Weintaube
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| Datei:Plumbeous Pigeon (Patagioenas plumbea) (8079745172).jpg
Weintaube | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Patagioenas plumbea | ||||||||||
| (Vieillot, 1818) |
Die Weintaube oder Bleigraue Taube (Patagioenas plumbea, Syn.: Columba plumbea) ist eine Art innerhalb der Gattung der Amerikanischen Feldtauben. Es ist eine große, langschwänzige und heimlich lebende Taube mit weinrotem Gefieder, die in Wäldern der nördlichen Hälfte Südamerikas vorkommt. Es werden fünf Unterarten unterschieden.<ref name="Gibbs,BarnesundCox230">Gibbs, Barnes und Cox: Pigeons and Doves, S. 230.</ref>
Die Bestandssituation der Weintaube wurde 2016 in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN als „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ = „nicht gefährdet“ eingestuft.<ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Eingestellt von: BirdLife International, 2016. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>
Merkmale[Bearbeiten]
Weintauben erreichen eine Körperlänge von 34 Zentimeter und sind damit etwas größer als eine Lachtaube.<ref name="Gibbs,BarnesundCox229">Gibbs, Barnes und Cox: Pigeons and Doves, S. 229.</ref> Der Geschlechtsdimorphismus ist nicht sehr ausgeprägt.
Die Männchen haben einen graurosa Kopf. Der vordere Hals und die Brust bis zu Unterschwanzdecken haben den gleichen Farbton. Die Kehle ist etwas aufgehellt. Der Mantel, die Flügeldecken und die Armschwingen sind dunkelbraun. Der Rücken, der Bürzel und die Oberschwanzdecken sind kräftig dunkelbraun. Der im Verhältnis zur Körpergröße lange Schwanz hat dieselbe Färbung wie die Flügeldecken.
Die Färbung der Iris ist individuell verschieden und reicht von weißlich bis orange. Der Orbitalring ist rot-violett. Der kräftige Schnabel ist schwarz, die Füße sind rot.<ref name="Gibbs,BarnesundCox230" />
Weibchen sind ähnlich gefärbt wie die Männchen, jedoch insgesamt etwas matter. Jungvögel gleichen den Weibchen, weisen an der Brust und auf den Flügeldecken jedoch rotbraune Töne auf.
Die Rufe der Weintaube unterscheiden sich nach Verbreitungsgebiet und vermutlich auch nach der Unterart.<ref>Stimme der Weintaube auf Xeno Canto, aufgerufen am 24. September 2016</ref>
Verwechselungsmöglichkeiten[Bearbeiten]
Verwechselungsmöglichkeiten bestehen mit einer Reihe von Taubenarten, mit deren Verbreitungsgebiet sich das der Weintaube überlappt. Ähnlichkeit bestehen mit der Purpur-, der Goodson- und der Rotrückentaube, die alle zur gleichen Gattung gehören.
Die Purpurtaube ist bei Feldbeobachtungen äußerlich kaum von der Weintaube zu unterscheiden. Die Rufe der beiden Arten unterscheiden sich jedoch auffällig. Die Goodsontaube hat gleichfalls einen artspezifischen Ruf, der sich von der der Weintaube deutlich unterscheidet. Sie ist außerdem deutlich kleiner, hat einen auffallend kürzeren Schwanz und einen kompakteren Körperbau. Die Rotrückentaube hat ein rötlicheres Gefieder. Das Brustgefieder der Rotrückentaube ist außerdem weinrot und kontrastiert auffällig mit dem helleren Bauch.
Verbreitungsgebiet[Bearbeiten]
Das Verbreitungsgebiet der Weintaube ist disjunkt. Ein Teil des Verbreitungsgebietes sind die Vorgebirge der pazifischen Bergketten von Kolumbien bis in den Nordwesten von Ecuador. Ein weiteres Verbreitungsgebiet befindet sich im Departamento del Chocó, Kolumbien. Ein großes zusammenhängendes Verbreitungsgebiet erstreckt sich von östlich der Anden von Venezuela bis in den Norden von Paraguay und den Südosten Brasiliens.<ref name="Gibbs,BarnesundCox230" />
Lebensweise[Bearbeiten]
Die Weintaube ist eine scheue, heimlich lebende Waldtaube, die sich paarweise oder in kleinen Trupps in der Wipfelregion von Bäumen aufhält. Ihre Nahrung besteht aus einer großen Bandbreite von Früchten. Sie frisst außerdem in Brasilien die Beere von Misteln.<ref name="Gibbs,BarnesundCox229" />
Weintauben brüten vermutlich ganzjährig, da Beobachtungen von nestbauenden oder brütenden Vögeln aus allen Monaten vorliegen. In Peru werden Weintauben zwar im Zeitraum von Juli bis November in größeren Trupps beobachtet, jedoch lassen die Männchen auch in dieser Zeit ihre Rufe hören und auch brütende Vögel wurden in diesem Zeitraum beobachtet. Balzende Männchen fliegen steil von einer bevorzugten Ansitzwarte auf und kehren zu dieser Ansitzwarte in einem flacheren, halbkreisförmigen Gleitflug zu dieser Ansitzwarte wieder zurück.
