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Warcraft: The Beginning

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Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 124 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Duncan Jones
Drehbuch
Produktion
Musik Ramin Djawadi
Kamera Simon Duggan
Schnitt Paul Hirsch
Besetzung
→ Synchronisation →

Warcraft: The Beginning (Originaltitel: Warcraft, englisch für Kriegshandwerk) ist ein US-amerikanischer Fantasyfilm aus dem Jahr 2016, der auf dem Warcraft-Franchise von Blizzard Entertainment basiert. Die beiden Filmstudios Legendary Pictures und Universal Pictures produzierten den Film in Zusammenarbeit mit Blizzard. Bei dem Film handelt es sich um die erste Realverfilmung eines Blizzard-Spiels.<ref>Markus Fiedler: Warcraft: The Beginning in der Filmkritik – Die Orcs erobern die große Leinwand. In: pcgames.de vom 25. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref> Er erzählt mit einigen Freiheiten die Geschehnisse aus dem allerersten Warcraft-Echtzeit-Strategiespiel Warcraft: Orcs & Humans von 1994<ref name="Redinger">Jochen Redinger: Warcraft: The Beginning – Alle Infos zum Filmstart. In: gamestar.de vom 25. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref> und basiert zudem auf Teilen des Buches World of Warcraft – Der Aufstieg der Horde.<ref name="Rätz">Norbert Rätz: Warcraft The Beginning: Fulminanter Kinostart in Deutschland – Rekordumsatz erwartet! In: buffed.de vom 28. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref>

Regie führte Duncan Jones, der zusammen mit Charles Leavitt das Drehbuch schrieb. Die Hauptrollen im Film übernahmen Travis Fimmel, Paula Patton, Ben Foster, Dominic Cooper, Toby Kebbell, Ben Schnetzer, Robert Kazinsky, Clancy Brown und Daniel Wu.

Der Film kam am 26. Mai 2016 in 2D, 3D und IMAX 3D in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Der Ork Durotan, Häuptling des Frostwolfclans, und seine hochschwangere Frau Draka leben in der Welt von Draenor, der Heimatwelt der Orks und Draenei. Darunter leben grüne Orks, die vom orkischen Hexer Gul’dan mithilfe seiner Fel-Magie, die sich von der Energie lebender Wesen nährt, gestärkt wurden, und braune Orks, die frei von Gul’dans Einfluss sind. Draenor steht kurz vor seinem Ende, und die Orks versuchen, eine neue Heimat für ihre Rasse zu finden. Gul’dan öffnet deshalb mithilfe der Fel-Magie ein Tor zur fruchtbaren Welt von Azeroth, die von einer Vielzahl verschiedener Völker – Menschen, Elfen und Zwerge – seit Jahren im friedlichen Nebeneinander bewohnt wird. Eine Horde der besten Orkkrieger tritt durch das Portal, um auf Azeroth ein neues Tor zu bauen, welches, von Fel-Magie gespeist, dem Rest der Orks auf Draenor den Weg nach Azeroth bahnen kann. Neben Durotan und Draka folgen Gul’dan auch Orgrim, Durotans bester Freund, Schwarzfaust, ein treuer Diener Gul’dans, sowie die Halbork-Frau Garona, die als Übersetzerin für Gul’dan tätig sein soll, durch das Tor nach Azeroth. Draka hat nach dem Transit zwischen den zwei Welten ihre Niederkunft, und Gul’dan nutzt seine Fel-Magie, um das Kind vor dem sicheren Tod zu bewahren.

Die Orks beginnen, Menschendörfer anzugreifen und Gefangene zu nehmen, um ihr Tor mit Energie zu versorgen. Als die ersten Überfälle auf entlegene Außenposten der Menschheit bekannt werden, wird Anduin Lothar, Ritter des Menschenreiches Sturmwind und Schwager des Königs, mit der Untersuchung dieser Vorfälle betraut. Lothar erhält dabei die zunächst unerwünschte Mithilfe des jungen Magiers Khadgar, einstiger Schüler beim Orden der Kirin-Tor, der seine Ausbildung jedoch abbrach, nachdem er die Ankunft des Fel auf Azeroth gespürt hatte. Bei der Untersuchung einer Leiche aus einem der Orküberfälle entdeckt Khadgar Spuren der Fel-Magie an ihr, und zusammen mit Lothar wendet er sich an Medivh, den Wächter von Tirisfal und einen der mächtigsten Magier Azeroths. Nachdem sie Medivh von den Überfällen und der Existenz des Fel berichtet haben, wird der Plan gefasst, einen Ork gefangen zu nehmen und ihn über die Pläne seiner Streitmacht zu verhören. Bei ihrer Suche werden Lothar, Medivh, Khadgar und ihre Eskorte von den Orks angegriffen; indem er eine Spur von Fel-Magie anzapft, kann Medivh jedoch alle Orks, die von der Fel-Magie befallen sind, töten. Durotan, Orgrim und Schwarzfaust können erfolgreich fliehen, während Garona lebendig gefangen genommen wird.

Da König Wrynn und seine Frau Taria Garona Schutz bieten, fasst sie Vertrauen und erzählt ihnen von Gul’dans Plänen. Sie führt Lothar und Khadgar zum Lager der Orks, wo der Bau des Portals für Nachschub bereits im vollen Gange ist. Lothar begibt sich sofort zurück nach Sturmwind, um den König und dessen Verbündete vor der drohenden Gefahr zu warnen. Bevor Garona und Khadgar sich danach auch zurückziehen können, werden sie von Durotan abgefangen, der ihnen ein Bündnis mit dem Frostwolfclan vorschlägt, um Gul’dans Plan aufzuhalten, da Durotan die finstere Natur von Gul’dan und die Gefahr, die die Fel-Magie für seine Familie und die Orks darstellt, erkannt hat. Die Menschen lassen sich auf eine Verhandlung mit Durotans Clan ein, doch beide Gruppen werden von Gul’dans Gefolgsleuten angegriffen, die unter der Anweisung von Orgrim einen Hinterhalt vorbereitet haben. Medivh kann mit einem magischen Bannwall den Rückzug des Königs, Lothars und Garonas gewährleisten, doch Lothars Sohn Callan wird versehentlich durch den Wall vom Rest der Abordnung getrennt und von Schwarzfaust vor den Augen seines Vaters getötet.

Nun von der Gefahr überzeugt, der sie gegenüberstehen, aber nicht in der Lage, die anderen Völker Azeroths zu einer Kriegsallianz zu vereinen, sieht Wrynn keine andere Wahl, als auf Durotans Vorschlag einzugehen, und beginnt eine Expedition zu organisieren, welche die Befreiung der Gefangenen der Orks zum Ziel hat. Indessen stellt Khadgar Nachforschungen über das Portal an, muss aber zu seinem Schrecken feststellen, dass auch Medivh von der Fel-Magie besessen ist und die Orks nach Azeroth geholt hat. Medivh gibt Wrynn die falsche Hoffnung, dass der Frostwolfclan sich zum Kampf an ihrer Seite bereit gemacht hat, und lässt Lothar, den der Verlust Callans in eine tiefe Krise gestürzt hat, inhaftieren. Auf der Suche nach Hilfe kehrt Khadgar zu den Kirin-Tor zurück und wird dort von Alodi kontaktiert, der legendären ersten Wächterin von Tirisfal, die ihn dazu ermutigt, auf seine Fähigkeiten und seine Freunde zu vertrauen. Indessen wird bei den Orks der gesamte Frostwolfclan als Verräter an der Horde denunziert, doch Orgrim, der den Verrat an seinem Freund bereut, verhilft Draka und ihrem Sohn Go’el zur Flucht. Danach befreit er Durotan, der Gul’dan zu einem Mak’gora (einem ehrenvollen Duell auf Leben und Tod) herausfordert. Gul’dan setzt jedoch Fel-Magie ein, um Durotan zu töten. Draka wird währenddessen von einem von Gul’dans Orks gestellt und getötet, kann aber Go’el vorher noch in einem Weidenkorb in einem Fluss aussetzen. Khadgar kehrt nach Sturmwind zurück, befreit Lothar aus dem Gefängnis und zusammen machen sie sich auf, um Medivh aufzuhalten.

