Zum Inhalt springen

Weisser Ring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Weisser Ring
(Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Weisser Ring Logo.svg
Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 24. September 1976
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Gründer Eduard Zimmermann u. A.
Sitz Mainz
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Vorsitz Barbara Richstein
Geschäftsführung Bianca Biwer
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz 18.408.000 (2021)
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte 122
Freiwillige 2753
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website weisser-ring.de

Weisser Ring (Eigenschreibweise WEISSER RING, vollständige Vereinsbezeichnung in Deutschland WEISSER RING – Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V.) ist eine in mehreren Ländern Europas tätige, jeweils eigenständige Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer und ihre Familien.

Struktur[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1976 in Deutschland unter anderem von dem Fernsehjournalisten Eduard Zimmermann in Mainz gegründet, wo er seinen Sitz hat und in das Vereinsregister eingetragen ist. Der Verein hat in Deutschland etwa 3000 ehrenamtliche Helfer und 45.000 Mitglieder.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 31. März 2020.</ref> Es sind 400 Außenstellen in 18 Landesverbänden eingerichtet. Bundesvorsitzender ist seit September 2022 der Jurist Patrick Liesching.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 17. September 2022, abgerufen am 2. März 2023.</ref> Die Geschäftsführung obliegt seit Oktober 2013 der Juristin Bianca Biwer.<ref>Bianca Biwer neue Geschäftsführerin des Weissen Rings, focus.de, Meldung vom 1. Oktober 2013.</ref>

Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Stiftungen, Nachlässe sowie Zuweisungen von Geldbußen. Er nimmt keine öffentlichen Zuschüsse in Anspruch.

Landesverbände<ref> Forum Opferhilfe Ausgabe 2/2002 S. 24ff</ref>

Landesverband Landesvorsitzende/r<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1
Baden-Württemberg Hartmut Grasmück
Bayern-Nord Marion Stamm
Bayern-Süd Martin Ache
Berlin Rolf Schmachtenberg
Brandenburg Barbara Richstein
Bremen Margaret Hoffmann
Hamburg Monika Schorn
Hessen Patrick Liesching
Mecklenburg-Vorpommern Uta-Maria Kuder
Niedersachsen Steffen Hörning
NRW Rheinland Bernd König
NRW-Westfalen-Lippe Klaus Neidhardt
Rheinland-Pfalz Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Saarland Jürgen Zeck
Sachsen Geert Mackenroth
Sachsen-Anhalt Kerstin Godenrath
Schleswig-Holstein vakant
Thüringen Marion Walsmann

<templatestyles src="FN/styles.css" />

1 
Stand April 2022

Die vormaligen Bundesvorsitzenden des Vereins waren Eduard Zimmermann (1976–1994), Max Herberg (1994–2001), Wolf Weber (2001–2005), Reinhard Böttcher (2005–2010), Roswitha Müller-Piepenkötter (2010–2018) und Jörg Ziercke (2018–2022).

Ziele[Bearbeiten]

Opferhilfe[Bearbeiten]

Menschen, die Hilfe nach einer Straftat benötigen, können sich an eine von mehr als 400 Anlaufstellen wenden, die es bundesweit gibt. Dort arbeiten rund 3.000 ehrenamtliche Menschen, die eine spezielle Ausbildung und Qualifikation zum Opferhelfer<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 6. Juni 2018.</ref> erworben haben. Sie arbeiten nach den von Verein entwickelten Standards der Opferhilfe.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 6. Juni 2018.</ref> Die Hilfeleistungen sind kostenfrei und können auf Wunsch auch anonym erfolgen.

Der Weisse Ring kann Kriminalitätsopfern beispielsweise wie folgt helfen:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 6. Juni 2018.</ref>

  • persönliche Betreuung und menschlicher Beistand nach einer Straftat
  • Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht oder sonstigen Behörden
  • allgemeine Hilfestellung im Umgang mit Behörden
  • Vermittlung von Hilfen anderer Stellen
  • Geldzuwendungen in Form eines Hilfeschecks für eine anwaltliche Erstberatung, eine psychotraumatologische Erstberatung oder einen rechtsmedizinischen Untersuchungsscheck
  • finanzielle Unterstützung zur Überbrückung tatbedingter Notlagen

Kriminalitätsvorbeugung[Bearbeiten]

Datei:Katinger watt gruene insel mit eiderwatt 13.11.2012 13-42-20.jpg
Parkplatz mit Warnschildern des Weissen Rings vor Diebstahl aus dem Auto

Der Verein unterstützt den Vorbeugungsgedanken. Er

  • verbreitet über Plakate, Videos, Vorträge und Broschüren Themen der Kriminalitätsvorbeugung,
  • gibt in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen der Vorbeugung Tipps zum Schutz vor Kriminalität,
  • beleuchtet Forschungsergebnisse und bespricht einschlägige Bücher,
  • zeigt wichtige Adressen der Vorbeugung auf.

Außerdem unterstützt er bundesweit Präventionsprojekte wie zum Beispiel die Konstanzer Puppenbühne beim Theaterstück „Pfoten weg!“,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 9. Januar 2018.</ref> das zu sexuellen Missbrauch bei Kindern aufklärt oder digitale Initiativen wie die Plattform Juuuport<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> beim Thema Cybermobbing.