Das Nest ist eine lose Plattform, die gewöhnlich fünf bis 30 Meter über dem Erdboden in Wipfeln von Bäumen errichtet wird, die einen Bewuchs aus Schlingpflanzen aufweisen. Das Gelege besteht mit großer Sicherheit aus lediglich einem Ei.<ref name="Gibbs,BarnesundCox229" />
Unterarten[Bearbeiten]
Es werden sechs Unterarten unterschieden.<ref>IOC World Bird List Pigeons</ref>
- Patagioenas plumbea bogotensis (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Berlepsch & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Leverkühn, 1890)<ref name="berlepsch32">Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch u. a. (1890), S. 32</ref> kommt in den Ostanden vom westlichen Venezuela bis ins westliche Bolivien vor.
- Patagioenas plumbea chapmani (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ridgway, 1916)<ref name="ridgway325">Robert Ridgway (1916), S. 325</ref> ist im Westen Kolumbiens bis in den Nordwesten Perus verbreitet.
- Patagioenas plumbea pallescens (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Snethlage, E, 1908)<ref name="snethlage22">Maria Emilie Snethlage (1908), S. 22</ref> kommt im Osten Ecuadors, dem Osten Perus und dem westlichen Amazonasgebiet Brasiliens vor.
- Patagioenas plumbea wallacei (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Chubb, C, 1918)<ref name="cubb32">Charles Chubb (1918), S. 32</ref> ist im Osten Venezuelas, in Guyana, Suriname, Französisch-Guayana und dem östlichen Amazonasgebiet Brasiliens verbreitet.
- Patagioenas plumbea baeri (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hellmayr, 1908)<ref name="hellmayr91">Carl Eduard Hellmayr (1908), S. 91</ref> kommt im östlichen zentralen Brasilien vor.
- Patagioenas plumbea plumbea (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vieillot, 1818)<ref name="vieillot358">Louis Pierre Vieillot (1818), S. 358</ref> ist im südöstlichen Brasilien und in Paraguay verbreitet.
Etymologie und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]
Die Erstbeschreibung der Weintaube erfolgte 1818 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Columba plumbea. Das Typusexemplar wurde von Pierre Antoine Delalande in Brasilien gesammelt.<ref name="vieillot358" /> 1853 führte Ludwig Reichenbach die Gattung Patagioenas ein.<ref name="reichenbachxxv">Ludwig Reichenbach (1852), S. XXV</ref><ref group="A">Zur genauen Publikationsgeschichte von Reichbachs Werk siehe Marvin Ralph Browning u. a. (1991).</ref> Der Begriff leitet sich vom griechischen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für klappern, klatschen und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für Taube ab.<ref>Patagioenas The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname »plumbea« leitet sich von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>plumbea The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> »Chapmani« ist Frank Michler Chapman gewidmet<ref name="ridgway325" />, »wallacei« Alfred Russel Wallace<ref name="cubb32" /> und »baeri« Gustav Adolf Baer<ref name="hellmayr91" />. »Bogotensis« zielt auf das Verbreitungsgebiet Bogotá.<ref name="berlepsch32" /> »Pallescens« hat seinen Ursprung in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).<ref>pallescens The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Columba locutrix Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wied, 1821<ref name="wied118">Maximilian zu Wied-Neuwied (1821), S. 118 in der Fußnote</ref> gilt heute als Synonym zur Nominatform, Columba plumbea delicata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Berlepsch & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sztolcman, 1902<ref name="berlepsch44">Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch u. a. (1902), S. 44</ref> als Synonym zu P. p. bogotensis. »Locutrix« leitet sich von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab<ref>locutrix The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>, »delicata« von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).<ref>delicata The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Alfred Laubmann führte die Taube in Die Vögel von Paraguay als Columba plumbea und weist darauf hin, dass bis die Art zu diesem Zeitpunkt nur Arnaldo de Winkelried Bertoni bei Puerto Bertoni in Paraguay beobachtet hatte.<ref name="laubmann131">Alfred Laubmann (1939), S. 133</ref><ref name="bertoni256">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1919), S. 256</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch, Paul Leverkühn: Studien über einige südamerikanische Vögel nebst Beschreibungen neuer Arten. In: Ornis. Band 6, Nr. 1, 1890, S. 1–32 (biodiversitylibrary.org).
- Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch, Jan Sztolcman, John Gerrard Keulemans: On the Ornithological Research of M. Jean Kalinowski in Central Peru. In: Proceedings of the General Meetings for Scientific Business of the Zoological Society of London for the Year 1902. Band 2, 1902, S. 18–60 (biodiversitylibrary.org).
- Arnaldo de Winkelried Bertoni: Especies de aves nuevas para el Paraguay. In: Hornero. Band 1, Nr. 4, 1919, S. 255–258 (uba.ar [PDF; 168 kB]).
- Marvin Ralph Browning, Burt Leavelle Monroe, Jr.: Clarifications and corrections of the dates of issue of some publications containing descriptions of North American birds. In: Archives of Natural History. Band 18, Nr. 3, 1991, S. 381–405, doi:10.3366/anh.1991.18.3.381.
- Charles Chubb: Mr. Charles Chubb described the following the following new forms of South-American birds. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club. Band 38, Nr. 229, 1918, S. 29–34 (biodiversitylibrary.org – 1917).
- David Gibbs, Eustace Barnes, John Cox: Pigeons and Doves. A Guide to the Pigeons and Doves of the World. Pica Press, Alfeld-Sussex 2001, ISBN 90-74345-26-3.
- Carl Eduard Hellmayr: An account of the birds collected by Mons. G. A. Baer in the State of Goyaz, Brazil. In: Novitates zoologicae - a journal of zoology in connection with the Tring Museum. Band 15, Nr. 2, 1908, S. 13–102 (biodiversitylibrary.org).
- Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 133 (google.de).
- Ludwig Reichenbach: Avium Systema Naturale. Das natürliche System der Vögel mit hundert Tafeln grösstentheils Original-Abbildungen der bis jetzt entdecken fast zwölfhundert typischen Formen. Vorlaüfer einer Iconographie der Arten der Vögel aller Welttheile welche, nachdem bereits fast dreitausend Abbildungen erschienen sind, ununterbrochen fortgesetzt wird. Friedrich Hofmeister, Dresden und Leipzig 1853 (biodiversitylibrary.org – 1850).
- Robert Ridgway: The Birds of North and Middle America: A descriptive catalogue of the higher groups, genera, species and subspecies of birds known to occur in Northern America, from the Arctic Lands to the Isthmus of Panama the West Indies and other Islands of the Caribbean Sea, and the Galapagos Archipelago. Family Cuculidæ, Family Psittacidae, Family Columbidæ. In: Bulletin of the United States National Museum. Band 50, Nr. 7, 1916, S. 1–543, Abbildungen I–XXIV (biodiversitylibrary.org).
- Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld-Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0.
- Maria Emilie Snethlage: Eine Vogelsammlung vom Rio Purús, Brasilien. In: Journal für Ornithologie. Band 56, Nr. 1, 1908, S. 7–24 (biodiversitylibrary.org).
- Maximilian zu Wied-Neuwied: Reise nach Brasilien: in den Jahren 1815 bis 1817; mit zwei und zwanzig Kupfern, neunzehn Vignetten und drei Karten. Band 2. Heinrich Ludwig Brönner, Frankfurt 1821 (biodiversitylibrary.org).
- Louis Pierre Vieillot: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. Par une société de naturalistes et d'agriculteurs. Band 26. Deterville, Paris 1818 (biodiversitylibrary.org).
Weblinks[Bearbeiten]
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2025.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2018. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- BirdLife International: Species Factsheet – Plumbeous Pigeon (Patagioenas plumbea)
- Weintaube (Patagioenas plumbea) bei Avibase
- Patagioenas plumbea im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
- Vorlage:EBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Weintaube (Patagioenas plumbea)
- Vorlage:Featherbase
- Plumbeous Pigeon (Patagioenas plumbea) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
- Vorlage:Oiseaux.net
Einzelbelege[Bearbeiten]
<references />
Anmerkungen[Bearbeiten]
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