Als Wrynn zusammen mit Garona und seiner Menschenarmee am Orklager ankommen, finden sie dort die gekreuzigten Leichen der Frostwolf-Orks und eine überwältigende Übermacht ihrer Feinde vor. Währenddessen setzt der korrumpierte Wächter die Kraft der Fel-Magie ein, um das Tor zwischen Draenor und Azeroth zu öffnen, und verwandelt sich dabei nach und nach in ein Abbild der dämonischen Macht, die hinter der Fel-Magie steckt. Um Lothar und Khadgar zu töten, aktiviert Medivh einen Golem, an dem er vor seiner Korruption noch gearbeitet hat, doch die beiden Gefährten können den Wächter überlisten und Medivh das Fel entziehen. Wrynns Armee stößt zu den Gefangenen vor, kann diese befreien und durch das Portal schicken, das der sterbende Medivh als letzte Sühne reaktiviert, um ihnen einen Weg zurück nach Sturmwind zu öffnen. Als Medivh jedoch schließlich stirbt, kollabiert das Portal und schneidet Wrynns Armee den Rückzug ab. Von allen Seiten umzingelt und den Tod vor Augen, befiehlt Wrynn der widerwilligen Garona, ihn zu töten und damit zur Heldin unter den Orks zu werden, so dass sie von ihrer Seite aus auf eine friedliche Lösung zwischen Menschen und Orks hinarbeiten kann. Kurz danach erscheint Lothar auf dem Schlachtfeld und wird von Schwarzfaust, welcher durch Gul’dans Fel gestärkt wurde, zu einem Mak’gora herausgefordert. Lothar kann jedoch Schwarzfaust töten. Gul’dan will Lothars Sieg nicht akzeptieren, Garona erinnert ihn jedoch an die Regeln des Mak’gora, und die Orks lassen Lothar unbehelligt mit König Wrynns Leiche abziehen.

Wieder zurück in Sturmwind findet Lothar Garonas Dolch an Wrynns Leiche, missversteht das Indiz und glaubt, sie habe den König verraten. Durch Wrynns Tod wurden aber auch die anderen Völker Azeroths gegen die Horde geeint, und Lothar wird zum obersten Kommandanten der neuen alliierten Streitmacht ernannt. Orgrim verlässt währenddessen die Orkhorde, um Go’el zu suchen und die Erinnerung an seinen tapferen Vater an ihn weiterzugeben, und Go’el wird von ein paar Menschen aus dem Fluss gefischt.

Produktion[Bearbeiten]

Entstehung und Stab[Bearbeiten]

In einer Pressemitteilung vom 6. Mai 2006 wurden erstmals Pläne zur Zusammenarbeit von Blizzard Entertainment mit Legendary Pictures für einen Warcraft-Film bekannt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Blizzard Entertainment and Legendary Pictures to produce live-action Warcraft movie (Memento vom 25. November 2007 im Internet Archive). Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> Auf der BlizzCon 2008 bestätigte Mike Morhaime, dass das Drehbuch bereits fertiggestellt wurde.<ref>Alex Billington: World of Warcraft Movie Still on the Horizon? In: firstshowing.net vom 15. Oktober 2008. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> Am 22. Juli 2009 wurde bekannt, dass Sam Raimi, der vor allem durch die Spider-Man-Trilogie bekannt geworden war, als Regisseur des Films verpflichtet wurde. Raimi kündigte am 12. Oktober 2009 an, dass Robert Rodat ein neues Drehbuch, das auf die Geschichte der Allianz konzentriert war, für den laut damaliger Planung im Jahr 2011 veröffentlichten Film schreiben werde.<ref>Medievaldragon: Sam Raimi Announces Robert Rodat as Warcraft Film writer In: blizzplanet.com vom 12. Oktober 2009. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> Am 13. Juli 2012 kündigte Sam Raimi an, dass er nicht mehr als Regisseur fungieren würde, nachdem er die Regie von Die fantastische Welt von Oz übernommen habe.<ref>Rae Grimm: Kein Warcraft-Film für Sam Raimi In: ign.com vom 18. Juli 2012. Abgerufen am 11. Dezember 2015.</ref> In einem späteren Interview erklärte er, dass Robert Rodat an dem Drehbuch gearbeitet hatte und dieses von Legendary Pictures akzeptiert wurde, aber Blizzard Entertainment ein vertragliches Veto nutzte, da das Unternehmen die Perspektiven der Horde und der Allianz erzählen wollte.<ref>Kyle Buchanan: Sam Raimi on Oz, The Avengers, and Two Huge Movies He Never Made In: vulture.com vom 5. März 2013. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref>

Am 2. August 2012 wurde bekannt, dass Charles Leavitt ein neues Drehbuch schreiben werde.<ref>Max Nicholson: K-PAX Scribe to Pen World of WarcraftIn: ign.com vom 2. August 2012. Abgerufen am 12. Dezember 2015. (englisch)</ref> Am 30. Januar 2013 wurde bekannt, dass Duncan Jones die Regie übernehmen werde. Zusätzlich werde er das Drehbuch mitschreiben.<ref>Borys Kit: Warcraft Movie Lands Source Code Director In: hollywoodreporter.com vom 30. Januar 2013. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> Jones hatte zuvor mit seinem Regie-Debüt Moon den BAFTA als bester Newcomer<ref>BAFTA: Film Awards Winners in 2010. In: bafta.org vom 21. Februar 2010. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> sowie mehrere andere Auszeichnungen<ref>Sitges Film Festival Awards Winners In: sitgesfilmfestival.com vom 11. Oktober 2009. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> erhalten und mit seinem zweiten Film Source Code die Kritiker überzeugen können. Beide Filme halten eine sehr gute Rotten-Tomatoes-Rezension.<ref name="RottenTomatoes2">Source Code. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 28. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Moon. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 28. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auf der PAX East am 23. April 2016 erklärte Jones, dass es vor allem die Orks waren, die ihn dazu gebracht haben, die Regie übernehmen zu wollen. Jones hatte nämlich einen Blick auf das Drehbuch geworfen, als Sam Raimi das Projekt noch betreute. Der sah allerdings die Orks ausschließlich als Bösewichte für die Handlung an, was Jones unpassend fand und Blizzard deswegen ein eigenes Skript vorlegte, dass die Orks und Menschen sowohl gut als auch böse darstellt.<ref>Janna Tillmann: Warcraft-Regisseur erklärt größten Fehler von Sam Raimis Fassung In: Moviepilot vom 25. April 2016. Abgerufen am 25. April 2016.</ref>

“They have just this amazing thing they created and we want to treat it with as much respect as we can.”

„Sie (Blizzard) haben diese erstaunliche Sache (Warcraft), die sie geschaffen haben, und wir werden damit mit viel Respekt umgehen.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Duncan Jones: Über die Ankündigung, dass er die Regie übernehmen werde<ref name="bostinno1">Dylan Martin: David Bowie’s Son Was in Boston to Talk About the New Warcraft Movie In: bostinno.streetwise.co vom 23. April 2016. Abgerufen am 25. April 2016. (englisch)</ref>

“When I made my pitch, everyone was so relieved.”

