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Weinsuppe

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Weinsuppe (mhd. wînsuppe, mnd. wynsoppe, mndl. wijnsoppe<ref name="DWB">Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref>) ist eine aus Wein hergestellte Suppe – ein Gericht, das seit Jahrhunderten bekannt ist. Die lateinische Bezeichnung war intritum, was Eingebrocktes (in Milch, Suppe, Wein etc.) bedeutet.<ref>intritus-Übersetzung. In: frag-caesar.de/lateinwoerterbuch. Abgerufen am 11. Dezember 2017.</ref><ref name="Pelloutier">Simon Pelloutier: Aelteste Geschichte der Celten. 1778 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Phaedrus, F. E. Raschig: Ausgewählte Fabeln des Phädrus. Weidmann, 1871 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Abwandlungen der mehrheitlich süßlichen Suppen waren auch klare<ref>Sophie Wilhelmine Scheibler: Allgemeines deutsches kochbuch für alle stände... C. F. Amelang, 1874 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> neben legierten Zubereitungen,<ref>Weinsuppe – Rezept. In: www.ichkoche.at. (ichkoche.at [abgerufen am 11. Dezember 2017]).</ref> meist aus Weißwein hergestellt, seltener auch aus Rotwein. Frisches oder geröstetes Brot wird oft als Einlage gewählt.<ref>Südtiroler Weinsuppe. Abgerufen am 11. Dezember 2017.</ref>

Österreich[Bearbeiten]

Ein Rezept für eine mit Eidotter, süßem Rahm, Muskatblüte und Safran verfeinerte Weinsuppe wurde bereits im Jahr 1688 im Gräzer Koch und Arzneybuch unter der Beschreibung „Wein-Suppen zu machen“ veröffentlicht.<ref>Ein Koch- und Artzney-Buch. Bey denen Widmanstetterischen Erben, Graz 1688, S. 69 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Franz Maier-Bruck sammelte Weinsuppen-Rezepte in Tirol, Burgenland und Steiermark. Die steirische Weinsuppe wird mit einer hohen Menge Eidotter je Liter Wein hergestellt, gewürzt mit Zucker, Zimt und Zitronenschale, dazu in Butter geröstete Semmelschnitte.<ref name="Lande">Franz Maier-Bruck: Vom Essen auf dem Lande – Das große Buch der österreichischen Bauernküche und Hausmannskost. Unveränderte Neuauflage Auflage. K und S, Wien 1999, ISBN 3-218-00662-7, S. 17, 367, 445.</ref> Die burgenländische Weinsuppe aus Weißwein wird mit Dotter, Stärkemehl und Butter legiert, mit Zucker, Zimt und Gewürznelken gewürzt. Die Suppeneinlage variiert von (gebähten) Semmelschnitten, Suppennudeln, Grießnockerln, (Heidenmehl-)Knödel, Paundlknödl aus Bohnenmehl zu Schusternockerln (Schuastanouckal).<ref name="Lande" />

Terlaner Weinsuppe[Bearbeiten]

Die Terlaner Weinsuppe wurde 1966 anlässlich der ersten Südtiroler Spezialitätenwochen in Berlin präsentiert, als Südtiroler Gastronomen alte Rezepte verfeinert und die Terlaner Weinsuppe kreiert hatten. Dieses eine Mal fand ein gemeinsamer Auftritt der Nord- und Südtiroler Starköche statt. Weitere kulinarische Vorstellungen der Südtiroler Spezialitätenwochen gab es seither regelmäßig in deutschen und italienischen Städten.<ref>Paul Rösch: Die touristische Speisekarte in Südtirol, ein Spiegelbild der Tourismusentwicklung. In: Geschichtsverein für Kärnten (Hrsg.): Carinthia I. Symposion, 2002, S. 528.</ref>

Aus Fleischsuppe und Terlaner Weißwein wird eine Weinschaumsuppe hergestellt, die mit Eigelb und Obers verfeinert, mit Zimt und Muskatnuss gewürzt, und mit in Butter gebratenen Brotwürfeln von einer altbackenen Semmel serviert wird.<ref name="Lande" /><ref>Pohl, Heinz Dieter.: Die österreichische Küchensprache : ein Lexikon der typisch österreichischen kulinarischen Besonderheiten (mit sprachwissenschaftlichen Erläuterungen). Praesens-Verl, Wien 2007, ISBN 978-3-7069-0452-0, S. 147.</ref>

Rheinische Weinsuppe[Bearbeiten]

Rheinische Weinsuppe, aus Wein, Wasser, Sahne mit Zimt und ungespritzter Zitronenschale gekocht, wird mit Stärke gebunden, dazu Grießklößchen.<ref>Herrmann, F. Jürgen: Lehrbuch für Köche. Handwerk und Technik, Hamburg 1999, ISBN 3-582-40055-7, S. 162.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Weinsuppe soll es schon zu Zeiten der Römer<ref>Theodor Birt: Das Kulturleben der Griechen und Römer. Jazzybee Verlag, 2013, ISBN 978-3-8496-2298-5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> und Galater gegeben haben.<ref name="Pelloutier" /> Weinsuppen wurden früher als kräftigende Speise für Kranke und besonders für Wöchnerinnen zubereitet, so schon empfohlen in der deutschen Handschrift „Tegernseer Kochbüchlein“ aus dem 15. Jahrhundert<ref name="DWB" /> oder im „Ain künstlichs und nutzlichs Kochbuch“ aus dem Jahr 1547.<ref>Balthasar Staindl: Ain künstlichs und nutzlichs Kochbuch. Otmar, 1547 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />