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Warn-App NINA

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Warn-App NINA

colspan="2" class="notheme" style="text-align:center; background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Datei:Logo NINA Notfall Informations- und Nachrichten App.svg
Basisdaten

Hauptentwickler Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Entwickler Materna
Erscheinungsjahr Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Aktuelle Version Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
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Betriebssystem Android,
iOS
Programmier­sprache Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
bbk.bund.de

Die Warn-App NINA (Akronym für Notfall-Informations- und Nachrichten-App)<ref name="bbk">Warn-App NINA. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, abgerufen am 9. November 2023.</ref> ist eine vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Verfügung gestellte App für Smartphones, die dazu dient, der Bevölkerung wichtige bzw. dringende Warnmeldungen zukommen zu lassen. Sie ist ein an das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) angeschlossener Warnkanal und die erste App, die zur Warnung der Bevölkerung in ganz Deutschland entwickelt wurde.<ref>Katastrophen-Warnung: App NINA warnt bundesweit vor Gefahren. Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 24. Juli 2016.</ref>

Konzept[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Über die App verbreiten die Behörden des Zivil- und Katastrophenschutzes Nachrichten oder Warnmeldungen über bevorstehende oder bereits existente Katastrophen oder Gefahrenlagen wie beispielsweise Großbrände oder Gefahrstoffe, die sich unkontrolliert ausbreiten. Warnmeldungen können neben von Nutzerinnen und Nutzern festgelegten Orten auch für den aktuellen Standort abonniert werden, wofür die Aktivierung des GPS-Dienstes des Smartphones erforderlich ist. Warnmeldungen werden hierbei bei einer bestehenden Internetverbindung über einen Push-Dienst auf das Smartphone übermittelt, sodass der Nutzer oder die Nutzerin über das Endgerät auf das Vorliegen einer Warnmeldung aufmerksam gemacht wird.

Neben aktuellen Warnmeldungen bietet die App auch die Möglichkeit, sich über allgemeine Verhaltensweisen bei unvorhergesehenen Ereignissen und Sicherheitshinweisen zum Thema Bevölkerungsschutz zu informieren.<ref name="bbk" /> Sie bietet außerdem Informationen über Notvorräte und eine Checkliste für die Hausapotheke an.<ref>Katastrophenschutz: Warn-App NINA aufgebohrt. In: Heise online. Abgerufen am 23. Juli 2016.</ref>

Von April 2020 bis Juni 2023 kamen während der COVID-19-Pandemie weitere Funktionen hinzu.<ref>bundesregierung.de</ref> Bis einschließlich November 2025 wurde die App etwa 11,6 Millionen Mal heruntergeladen.<ref>Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe</ref>

Im Juli 2025 wurde die Warn-App NINA um eine weitere Funktion erweitert: Polizeibehörden können nun eigenständig Warnmeldungen über die App verbreiten.<ref>Warn‑App NINA schickt nun auch Polizei‑Meldungen. Heise Online, Juli 2025, abgerufen am 11. Juli 2025.</ref>

Funktion[Bearbeiten]

Die App nutzt folgende Informationsquellen:

Die App stellt neben der tabellarischen Aufzählung eine Kartenansicht bereit, auf der aktuelle Warnungen ihrer geographischen Lage innerhalb Deutschlands zugeordnet werden. Voreingestellt ist die Gesamtansicht Deutschlands. Durch die Auswahl einer farbig markierten Warnung auf der Karte wechselt die Ansicht zur detailliert dargestellten Warnung.

Ferner ist es möglich, für jede zur Verfügung stehende Warnkategorie individuelle Warntöne einzustellen. Mithilfe der „Abo-Funktion“ ist es möglich, nur Warnmeldungen für Orte und Bereiche zu erhalten, die man eigens ausgewählt hat.<ref name="funktionen" />

Verfügbarkeit[Bearbeiten]

Die App ist für Android- (ab Version 8.0) und iOS-Systeme verfügbar. Sie funktioniert nur mit Google-Diensten.<ref>Download der Warn-App NINA. Abgerufen am 17. Februar 2022.</ref> Für den Fall, dass ein Mobilgerät die App nicht richtig anzeigen kann, gibt es eine vom BBK erstellte Internetseite, die die gleichen Informationen in einer Karten- und Listenansicht darstellt und von jedem System angezeigt werden kann, das in der Lage ist, Internetseiten darzustellen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über diese Website Warnmeldungen als RSS-Feed zu abonnieren.<ref>Listenansicht. In: warnung.bund.de. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, abgerufen am 8. Dezember 2016.</ref>

Kritik[Bearbeiten]

Der Krisenmanagementexperte Florian Roth von der ETH Zürich lobte die Möglichkeit der App, Warnmeldungen an Kontakte per SMS und E-Mail weiterzuleiten und somit den Benutzer in die Lage zu versetzen, auch Personen in seinem Bekanntenkreis zu warnen, die kein Smartphone besitzen. Im Juli 2015 bemängelte er, dass die App nicht in der Lage sei, den Nutzer oder die Nutzerin zu einem Schutzraum zu navigieren.<ref>Bundes-Alarm-App NINA: Warnung im Katastrophenfall. Der Spiegel, abgerufen am 24. Juli 2016.</ref>

Beim Warntag in Nordrhein-Westfalen am 6. September 2018 zeigte das System Schwachstellen: Der Probealarm führte nach Aussagen des BBK zu einer „außergewöhnlichen Belastung der technischen Infrastruktur“<ref>BBK on Twitter. Twitter, abgerufen am 12. September 2018.</ref> und dadurch wurden nicht alle Nutzerinnen und Nutzer gewarnt.<ref>Bundesamt für Bevölkerungsschutz – Warntag führt Schwachstellen bei App Nina zutage. In: General-Anzeiger Bonn. 11. September 2018 (general-anzeiger-bonn.de [abgerufen am 12. September 2018]).</ref> Die infrastrukturellen Engpässe sollten beseitigt werden. Beim Bundesweiten Warntag am 10. September 2020 gab es aber erneute technische Herausforderungen.<ref>Probealarm mit Haken. tagesschau.de, abgerufen am 10. September 2020.</ref>

Technische Umsetzung[Bearbeiten]

Die App wird von dem europaweit agierenden IT-Unternehmen Materna maßgeblich entwickelt. Die Version 1.0 stand am 1. Juni 2015 erstmals zum Herunterladen bereit.<ref>App NINA – Die Warn-App des BBK APK for Windows Phone – Download Android APK GAMES & APPS for Windows phone. In: windowsphoneapk.com. Abgerufen am 25. Juli 2016.</ref> T-Systems stellt die technische Infrastruktur bereit, die eine Million Benutzer innerhalb von 30 Sekunden informieren soll.<ref name="partner">Partner. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, abgerufen am 8. Dezember 2016.</ref>

Sprachversionen[Bearbeiten]

Neben Deutsch können die Inhalte in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Polnisch, Russisch und Arabisch angezeigt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit „leichte Sprache“, die Menschen mit lückenhaften Deutschkenntnissen die Nutzung der App ermöglichen soll.

Darüber hinaus sind die Inhalte der Warn-App NINA für Screen-Reader aufbereitet. Das BBK arbeitet stetig an der Verbesserung der App, wie beispielsweise Barrierearmut, im Sinne der Barrierefreien-Informationstechnik-Verordnung BITV 2.0.

Kosten[Bearbeiten]

Die Entwicklungskosten und den Betrieb der Software übernimmt der Bund aus dem Staatshaushalt; bis Mitte 2016 wurden 20 Millionen Euro investiert.<ref>Paul Miot-Paschke: App NINA soll bei plötzlichen Gefahren warnen. Abgerufen am 6. April 2017 (dpa).</ref> Der Download ist kostenlos,<ref name="bbk" /><ref>NINA warnt vor Unwetter und Raketen. WDR, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Juni 2017; abgerufen am 8. Dezember 2016.</ref> allerdings entstehen durch den Datenverkehr je nach verwendetem Mobilfunktarif eventuell Kosten beim Provider. Nutzbar ist die App auch offline, so können beispielsweise die allgemeinen Handlungsempfehlungen bei Notfällen gelesen werden, nachdem diese einmalig auf das Smartphone heruntergeladen wurden.<ref name="funktionen">Funktionen im Überblick. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, abgerufen am 8. Dezember 2016.</ref>

Alternativen[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweisbaustein Eine ähnliche App namens KATWARN kann auf kommunaler, Landes- und Bundesebene<ref>Katwarn – Unterstützte Orte. Abgerufen am 6. April 2017.</ref> Warnmeldungen an User weiterleiten; sie wurde z. B. 2016 von BASF bei einem großen Unglücksfall eingesetzt.<ref>Explosion bei BASF im Ticker: Rauchwolke über Chemieriesen zieht nach Mannheim. In: FOCUS Online. 18. Oktober 2016, abgerufen am 6. April 2017.</ref> Die Warn-App BIWAPP (Bürger Info & Warn App) zeigt die Katastrophenwarnungen des BBK und die Unwettermeldungen des Deutschen Wetterdienstes.<ref>BIWAPP – Bürger Info & Warn App. Marktplatz GmbH, abgerufen am 2. Mai 2017.</ref> Seit Februar 2019 werden die offiziellen Warnmeldungen der drei Systeme untereinander geteilt und parallel verbreitet. Hierbei werden Warnmeldungen wechselseitig zwischen Warn-App NINA und KATWARN sowie Warn-App NINA und BIWAPP ausgetauscht. Ein Austausch zwischen KATWARN und BIWAPP findet gegenwärtig nicht statt.<ref>Warnapp-Betreiber vereinbaren Austausch - Nina, Katwarn und Biwapp werden vereinheitlicht. 4. Februar 2019, abgerufen am 5. Februar 2019.</ref> Der Deutsche Wetterdienst betreibt für Unwetterwarnungen die WarnWetter-App.

Cell Broadcast ermöglicht das Versenden von Kurznachrichten mit maximal 1395 Zeichen an alle Mobilfunkgeräte, die sich in derselben Funkzelle befinden. EU-Alert, welches in zahlreichen anderen Ländern der Europäischen Union bereits verwendet wird, verwendet Cell Broadcast. Nach dem Hochwasser in West- und Mitteleuropa 2021 kamen Forderungen auf, auch den Cell Broadcast-Dienst in Deutschland zur Warnung der Bevölkerung in Katastrophenfällen einzusetzen.<ref>Sascha Lobo: Die bürokratische Verhöhnung des 21. Jahrhunderts. In: spiegel.de, 21. Juli 2021.</ref> Die Bundesregierung hat die Einführung von Cell Broadcast im August 2021 beschlossen.<ref>Cell Broadcast: Bundesregierung bringt TKG-Änderung auf den Weg. In: heise online. Abgerufen am 18. August 2021.</ref> Dieser Mobilfunkdienst wird in Deutschland seit dem 23. Februar 2023 zur Warnung der Bevölkerung auf Grundlage des §164a Telekommunikationsgesetz (TKG) sowie der Mobilfunk-Warn-Verordnung (MWVO) eingesetzt.<ref>Cell Broadcast - als weiteres Warnmittel etabliert. Abgerufen am 16. August 2024.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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