„Als ich meine Idee präsentierte, war jeder so erleichtert.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Duncan Jones: Über seine Änderung des Drehbuchs<ref name="bostinno1" />

Warcraft, dessen Produktionskosten 160 Millionen US-Dollar betragen,<ref>Pamela McClintock: Summer Box-Office Guide to ‘Suicide Squad,’ Safe Bets and Potential Misfires In: hollywoodreporter.com vom 18. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016. (englisch)</ref> ist Jones’ erster Fantasyfilm.<ref>Simon Parkin: Duncan Jones: Warcraft will right the wrongs of game movies In: theguardian.com vom 6. November 2015. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> The Hollywood Reporter berichtete im September 2015, dass Produzenten von Legendary Pictures und Universal Pictures Warcraft als einen „Problemfilm“ bezeichneten. Grund dafür ist das hohe Budget und die Angst, dass der Film keinen Erfolg haben wird. Jones widersprach dem.<ref>Dan Auty: Warcraft Movie PAX East Panel In: gamespot.com vom 17. September 2015. Abgerufen am 25. April 2016. (englisch)</ref> Laut eigener Aussage sollen die Fans der Computerspielreihe im Film Elemente wiederentdecken, die sie selbst aus dem Spiel kennen.<ref>Mathias Ottmann: Warcraft: Regisseur Duncan Jones über den größten Film seiner Karriere In: web.de vom 9. November 2015. Abgerufen am 11. Dezember 2015.</ref> Laut Jones werden sich Warcraft-Fans im Film wie zu Hause fühlen.<ref>Warcraft Movie PAX East Panel In: mmo-champion.com vom 25. April 2016. Abgerufen am 25. April 2016. (englisch)</ref> Der Film erzählt mit einigen Freiheiten die Geschehnisse aus dem allerersten Warcraft-Echtzeit-Strategiespiel Warcraft: Orcs & Humans von 1994<ref name="Redinger" /> und basiert zudem auf Teilen des Romans World of Warcraft – Der Aufstieg der Horde (Originaltitel World of Warcraft – Rise of the Horde) von Christie Golden, der 2007 in deutscher Sprache im Panini-Verlag erschien und die Vorgeschichte des Zusammenlebens von Draenei und Orks auf Draenor erzählt.<ref>Tim Slagman: ‘Warcraft’. Von Menschen und Orks In: Neue Zürcher Zeitung vom 25. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref> So können auch Kinogänger angesprochen werden, die die Hintergrundhandlung der Spiele nicht kennen und nach Azeroth mitgenommen werden wollen.<ref>Sebastian Klix: Warcraft-Film – Regisseur Duncan Jones über Handlung und Produktion In: gamestar.de vom 10. November 2013. Abgerufen am 12. Dezember 2015.</ref>

“Es geht nämlich nicht darum, einfach aus einem Spiel einen Film zu machen. Es geht darum, die Elemente des Spiels zu finden, die dazu führten, dass man es gern hatte, und einen Weg zu finden, das alles in ein komplett anderes Medium – die lineare Erzählweise des Films – zu übertragen. Wenn du etwas findest, das essenziell, menschlich und einer Erzählung wert ist, und dazu die richtigen Charaktere, die einen durch die Geschichte führen, dann wird diese Story funktionieren.”

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Duncan Jones: Über die besonderen Herausforderungen, die sich bei der Adaption der Spielevorlage ergaben<ref>Duncan Jones im Gespräch mit Veronika Maucher: Warcraft: The Beginning – Duncan Jones: ‘Das ist es, was den Film anders macht’ In: buffed.de vom 21. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref>

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Die Rolle von Anduin Lothar, dem Anführer der Allianz, wurde im Oktober 2013 mit Travis Fimmel besetzt.<ref>Mike Fleming Jr: Paul Dano, Travis Fimmel, Anson Mount, Anton Yelchin On ‘Warcraft’ Short List In: deadline.com vom 23. September 2013. Abgerufen am 12. Dezember 2015. (englisch)</ref> Der Schauspieler hatte nach eigenen Aussagen zuvor nie von Warcraft gehört und räumte ein: „Um ehrlich zu sein, hatte ich keine Ahnung, worauf ich mich einließ.“<ref>Travis Amores: Travis Fimmel had never heard of Warcraft before signing on to play Lothar In: gamezone.com vom 11. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016. (englisch)</ref> Der Protagonist der Horde, Durotan, wurde im Dezember 2013 mit Toby Kebbell besetzt.<ref>Justin Kroll: Ben Foster, Toby Kebbell, Rob Kazinsky Join ‘Warcraft’ for Legendary. In: variety.com vom 4. Dezember 2013. Abgerufen am 12. Dezember 2015. (englisch)</ref> Zusätzlich wurde im gleichen Monat die Besetzung von Ben Foster, Paula Patton, Dominic Cooper und Robert Kazinsky angekündigt.<ref>Legendary Pictures: Cast reveal: Ben Foster, Travis Fimmel, Paula Patton, Toby Kebbell & Rob Kazinsky. In: twitter.com vom 4. Dezember 2013. Abgerufen am 12. Dezember 2015. (englisch)</ref> Im Dezember 2013 stießen auch Daniel Wu und Clancy Brown zur Crew.<ref>Legendary Pictures: Daniel Wu & Clancy Brown to join the cast. In: twitter.com vom 18. Dezember 2013. Abgerufen am 20. Mai 2016. (englisch)</ref><ref>Jen Yamato: Daniel Wu, Clancy Brown Join Big Screen World Of ‘Warcraft’. In: deadline.com vom 18. Dezember 2013. Abgerufen am 20. Mai 2016. (englisch)</ref> Anfang März 2014 stieß der Nachwuchsschauspieler Burkely Duffield zur Crew. Während einer Präsentation im Rahmen der BlizzCon 2014 wurde eine Reihe weiterer Schauspieler bekannt gegeben, die kleinere Rollen im Film übernehmen werden.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Warcraft Hollywood Film 2016 (Memento vom 12. Februar 2016 im Internet Archive) In: freehollybolly.com. Abgerufen am 12. Februar 2016.</ref>

Die meisten Schauspieler erhielten größtenteils neue deutsche Stimmen. Dominic Cooper wird von seiner Stammstimme Robin Kahnmeyer gesprochen, so wie Travis Fimmel von Björn Schalla synchronisiert wird, wie in der Fernsehserie Vikings als Ragnar Lothbrok.<ref>Dominic Cooper. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 25. Mai 2016.</ref><ref>Travis Fimmel. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 25. Mai 2016.</ref> Zudem wurden die YouTuber von ApeCrime (Cengiz Dogrul, Andre Schiebler und Jan-Christoph Meyer) als Synchronsprecher verpflichtet. Sie sprachen im Film jeweils einen Menschen und einen Ork, wie Universal bekanntgab.<ref>Björn Becher: ‘Warcraft: The Beginning’: YouTube-Stars ApeCrime als Synchronsprecher in der deutschen Version. In: filmstarts.de vom 24. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref>

Rolle Darsteller/Originalsprecher Synchronsprecher<ref name="Redinger" />
Anduin Lothar Travis Fimmel Björn Schalla
Garona Paula Patton Vera Teltz
Medivh Ben Foster Marcel Collé
Llane Wrynn Dominic Cooper Robin Kahnmeyer
Durotan Toby Kebbell Alexander Doering
Khadgar Ben Schnetzer Julius Jellinek
Orgrim Robert Kazinsky Tommy Morgenstern
Schwarzfaust Clancy Brown Tilo Schmitz
Gul’dan Daniel Wu Martin Keßler

