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Walter Kingsford

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Walter Kingsford (* 20. September 1881 in Redhill, England; † 2. Februar 1958 in Hollywood, Kalifornien) war ein britischer Schauspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Der Brite Kingsford arbeitete zunächst in London am Theater und ging später in die Vereinigten Staaten. Wohl auch wegen seiner geringen Größe kaum als Hauptdarsteller eingesetzt, konnte er sich in Nebenrollen zu damaligen Theaterstars wie John Barrymore, Ethel Barrymore und Fay Bainter am Theater profilieren. Zwischen 1912 und 1946 spielte der Charakterdarsteller in fast 40 Produktionen am Broadway. Wie viele andere Bühnenschauspieler kam er erst nach dem Durchbruch des Tonfilmes Ende der 1920er-Jahre dauerhaft zum Film: 1922 soll er seine erste kleine Filmrolle in dem Stummfilm Sherlock Holmes neben John Barrymore gespielt haben. Der erste im Abspann erwähnte Filmauftritt erfolgte aber erst 1934, inzwischen über 50 Jahre alt, in Alexander Halls Jagd nach dem Glück in der Rolle eines Reverends.

Danach stand er für den Rest seines Lebens regelmäßig vor der Kamera, im Laufe seiner Karriere wirkte er in über 110 Filmen und mehr als 30 Fernsehserien. Besonders häufig verkörperte er streng und seriös wirkende Autoritätsfiguren, die oft nicht unbedingt sympathisch waren. Mehrfach spielte er im Laufe seiner Karriere Ärzte, Juristen, Aristokraten, Offiziere, Polizeikommissare und Universitätsdekane. In der populären Dr. Kildare-Filmreihe war er zwischen 1938 und 1945 in insgesamt 15 Filmen als Krankenhausleiter Dr. Walter Carew zu sehen, der zu Arroganz und genau ausgelegter Bürokratie neigt.<ref>Vorlage:AllMovie</ref> Eine weitere Spezialität von Kingsford war die Verkörperung von historischen Persönlichkeiten, so verkörperte er beispielsweise Napoleon III. in gleich zwei Filmen. Weiterhin verkörperte er den ersten US-Präsidenten George Washington, den österreichischen Staatskanzler Prinz Metternich sowie Franz von Papen (in dem Anti-Nazi-Streifen The Hitler Gang). Mit Das Leben des Emile Zola und In 80 Tagen um die Welt trat er in zwei Filmen auf, die den Oscar als Bester Film erhielten.

Gegen Ende seines Lebens war Kingsford regelmäßig im amerikanischen Fernsehen zu sehen, darunter in fünf Folgen von Alfred Hitchcock Presents und in sechs Folgen von Science Fiction Theatre. Er starb 1958 im Alter von 76 Jahren in Hollywood, nachdem er bis in sein Todesjahr als Schauspieler gearbeitet hatte. Kingsford war aus seiner ersten Ehe Vater eines Sohnes, Guy Kingsford (1911–1986), der zeitweise ebenfalls als Schauspieler tätig war. In zweiter Ehe war er von 1928 bis zu ihrem Tod 1950 mit Alison Bradshaw verheiratet.<ref>Walter Kingsford - Biografie. Abgerufen am 1. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Walter Kingsford (1881-1958) – Find a Grave... Abgerufen am 1. Dezember 2024.</ref>

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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