Walter Frese
Walter Frese (* 1872; † 14. Januar 1949)<ref>„Mitten aus der Arbeit heraus erlag am 14. Januar 1949 Herr Architekt Walter Frese kurz vor Vollendung seines 77. Lebensjahres bei einem Geschäftsgang einem Herzschlag.“
In: Kältetechnik-Klimatisierung, Zeitschrift für das gesamte Gebiet der Kälteerzeugung, Kälteanwendung und Klimatisierung, Jahrgang 1949, Heft 2 (Februar), S. 48. (eingeschränkte Vorschau bei Google Bücher)</ref> war ein deutscher Architekt, der als Spezialist für Schlachthofanlagen auf dem Gebiet der Industriearchitektur hervortrat.
Frese war seit 1899 in Düren als „bauleitender Architekt“ angestellt. Nachdem er dort mit großem Erfolg einen ersten Schlachthof errichtet hatte, machte er sich mit einem Architekturbüro in Düren selbstständig. Es entstanden weitere Schlachthöfe in Eschweiler, Stolberg, Würselen und Erkelenz, sowie andere Industriebauten.
Später betrieb Frese ein Technisches Büro für die Projektierung und den Bau von Schlacht- und Viehhofanlagen in Bonn und nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin-Charlottenburg. In den 1930er Jahren gehörte Frese einem Fachgremium an, das Städte und Gemeinden in Deutschland und Österreich bezüglich der Hygiene und Sicherheit bei der Errichtung und späteren Kontrolle von Schlachthäusern und Lebensmittelfabriken beriet. Zuletzt wurde er als Experte von internationalem Rang für die Integration von Kühltechnik in Bauwerke auch für Projekte in Istanbul, Zagreb, Sofia und im besetzten Polen herangezogen. Er war Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA) und der Berliner Akademie der Künste.
Bis Mitte der 1940er Jahre entstanden über 70 qualitätvolle Baukomplexe, die stilistisch vom Historismus über den Jugendstil und den Backsteinexpressionismus bis hin zum Neuen Bauen reichen.
Bauten[Bearbeiten]
- 1901: Schlachthof in Düren<ref>Dürener Schlachthof: Ungewöhnlicher Exportschlager, Aachener Zeitung, 21. Januar 2016</ref>
- 1901–1903: Schlachthof in Eupen<ref>Alter Schlachthof Eupen</ref>
- 1902: Schlachthof in Moers<ref>Denkmaltafel 33: Industriedenkmal Schlachthof</ref>
- 1903–1905: Schlachthof in Neuss<ref>Denkmale in der Stadt Neuss Nr. 2/019</ref>
- 1907–1908: Vieh- und Schlachthof der Stadt Gladbeck, Grabenstraße<ref>Ruhrland. (= Deutschlands Städtebau.) Berlin-Halensee 1925.</ref>
- 1908: Schlachthof in Erkelenz
- 1910–1911: Schlachthof der Stadt Hamborn, Schlachthofstraße (nicht erhalten)<ref>Regierungsbezirk Düsseldorf, Teil I. (= Deutschlands Städtebau.) Berlin-Halensee 1926.</ref>
- 1910–1911: Stationsgebäude und Wärterhäuser an der Siebengebirgsbahn und Siegburger Bahn
- 1911: Straßenbahn-Wartehalle der Station Godesberg II
- vor 1913: Schlachthof mit Fleischkühlanlage und Eisfabrik in Bad Godesberg<ref>Bilder aus der deutschen Kälteindustrie</ref>
- 1913–1915: Schlachthof in (Wuppertal-) Elberfeld, Viehhofstraße 125<ref>Eintrag In: Wuppertaler Denkmalliste</ref>
- 1922: Kühlhaus für den Städtischen Schlachthof in Ansbach<ref>Ansbach. (= Deutschlands Städtebau.) 2. Auflage, Berlin-Halensee 1927.</ref>
- 1924: Fleischwarenfabrik der Bölts AG in Oldenburg, Industriestraße (teilweise erhalten und umgenutzt)<ref>Die Fleischwarenwerke der Bölts A.-G. In: Die Landeshauptstadt Oldenburg. (= Deutschlands Städtebau.) Dari-Verlag, Berlin-Halensee 1927.</ref>
- 1927–1929: Schlachthof in Bochum, Freudenbergstraße (teilweise erhalten)<ref>Eintrag bei Ruhr-Bauten</ref>
- vor 1932: Schlachthof in Rostock<ref>Bau, Einrichtung und Betrieb öffentlicher Schlacht- und Viehhöfe. Springer, Berlin 1932.</ref>
- 1936–1939: Schlachthof in Saarbrücken-St. Johann, Straße des 13. Januar 35<ref>Gerhild Krebs: Städtischer Schlachthof, Saarbrücken. (Digitalisat)</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Frese, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt |
| GEBURTSDATUM | 1872 |
| STERBEDATUM | 14. Januar 1949 |
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- Architekt (Deutschland)
- Deutscher
- Geboren 1872
- Gestorben 1949
- Mann