Dreharbeiten und Nachbearbeitung[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Vancouver statt,<ref>Germain Lussier: Jones’ ‘Warcraft’ Has Wrapped Production. In: slashfilm.com vom 23. Mai 2014. Abgerufen am 20. Mai 2016. (englisch)</ref> begannen am 13. Januar 2014 und endeten am 23. Mai 2014.<ref>Duncan Jones: Final day on Warcraft now. In: twitter.com vom 23. Mai 2014. Abgerufen am 12. Dezember 2015. (englisch)</ref><ref>Jordan Zakarin: Duncan Jones’ Big Screen Warcraft Adaptation Finally Wraps Production. In: thewrap.com vom 23. Mai 2014. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> Auch die Schauspieler, die in die Rollen von Orks schlüpften, waren bei den Dreharbeiten anwesend und standen dabei neben den Schauspielern vor der Kamera. Allerdings wurden die Figuren, die sie spielten, in einer Nachbearbeitung durch CGI animiert. So wurde auch Durotan, wie jedes andere Mitglied der Orkhorde, vollständig computergeneriert. Kebbell musste hierfür während der Dreharbeiten einen Anzug tragen, auf dem Markierungspunkte angebracht waren, und seine Bewegungen und seine Mimik wurden hierbei mittels des Motion-Capture-Verfahrens gescannt und später nachbearbeitet.<ref>Richard Trenholm: Cutting-edge CGI is bringing back acting, says ‘Warcraft’ star. In: cnet.com, 29. Mai 2016.</ref> Dass die Figuren dennoch menschliche Züge tragen, zeigt sich gleich zu Beginn des Films in einer Szene, in der ein Ork Tränen vergießt.<ref>Martin Beck: Warcraft: The Beginning – Filmkritik: Why so serious? In: gamona.de, 26. Mai 2016.</ref> Kritiker beschrieben die einfühlsame Großaufnahme der orkischen Augenpartie später als überzeugend, und diese hauchte der Figur genug Leben ein, um ihre Künstlichkeit vergessen zu lassen<ref>Johannes Hahn: Kritik zu Warcraft: The Beginning – Volles Pfund Fantasy. In: robots-and-dragons.de, 25. Mai 2016.</ref> und die emotionale Erzählweise des Films glaubwürdig zu machen.<ref name="GigaHeidemann">Tobias Heidemann: Warcraft The Beginning – Filmkritik: Von wegen Fantasy-Fail des Jahres!. In: giga.de, 25. Mai 2016.</ref> Andere Kritiker äußerten sich später über den Einsatz der CGI, dieser habe sich trotz des großen Aufwandes nicht wirklich gelohnt,<ref name="Berkshire">Geoff Berkshire: Film Review: ‘Warcraft’. In: Variety, 24. Mai 2016.</ref> und in Kombination mit den Live-Action-Elementen des Films führe diese dazu, dass sich dieser leblos anfühle und sich der Zuschauer zu sehr vom Film distanziere.<ref>Steve Rose: Warcraft: The Beginning review – end already nigh for gaming franchise. In: The Guardian, 25. Mai 2016.</ref>

Neben Helen Jarvis und Rod McLean, die die Dreharbeiten begleiteten und die Nachbearbeitung des Films als Artdirectoren verantworteten,<ref name="Berkshire" /> war Ken Murano an der Schnittstelle zwischen den Dreharbeiten, der Nachbearbeitung und den visuellen Effekten als Motion Capture Technical Supervisor zuständig. Hierbei wurde das am Computer entstandene Bildmaterial mit den echten Filmaufnahmen verbunden. Die durch CGI umgesetzten visuellen Effekte<ref>Dirk Libbey: The One Warcraft Scene The Motion-Capture Actors Couldn’t Pull Off, And Why. In: cinemablend.com. Abgerufen am 1. Juni 2016.</ref> wurden von Industrial Light & Magic mit Leitung des Filmtechnikers Bill Westenhofer, der für Der Goldene Kompass und Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger einen Oscar für die besten visuellen Effekte erhielt, verwirklicht.<ref>Carolyn Giardina: ‘Life of Pi’ VFX Supervisor on Board for ‘Warcraft’ Movie. In: hollywoodreporter.com vom 26. April 2013. Abgerufen am 17. Mai 2016.</ref> Industrial Light & Magic entwickelte ein neuartiges Motion-Capturing-Verfahren zur Darstellung der Orks.<ref>Sophie Albers Ben Chamo: Warcraft-Regisseur im Interview: Ich war ein Ork. In: stern.de vom 9. November 2015. Abgerufen am 12. Dezember 2015.</ref> Mit der Hilfe dieses neuartigen Motion-Capturing-Verfahrens waren mit Gul’dan, Durotan, Orgrim, Blackhand, Grommash Höllschrei und Draka letztlich etwa die Hälfte aller Figuren im Film am Computer entstanden. Hal Hickel, der Animation Supervisor des Films, sagte über die Arbeit seines Teams: Die Technik gibt uns für das Gesicht eine Menge seltsame und miteinander verbundene Details, an die ein Animator vielleicht nicht unbedingt denkt. So können sich die Animateure auf die letzten zehn Prozent konzentrieren, was eine Szene wirklich schön aussehen lässt. Statt all dieser schweren Arbeit, es auf 90 Prozent zu bringen, können sie sich wirklich auf die kleinen Sachen konzentrieren, die es wirklich ganz besonders machen […]. Jeder hatte bei der Entwicklung dieses Projekts eine Philosophie, und zwar die, dass wir die Motion-Capture-Leistungen soweit wie möglich nutzen werden, genauso wie die Live-Action-Performances.<ref name="gizmodo1">Hal Hickel im Gespräch mit Germain Lussier: The Surprising Reason Warcraft Stands Apart From Other CG Epics. In: io9.gizmodo.com, 16. Mai 2016. Abgerufen am 17. Mai 2016. (englisch)</ref>

Laut dem Supervisor für die visuellen Effekte bei Industrial Light & Magic, Jason Smith, zwangen die benötigten Details der Charaktere das Unternehmen dazu, sich in vielen Bereichen weiterzuentwickeln. Neue Techniken wie „Haircraft“ (neue Darstellung von Haaren), „Muscle Meters“ (neue Darstellung von Muskeln) und „Tusk Deformer“ (neue Darstellung von Zähnen) sollen die besten visuellen Effekte darstellen, die das Unternehmen jemals entwickelte, so Smith. Die neuen Techniken wurden zum Teil von Pixar mitentwickelt.<ref name="gizmodo1" /> Das Unternehmen verwendete zur realistischen und konzepttreuen Darstellung der Welten Azeroth und Draenor sowie der Figuren Bücher, Comics, Artbooks sowie Konzeptkunst von Blizzard Entertainment.<ref>Angela Watercutter: 6 Things We Learned About Warcraft From Its Director. In: wired.com vom 25. Mai 2015. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> Der mit dem Spiel vertraute VFX Supervisor Bill Westenhofer setzte sich für die Integration eines Murloc als Easter Egg für die Fans ein.<ref>How ‘Warcraft’s’ Visual Effects Wizards Brought Thousands of Orcs To Life bei hollywoodreporter.com, abgerufen am 13. Juni 2016.</ref> Laut Thomas Tull dauerte die gesamte Nachproduktion mehr als 20 Monate.<ref>Megan Farokhmanesh: World of Warcraft film post-production will take about 20 months to ‘get right’ In polygon.com vom 6. Mai 2014. Abgerufen am 17. Februar 2016.</ref>

Ausstattung und Kostüme[Bearbeiten]

Gavin Bocquet war für das Production Design und damit für die Ausstattung des Filmsets zuständig,<ref>Matt Goldberg: New ‘Warcraft’ Featurette Focuses on the Super Nerdy Production Design. In: collider.com, 24. Mai 2016.</ref> an welchem die eigentlichen Dreharbeiten stattfanden.<ref>Mike Cecchini: Warcraft Movie Update From Duncan Jones. In: denofgeek.com, 26. Juli 2015.</ref>

