streng monotone Grammatiken heißen auch wachsend kontextsensitiv.
  3. Die Klasse der Sprachen, die von wachsend kontextsensitiven Grammatiken erzeugt werden, ist die Klasse der wachsend kontextsensitiven Sprachen.

Alternative Charakterisierungen[Bearbeiten]

GCSL lässt sich auf verschiedene Arten beschreiben:

  • durch quasi streng monotone Grammatiken
  • durch schrumpfende Zweikellerautomaten (sTPDA)
  • durch azyklisch kontextsensitive Grammatiken

Alle Sprachen, die von einem deterministischen schrumpfenden Zweikellerautomaten akzeptiert werden, heißen deterministisch wachsend kontextsensitiv.

Eigenschaften[Bearbeiten]

GCSL werden hier verglichen mit

Echte Inklusionen:

  • CFL ⊊ GCSL ⊊ CSL
  • DCFL ⊊ DGCSL ⊊ DCSL
  • DGCSL ⊊ GCSL

GCSL ist abgeschlossen unter

GCSL ist nicht abgeschlossen unter

Quellen[Bearbeiten]

<references />

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Buntrock und Krzysztof Lorys: On Growing Context-Sensitive Languages. In: Proceedings of the 19th International Colloquium on Automata, Languages and Programming. S. 77–88, 1992.
  • Gundula Niemann: Church-Rosser Languages and Related Classes. Dissertation, Univ. Kassel, ISBN 3-89958-002-8, 2002.

Weblinks[Bearbeiten]