2013 wurde bekannt, dass Nick Carpenter, der Vice President des Art und Cinematic Departments von Blizzard, plane, für den Film mit Weta Workshop, einem neuseeländischen Dienstleister für Filmprojekte, zusammenarbeiten zu wollen. Weta Workshop war zuvor vor allem für seine Requisiten bei Der Herr der Ringe und Der Hobbit bekannt geworden. Weta Workshop schuf viele Requisiten für den Film, wozu neben den Rüstungen der Menschen auch die Waffen der Figuren gehörten.<ref>Warcraft Movie: WETA könnte beteiligt sein. In: gamona.de, 2. Januar 2013.</ref><ref>Aaron Sagers: Exclusive: Warcraft Director Duncan Jones Discusses Comic-Con Character Sculpts, Unveiling. In: The Huffington Post, 9. Juli 2015.</ref> Nach der Beendigung der Dreharbeiten verkaufte Weta Workshop viele der Requisiten aus dem Film, teilweise auch als Kopien der Originale.<ref>Warcraft-Film: Weta Workshop hat den Vorverkauf von Nachbildungen der Requisiten gestartet. In: blizzard.justnetwork.eu, 25. Januar 2016.</ref>

Weitere Kostüme, die im Film fast ausschließlich von den nicht am Computer animierten, menschlichen Figuren getragen wurden, hatte Mayes C. Rubeo entworfen. Hierbei orientierte sich Rubeo stark an Vorlagen aus dem Spiel.<ref>Johannes Hahn: Kritik zu Warcraft: The Beginning – Volles Pfund Fantasy. In: robots-and-dragons.de, 25. Mai 2016.</ref> Rubeo hatte zuvor bereits für die Filme Apocalypto, Avatar – Aufbruch nach Pandora und John Carter – Zwischen zwei Welten Kostüme für epische Fantasy-Filme entworfen.<ref>BlizzCon 2013 – The Warcraft Movie Panel Details in a Nutshell. In: warcraft.blizzplanet.com, 20. November 2013.</ref>

Sounddesign und Filmmusik[Bearbeiten]

Wylie Stateman, der bereits für sieben Oscars nominiert wurde, war als Supervising Sound Editor für den Tonschnitt des Films zuständig.<ref>The 10 People MOST overdue for Oscars. In: wmavity.wordpress.com, 1. April 2016.</ref>

Im Oktober 2014 wurde angekündigt, dass Ramin Djawadi die Musik zum Film schreiben werde,<ref>Ramin Djawadi to Score Duncan Jones’ ‘Warcraft’ Movie. In: filmmusicreporter.com vom 9. Oktober 2014. Abgerufen am 20. Mai 2016. (englisch)</ref> die sich stark an World of Warcraft orientieren soll.<ref>Warcraft: The Beginning – Alle Infos zum Film. In: gamona.de. Abgerufen am 10. Januar 2016.</ref> Djawadi war zuvor bereits für drei Emmys nominiert worden, so für die Titelmelodie der Serie Prison Break und für seine Arbeiten an den Serien Game of Thrones und FlashForward. Der 61:04 min lange Soundtrack erschien am 27. Mai 2016 auf iTunes<ref>Warcraft Movie: Ingame Transmogs Available, Reactions, Khadgar & Garona Spotlights, NY Times Feature, Soundtrack Available on Friday. In: icy-veins.com vom 25. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016. (englisch)</ref> und wurde am 10. Juni 2016 von Back Lot Music auf CD veröffentlicht.<ref>Warcraft Movie Soundtrack Details. In: filmmusicreporter.com vom 23. April 2016. Abgerufen am 21. Mai 2016. (englisch)</ref><ref>Warcraft Original Motion Picture Soundtrack. In: game-ost.com. Abgerufen am 27. Mai 2016.</ref> Vorab war am 13. Mai 2016 der erste Titel des Soundtracks, Warcraft, veröffentlicht worden.<ref>Warcraft: The Beginning – Hörprobe des epischen Soundtracks mit Trommeln und Kriegshörnern. In: pcgames.de vom 13. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref> Die Filmmusik enthält auch Originalstücke aus den Warcraft-Spielen.<ref>Jonas Gössling: Warcraft Filmkritik. Herrlicher Durchschnitt. In: ign.com, 25. Mai 2016.</ref> Der Soundtrack erreichte im Juni 2016 mit Platz 81 seine höchste Positionierung in den deutschen iTunes-Album-Charts und konnte sich darin zwei Tage halten.<ref>Ramin Djawadi – ‘Warcraft (Original Motion Picture Soundtrack)’. German iTunes Chart Performance. In: itunescharts.net. Abgerufen am 18. August 2016.</ref> Im Dezember 2016 wurde der Soundtrack als Anwärter bei der Oscarverleihung 2017 in der Kategorie Beste Filmmusik in die Kandidatenliste (Longlist) aufgenommen, wurde jedoch nicht nominiert.<ref>145 Original Scores In 2016 Oscar Race. In: oscars.org, 13. Dezember 2016.</ref>

Titelliste des Soundtracks

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  1. Warcraft – 1:58
  2. The Horde – 3:17
  3. Medivh – 2:43
  4. Honor – 4:45
  5. Forrest Ambush – 3:43
  6. Lothar – 3:35
  7. Gul’dan – 3:13
  8. The Beginning – 2:29
  9. Strong Bones – 1:34
  10. Victory and Defeat – 3:02
  11. The Book – 2:27
  12. Two Worlds Colliding – 3:22
  13. The Incantation – 3:43
  14. Half Orc, Half Human – 1:26
  15. Whatever Happens- 1:43
  16. My Gift to You – 2:31
  17. Llane’s Solution – 7:25
  18. Mak’gora – 5:01
  19. For Azeroth – 2:49

Marketing, Verwertung und Begleitwerke[Bearbeiten]

Datei:Duncan Jones by Gage Skidmore 3.jpg
Regisseur Duncan Jones bei der Comic-Con 2015

Auf der San Diego Comic-Con 2013 wurde den Besuchern ein Teaser vorgestellt, der einen Kampf zwischen einem Menschen und einem Ork darstellt.<ref>Jim Vejvoda: Comic-Con: Warcraft Sizzle Reel Shown. In: ign.com vom 20. Juli 2013. Abgerufen am 11. Dezember 2015. (englisch)</ref> Auf der BlizzCon 2013 und 2014 wurde jeweils ein Panel zum Film abgehalten.<ref>BlizzCon 2013 – Warcraft Movie Presentation Panel with Duncan Jones – Transcript. In: blizzplanet.com. Abgerufen am 10. Januar 2016. (englisch)</ref><ref>Dan Casey: Zug, Zug! Warcraft Movie Panel Invades BlizzCon. In: nerdist.com. Abgerufen am 10. Januar 2016. (englisch)</ref> Auf der San Diego Comic-Con 2015 wurde den Besuchern sechs Minuten Filmszenen gezeigt. Die Reaktionen auf die Filmszenen fielen positiv aus; so wird bei Collider Jones’ emotionaler Ansatz gelobt sowie die Technik, die bei den Orks selbst die „fantastischen Effekte“ aus Planet der Affen: Revolution übertreffe. Slashfilm titelte zu den Filmszenen: „Denkt an einen dreckigeren, düstereren, zurückhaltenderen Avatar. Es fühlt sich an wie ein Videospiel, das in einen Film verwandelt wurde.“<ref>Jenny Jecke: Erste Eindrücke vom Warcraft-Film – Ein dreckiger Avatar. In: moviepilot.de vom 12. Juli 2015. Abgerufen am 11. Dezember 2015.</ref>

Im Rahmen der BlizzCon 2015 wurde der erste offizielle Trailer veröffentlicht sowie der offizielle Titel Warcraft: The Beginning bekanntgegeben.<ref>Benjamin Gründken: Blizzcon: Trailer und Bilder zu Warcraft: The Beginning und neue Details zu WoW: Legion und StarCraft 2. In: pcgameshardware.de. Abgerufen am 10. Januar 2016.</ref> In den USA wird der Film weiterhin als Warcraft betitelt. Im Januar, Februar und März 2016 wurden mehrere Werbespots und Filmplakate veröffentlicht.<ref>Jim Vejvoda: Warcraft: New Movie Poster and TV Spot Released In ign.com vom 18. März 2016. Abgerufen am 5. April 2016. (englisch)</ref><ref>Anthony Vieira: New Warcraft TV Spot: It Has Begun In screenrant.com vom 20. März 2016. Abgerufen am 5. April 2016. (englisch)</ref><ref>Marek Bang: Warcraft: Im neusten TV-Spot des World of Warcraft-Films herrscht Krieg In giga.de vom 25. Januar 2016. Abgerufen am 5. April 2016.</ref> Am 19. April 2016 erschien der zweite offizielle Trailer.<ref>Annemarie Havran: Warcraft: The Beginning: Epischer neuer Trailer zur Computerspiel-Adaption In filmstarts.de vom 19. April 2016. Abgerufen am 20. April 2016.</ref> Die Actionszenen und die visuellen Effekte wurden gelobt, jedoch wurde die im Trailer verwendete Musik stark kritisiert. So schrieb GameStar: „Ein Mix aus Call of Duty-Style und Dubstep, der auf den ersten Blick ziemlich befremdlich und irgendwie deplatziert erscheint.“ Auch Duncan Jones distanzierte sich von der Musikwahl und machte deutlich, dass der fertige Film Djawadis eigenkomponierte Musik verwenden wird.<ref>Vera Tidona: WarCraft-Film – Toller neuer Trailer, aber wieso dieser Sound? In gamestar.de vom 20. April 2016. Abgerufen am 20. April 2016.</ref> Auf der PAX East am 23. April 2016 wurde ein Panel abgehalten sowie ein Trailer gezeigt, der neben alten auch neue Szenen beinhaltete.<ref name="bostinno1" /> Ende April 2016 wurde ein internationaler Trailer in englischer und japanischer Sprache veröffentlicht.<ref>Daniel Tubies: „Warcraft: The Beginning“: Neuer internationaler Trailer zur Videospiel-Verfilmung von Duncan Jones. In: filmstarts.de vom 28. April 2016. Abgerufen am 12. Mai 2016.</ref> Mitte Mai 2016 folgte die Veröffentlichung mehrerer neuer Werbespots, einiger Filmszenen sowie einiger Filmplakate, die die Schauspieler und ihr Motion-Capture-Gegenüber darstellt.<ref name="gizmodo1" /><ref>Neuer TV-Spot für den Warcraft Film In: wow.4fansites.de vom 19. Mai 2016. Abgerufen am 20. Mai 2016.</ref><ref>Shabana Arif: Four new Warcraft movie clips for you to feast your eyes on In: vg247.com vom 16. Mai 2016. Abgerufen am 20. Mai 2016. (englisch)</ref> Am 18. Mai 2016 wurde von Legendary ein Making-of des Films mit dem Titel A Look Inside veröffentlicht. Das knapp zweieinhalbminütige Video stellte neben neuen Szenen aus dem Film die einzelnen Figuren vor und lässt verschiedene Schauspieler und den Regisseur Duncan Jones zu Wort kommen.<ref>Warcraft-Film. Special: A Look Inside. In: gamestar.de vom 18. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref> Zur gleichen Zeit wurden vier neue TV-Spots veröffentlicht.<ref>Warcraft: The Beginning – Vier neue TV-Spots mit epischen Szenen. In: wowchannel.de vom 20. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref>

Am 24. Mai 2016 eröffnete Madame Tussauds Berlin in seinen Ausstellungsräumen eine Warcraft-Erweiterung zum Film.<ref>Warcraft in der Hauptstadt: Madame Tussauds Berlin verewigt Figuren aus ‘Warcraft: The Beginning’ in Wachs. In: parkerlebnis.de vom 15. April 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref> In der Tussauds-Ausstellung werden lebensgroße Wachsfiguren der beiden Hauptdarsteller Travis Fimmel und Paula Patton in ihren Kostümen als Anduin Lothar und Garona gezeigt.<ref name="Dankbar">Christiane Dankbar: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Social Movie Night World of Warcraft feiert Filmpremiere in Berlin (Memento vom 29. Juni 2016 im Internet Archive), In: Berliner Zeitung, 25. Mai 2016.</ref> Im Madame Tussauds London war ebenfalls eine Warcraft-Erweiterung eröffnet worden.<ref>‘Warcraft’ cast meet their wax doubles in London. In: reuters.com vom 27. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016. (englisch)</ref>

Blizzard arbeitete eine Marketingkampagne aus, in der jeder World-of-Warcraft-Spieler, der sich innerhalb von zwei Monaten nach Kinostart im Spiel einloggt, Transmogrifikations-Waffen erhält. Zusätzlich können Besucher des Films ab dem Tag der Premiere in Deutschland über einen Code, den sie in Verbindung mit der Eintrittskarte erhalten, kostenlos eine digitale Version der World-of-Warcraft-Reihe beziehen und sich 30 Tage Spielzeit sichern.<ref>Jonas Gössling: Warcraft: Geht ins Kino und erhaltet WOW gratis. In: ign.com, 19. Mai 2016.</ref> Diese Version des Spiels beinhaltet alle Erweiterungen bis inklusive Warlords of Draenor. Für Deutschland engagiert sich Cinemaxx als Partner.<ref>Janine Dörfer: Warcraft The Beginning: Promoaktion zum Filmstart gibt kostenlose WoW-Version. In: wow.gamona.de vom 17. Mai 2016. Abgerufen am 22. Mai 2016.</ref> Blizzard veröffentlichte zudem Legion, die sechste Erweiterung für World of Warcraft, am 30. August 2016.<ref>Manuel Fritsch: World of Warcraft: Legion – Releasetermin der sechsten Erweiterung bekannt In gamestar.de vom 18. April 2016. Abgerufen am 20. April 2016.</ref>

Am 23. Mai 2016, und damit wenige Tage vor dem deutschen Kinostart, war mit Warcraft – Die offizielle Vorgeschichte zum Film (Originaltitel Warcraft Official Movie Novelization) das offizielle Buch zum Film erschienen. Das von Legendary und Blizzard Entertainment gemeinsam herausgegebene Buch wurde im Panini-Verlag veröffentlicht und erschien am 3. Juni 2016 bei Titan Books in englischer Sprache. Die Autorin des Begleitwerkes ist Christie Golden, die bereits mehrere Warcraft-Romane geschrieben hatte.<ref>Warcraft: The Official Movie Novelization. In: titanbooks.com. Abgerufen am 31. Mai 2016.</ref>

Am Starttag erschien beim Zauberfeder Verlag Warcraft: The Beginning – Hinter den Kulissen (Originaltitel Warcraft: Behind the Dark Portal) des Autors Daniel Wallace. Das englische Original wurde von Legendary Pictures, Universal Pictures und Blizzard Entertainment herausgegeben und erschien in den Vereinigten Staaten bei Insight Editions und in Europa am 3. Juni 2016 bei Titan Books.<ref>Warcraft: The Beginning – Hinter den Kulissen. In: zauberfeder-verlag.de. Abgerufen am 7. Juni 2016.</ref>

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 2013 wurde bekannt, dass der Film am 18. Dezember 2015 veröffentlicht werden soll.<ref>Blizzard Entertainment: We’re pleased to announce that Legendary Pictures’ Warcraft will be released by Universal Pictures on December 18, 2015. In: twitter.com vom 1. Oktober 2013. Abgerufen am 12. Dezember 2015. (englisch)</ref> Das Erscheinungsdatum wurde zuerst auf den 11. März 2016, später auf den 26. Mai 2016 verschoben, um nicht mit den Filmen Star Wars: Das Erwachen der Macht und Batman v Superman: Dawn of Justice zu konkurrieren.<ref>Alex Stedman: Warcraft has shifted from March 11, 2016 to June 10, 2016 In: variety.com vom 23. April 2015. Abgerufen am 12. Dezember 2015. (englisch)</ref> Der Film wurde erstmals am 24. Mai 2016 im Rahmen einer offiziellen Vorpremiere im Grand Rex in Paris gezeigt.<ref>Warcraft – Avant Première Officielle. In: evensi.fr. Abgerufen am 25. Mai 2016.</ref> Am 25. Mai 2016 feierte der Film im Berliner Sony Center am Potsdamer Platz seine Deutschlandpremiere.<ref name="Dankbar" /> Am 26. Mai 2016 wurde der Film von Universal Pictures in 2D, 3D und IMAX 3D in den deutschen Kinos veröffentlicht. Der Kinostart in China war am 8. Juni 2016, und in den USA am 10. Juni 2016.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Warcraft: The Beginning (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.comingsoon.net. In: comingsoon.net. Abgerufen am 10. Januar 2016. (englisch)</ref> Am 1. Juli 2021 wurde der Film in das Programm von Netflix aufgenommen.<ref>Netflix: Neue Serien und Filme im Juli 2021. In: serienjunkies.de. Abgerufen am 3. Juli 2021.</ref>

Rezeption[Bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten]

In Deutschland wurde der Film von der FSK ab 12 Jahren freigegeben, da das Geschehen darin eindeutig fiktional sei und auf explizite Grausamkeiten verzichtet werde. In der Freigabebescheinigung heißt es: Die verständliche Geschichte ist in opulenten Bildern und mit zahlreichen Massen- und Actionszenen inszeniert, bietet jedoch immer wieder auch ruhige und figurenzentrierte Passagen, die für emotionale Entlastung sorgen. Gut und Böse sind dabei stets gut zu unterscheiden, und auch der Rückgriff auf zahlreiche vertraute Motive aus Filmen und Games erleichtert jungen Zuschauern die Orientierung.<ref>Freigabebegründung für Warcraft: The Beginning In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 28. Juni 2016.</ref>

Kritiken[Bearbeiten]

Bei der professionellen Filmkritik stieß Warcraft auf wenig Begeisterung. So konnte der Film nur 28 Prozent der Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen (von 232 Kritiken insgesamt). Im Konsens heißt es dort, dass „Duncan Jones sein Talent verschwende und der Film eine lahme Adaption eines erfolgreichen Spiels sei“. Immerhin biete aber Warcraft „visuellen Nervenkitzel“.<ref name="RottenTomatoes">Warcraft. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 29. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auf Metacritic hält der Film 32 von 100 Punkten (von 40 Kritikern insgesamt).<ref name="Metacritic">Warcraft. In: Metacritic. Abgerufen am 29. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geoff Berkshire von Variety sah ein Problem des Films darin, dass der Filmemacher versuchte, eine Geschichte mit Seele zu erzählen, hierbei jedoch gegen die Lächerlichkeit kämpfen muss, die dem Stoff inhärent sei, auf dessen Grundlage er arbeite, und es daher vorhersehbar gewesen sei, dass eine kostspielige und unsinnige Adaption des Online-Spiels auf künstlerischer Ebene allenfalls mittelmäßig erfolgreich sein könnte. Auch wenn die Welt, in der der Film spielt, aufwändig aus der Filmmusik und in einer umfassenden Postproduktion durch CGI erschaffen worden sei, beschreibt Berkshire ihn inhaltlich als abgedroschen und kitschig.<ref>Geoff Berkshire: Film Review: ‘Warcraft’. In: Variety, 24. Mai 2016.</ref>

Fans der Warcraft-Spiele bewerteten die filmische Adaption hingegen positiver. So räumte Michael Graf von GameStar zwar ein, dass es sich um den wohl teuersten Fanfilm aller Zeiten handele, der Film sei aber auch mit einer unglaublichen und unglaublich verschwenderischen Liebe zum Detail produziert worden. Das Ergebnis beschreibt er als „bildgewaltiges Epos“, dem er als Warcraft-Fan in jeder Sekunde anmerke, dass es seinen Machern eine Herzensangelegenheit gewesen sei, Azeroth auf die Leinwand zu bringen. Graf bemerkt zudem: „Mit seinen grandiosen Panoramen, Kostümen und Kulissen fängt ‘Warcraft: The Beginning’ den Look der Spiele und der legendären Blizzard-Rendersequenzen jedenfalls hervorragend ein.“ Graf kritisiert allerdings auch einige der Kampfszenen: „Man merkt, dass die Kampf-Choreographie nicht immer hinhaut, vielleicht, weil die Digital-Orcs so viel größer sind als Menschen.“<ref name="Graf">Michael Graf: Warcraft: The Beginning – Der teuerste Fanfilm aller Zeiten. In: gamestar.de, 25. Mai 2016.</ref>

Tobias Heidemann von der Spielezeitschrift GIGA ist hingegen gerade von den Kampf- und Actionszenen des Films überzeugt: „Alles hat Schwung und Richtung. Das physikalische Momentum wird geschickt durch die Szenerie geführt, die Perspektiven sind gut gewählt, und die menschlichen Schauspieler wirken nie als würden sie mit Tennisbällen schattenboxen. Kurz: Die visuelle Kinetik geht auf.“ Heidemann fiel jedoch eine andere Sache negativ auf: Er meinte, auch wenn das konzeptionelle Anliegen hinter den Design-Entscheidungen sehr sympathisch sei und vielen Fans ein paar schöne Wiedererkennungsmomente beschere, sähen die Mitglieder der Allianz viel zu oft nach Liverollenspielern aus.<ref name="GigaHeidemann" />

Zur Eignung des Films für Kinobesucher, die die Spielevorlage nicht kennen, sagen Kritiker, wer das Universum nicht bereits kenne, verstehe den Film oft nicht; der Film erkläre – trotz seiner Vereinfachungen – häufig viel zu wenig,<ref name="Graf" /> und verliere hierdurch viele seiner besonderen Reize, auch wenn sich ein Zuschauer ohne Vorkenntnisse aufgrund des straffen Tempos des Films und der interessanten Figuren darin, zurechtfinden müsste.<ref name="GigaHeidemann" />

David Kleingers von Spiegel Online hat eine Erklärung dafür, warum das Narrativ für den Erfolg des Computerspiels nicht von Bedeutung war, Kinobesucher, die keine Kenntnisse von der Spielevorlage haben, hingegen abgeschreckt werden könnten: „Der Mangel an erzählerischer Originalität, die dem Film vorzuwerfen ist, war für die bahnbrechenden Strategie- und Rollenspiele des ‘Warcraft’-Universums nie ein Problem, im Gegenteil: Sie setzen bewusst auf generische, aus Tolkien und anderen einschlägigen Quellen entliehene Szenarien, um Nutzern den Einstieg zu erleichtern.“ Weiter meint Kleingers, Jones scheitere an der undankbaren Aufgabe, aus Motiven und Versatzstücken der Warcraft-Computerspielreihe eine stimmige Erzählung zu entwickeln, und liefere nur ein spannungsarmes Déjà-Vu, das ohne eigene Ideen auf abgegrasten Allgemeinplätzen des Genres verharre. Kleingers resümiert: „Selten gab es einen freudloser servierten Märchen- und Mythensalat als in Azeroth, dem irgendwo zwischen Camelot, Disneyland und Mittelerde für Pauschaltouristen gelegenen Schauplatz der Handlung.“<ref>David Kleingers: Games-Verfilmung ‘Warcraft’: Auf ein Kämpfchen in der Pixel-Pampa. In: SPIEGEL Online, 26. Mai 2016.</ref>

David Steinitz beklagt in der Süddeutschen Zeitung den „Handlungstotalausfall“ des Films: Die Dialoge seien „miserabel“, der Film stecke in einem „biederen dramaturgischen Korsett“ und sei insgesamt „unfassbar langweilig“.<ref>David Steinitz: Handlungstotalausfall. Die Filmadaption des Computerspiels Warcraft des Regisseur Duncan Jones landet in purer Langeweile. In: Süddeutsche Zeitung. 27. Mai 2016, S. 12.</ref>

Björn Becher von Filmstarts.de sah hingegen ein „optisch bombastisches Fantasy-Action-Abenteuer“, das „dank des durchweg hohen Tempos“ ein „actionreiches Vergnügen“ für die Zuschauer biete.<ref name="BECHER">Björn Becher: Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion zu Warcraft: The Beginning. In: filmstarts.de, 25. Mai 2016.</ref> Becher lobte die Kameraarbeit von Simon Duggan und die Motion-Capture-Aufnahmen der Orks. Erzählerisch bliebe der Film zwar Stückwerk, aber rein inszenatorisch spiele Duncan Jones „in der obersten Blockbuster-Liga mit“.<ref name="BECHER" /> Da viele Konflikte und Handlungsstränge in diesem ersten Teil nur angerissen werden konnten, bliebe für die Fortsetzungen noch „Luft nach oben“.<ref name="BECHER" />

Reaktion der Zuschauer[Bearbeiten]

Die Reaktion der Zuschauer fiel, anders als die der Kritiker, deutlich positiv aus. So gaben die Zuschauer auf Rotten Tomatoes dem Film 4,4 von 5 Punkten.<ref name="RottenTomatoes" /> Zusätzlich hält der Film auf Metacritic eine Zuschauerbewertung von 8,2 von 10 Punkten<ref name="Metacritic" /> und in der Internet Movie Database eine Zuschauerbewertung von 6,8 von 10 Punkten.<ref>Vorlage:IMDb/1</ref>

Zusätzlich bewerteten die meisten User auf MMO-Champion, einem Online-Portal und Internetforum rund um World of Warcraft und andere Spiele von Blizzard, sowie auf dem offiziellen World-of-Warcraft-Forum ihre Kinoerfahrung als sehr positiv.<ref>Warcraft (June 2016). In: mmo-champion.com. Abgerufen am 7. Juni 2016. (englisch)</ref><ref>Warcraft Film – MIT SPOILER. In: eu.battle.net. Abgerufen am 7. Juni 2016.</ref>

Einspielergebnis und Abrufe[Bearbeiten]

Während Warcraft in den USA an den Kinokassen floppte, war der Film international erfolgreich: Dem Budget von 160 Millionen US-Dollar<ref>Pamela McClintock: Summer Box-Office Guide to ‘Suicide Squad,’ Safe Bets and Potential Misfires In: hollywoodreporter.com vom 18. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016. (englisch)</ref> stehen weltweite Einnahmen an den Kinokassen von bisher fast 434 Millionen US-Dollar gegenüber.<ref name="BOM">Warcraft In: Box Office Mojo. Abgerufen am 16. November 2016. (englisch)</ref> Dies macht Warcraft zum 13. Platz der erfolgreichsten Filme des Jahres 2016<ref>2016 Worldwide Grosses. In: Box Office Mojo. Abgerufen am 16. November 2016. (englisch)</ref>. In der Liste der weltweit erfolgreichsten Videospielverfilmungen steht der Film auf Platz Vorlage:Erfolgreichste Videospielverfilmungen.

Der Film startete am 26. Mai 2016 zunächst in 11 internationalen Märkten, darunter in Deutschland, Russland, Frankreich und Dänemark, auf Platz 1 der Kinocharts mit einem Gesamteinspiel von 9,3 Millionen US-Dollar am ersten Tag.<ref>Dave McNary: ‘Warcraft’ Opens in First in 11 International Markets With $9.3 Million. In: variety.com vom 27. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016. (englisch)</ref> Besonders erfolgreich lief der Film in China, wo er allein am ersten Tag 46 Millionen US-Dollar einspielte und neue Rekorde für die Kinoeinnahmen an einem Wochentag und die Kinoeinnahmen aus den chinesischen IMAX-Kinos aufstellte.<ref>Nancy Tartaglione: ‘Warcraft’ At $144.7M In China Through Saturday; Offshore Headed Past $250M; ‘Conjuring 2’ Scares Up Strong Start In: deadline.com vom 6. Juni 2016. Abgerufen am 11. Juni 2016. (englisch)</ref> Diese Spitzenposition behielt der Film, bis Fast & Furious 8 in den chinesischen Kinos startete. Warcraft: The Beginning spielte allein in China insgesamt mehr als 220 Millionen US-Dollar ein. In Nordamerika blieb der Film hingegen weit hinter den Erwartungen zurück<ref>Brad Brevet: ‘Finding Dory’ Drowns Animated Box Office Records With $136 Million Opening In: Box Office Mojo vom 19. Juni 2016. Abgerufen am 20. Juni 2016. (englisch)</ref> und spielte dort nur 47 Millionen US-Dollar ein.

In Deutschland gelang dem Film am Starttag mit 160.000 Zuschauern und einem Umsatz von 1,9 Millionen EUR der bis dahin beste Kinostart des Jahres 2016.<ref>Kinocharts Deutschland Trend: Blitzkrieg Bop. In: mediabiz.de vom 27. Mai 2016. Abgerufen am 29. Mai 2016.</ref> In der Startwoche lockte der Film in Deutschland 542.931 Besucher in die Kinos. Insgesamt verzeichnet der Film in Deutschland 1.235.017 Besucher und einen Umsatz von rund 14 Millionen EUR, wodurch er sich auf Platz 16 des Jahresrankings befindet.<ref>Top 100 Deutschland 2016. In: insidekino.com. Abgerufen am 9. August 2016.</ref>

Anfang Juli 2021 landete der Film auf Platz 1 der Top 10 der deutschen Netflix-Charts.<ref>https://www.netzwelt.de/news/178035-netflix-top-10-serien-filmhighlights-05072021.html</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Annie Awards 2016

  • Nominierung in der Kategorie Animated Effects in a Live Action Production
  • Nominierung in der Kategorie Character Animation in a Live Action Production<ref>Patrick Hipes: ‘Zootopia’ Leads Annie Awards Nominations. In: deadline.com, 28. November 2016.</ref>

VES Awards 2017

Zukunft[Bearbeiten]

Die Verwirklichung einer Trilogie sollte vom finanziellen Erfolg von Warcraft: The Beginning abhängen, so Duncan Jones 2015. Chris Metzen und er hatten bereits Ideen für den zweiten und dritten Teil.<ref>Bryan Bishop: Duncan Jones wants to make Warcraft a movie trilogy In: theverge.com vom 10. Juli 2015. Abgerufen am 21. Mai 2016. (englisch)</ref><ref>Patrick Mabilog: Warcraft movie update: Film director Duncan Jones working on a trilogy? In: christiantoday.com vom 20. Januar 2016. Abgerufen am 21. Mai 2016. (englisch)</ref> Anfang September 2016 verließ Metzen das Entwicklerstudio Blizzard, wodurch die kreative Entwicklung einer möglichen Fortsetzung unklar war.<ref>Andre Linken: Blizzard Entertainment – Story-Papst Chris Metzen hört auf In: gamestar.de vom 13. September 2016. Abgerufen am 13. September 2016.</ref> Im Dezember 2022 gab Blizzard bekannt, dass Metzen zurückgekehrt sei.<ref>A Message From Warcraft - WoW. Abgerufen am 1. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Februar 2018 äußerte sich Regisseur Jones über eine Fortsetzung. Er wäre noch bereit dazu, die Regie der Fortsetzung zu übernehmen, war sich über die Möglichkeiten einer Fortsetzung aber ebenso unklar wie die Verantwortlichen.<ref>Exclusive: We Talk Mute, a Warcraft sequel & Superhero films w/ Duncan Jones In: joblo.com vom 21. Februar 2018. Abgerufen am 24. Februar 2018.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Warcraft: The Beginning – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Filme von Duncan Jones