Insgesamt stellte der Weisse Ring für sein Satzungsziel „Vorbeugung“ bisher mehr als 32 Mio. Euro zur Verfügung.

Unterstützung von Projekten der Schadenswiedergutmachung und des Täter-Opfer-Ausgleichs[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Der Verein kämpft um ein stärkeres gesellschaftliches Bewusstsein für die Situation der Geschädigten und setzte bisher mehr als 45 Mio. Euro für das öffentliche Eintreten für Opferbelange ein. Weisser Ring fordert von Politik, Justiz und Verwaltung die Verbesserung der rechtlichen und sozialen Situation von Kriminalitätsopfern und ihrer Angehörigen. Im Einzelnen:

Eine gesetzliche Verankerung der Informationspflicht zu Opferrechten und -ansprüchen
Vielfach erfahren Betroffene erst durch den Weissen Ring von ihren Rechten. Lediglich zehn Prozent stellen einen Antrag auf Opferentschädigung. Selbst Anwälten ist das 1976 eingeführte Opferentschädigungsgesetz teilweise unbekannt.
Einen Opferanwalt auf Staatskosten
Dieser wichtige Schutz der Persönlichkeitsrechte der Geschädigten ist bisher auf versuchte und vollendete Tötungsdelikte sowie Sexualdelikte beschränkt.
Ausreichenden Opferschutz im Verfahren gegen Jugendliche
Derzeit haben Geschädigte keinen Anspruch auf einen Opferanwalt, wenn der Täter unter das Jugendstrafrecht fällt.
Schadenswiedergutmachung
Nach derzeitigem Recht haben die Opfer eines jugendlichen Straftäters keine Möglichkeit, ihre Ansprüche auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld bereits im Strafverfahren geltend zu machen. Die Zulassung des Adhäsionsverfahrens im Verfahren gegen Jugendliche ist nach Auffassung von Weisser Ring und anderer überfällig. Gerade die Schadenswiedergutmachung diene dem Erziehungsgedanken und sei geeignet, das Verantwortungsbewusstsein bei jugendlichen Straftätern zu fördern. Durch die Konfrontation des jugendlichen Täters mit dem angerichteten Schaden würde sogar ein hoher erzieherischer Wert erfüllt, wenn er erkenne, dass es nicht damit getan sei, einen Schuldspruch entgegenzunehmen, sondern dass er bei seinem Opfer etwas gutzumachen habe.

Opfer-Telefon und Online-Beratung[Bearbeiten]

Kriminalitätsopfer und Interessierte können telefonisch Kontakt aufnehmen oder Informationen zu den Hilfen des Weissen Rings anfordern. Ehrenamtliche Mitglieder der 400 örtlich zuständigen Außenstellen übernehmen die weitere Betreuung. Das kostenlose Opfer-Telefon ist in Deutschland unter der Rufnummer 116 006 zu erreichen. Seit 2016 wird über die Website des Vereins eine Onlineberatung durch aktuell 37 geschulte Onlineberater<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> angeboten. Bei Bedarf werden Opfer an eine der Außenstellen oder in andere Hilfsangebote vermittelt.<ref>Schreibende Opfer: Ein Jahr Online-Beratung des Weißen Rings, heise.de, Artikel vom 19. August 2017.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 10. März 2017.</ref>

Betroffenen kann geholfen werden durch:

  • Menschlichen Beistand und persönliche Betreuung nach der Straftat
  • Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht
  • Hilfestellungen im Umgang mit den Behörden
  • Vermittlung von Hilfen anderer Stellen
  • Hilfeschecks für eine für das Opfer jeweils kostenlose Erstberatung frei wählbare anwaltliche und eine psychotraumatologische Erstberatung sowie für eine rechtsmedizinische Untersuchung
  • Übernahme von Anwaltskosten, insbesondere zur Wahrung von Opferschutzrechten im Strafverfahren (Opferanwalt) und zur Durchsetzung von Ansprüchen nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG)
  • Erholungsmaßnahmen für Opfer und ihre Familien in bestimmten Fällen
  • Finanzielle Unterstützung zur Überbrückung tatbedingter Notlagen

Der Verein Weisser Ring hat inzwischen mehr als 200.000 Kriminalitätsopfern und ihren Angehörigen menschlichen Beistand und immaterielle Hilfe geleistet. Er kann zusätzlich bedürftigen Opfern und ihren Familien durch finanzielle Unterstützungen helfen tatbedingte Notlagen zu überbrücken und stellte für Opferbetreuungsmaßnahmen einschließlich direkter materieller Hilfen bisher mehr als 142 Mio. Euro bereit.

Der Verein informiert darüber hinaus über einige Social-Media-Kanäle<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 10. März 2017.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 10. März 2017.</ref> über die Arbeit des Vereins, seinen Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten.

Die Tatort-Darsteller Oliver Mommsen und Ulrike Folkerts,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> aber auch TV-Anwalt Ingo Lenßen<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 17. November 2017.</ref> sowie die Schauspieler Steffen Schroeder,<ref>WEISSER RING: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 21. März 2017, abgerufen am 17. November 2017.</ref><ref>WEISSER RING: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 21. März 2017, abgerufen am 17. November 2017.</ref> Tom Wlaschiha<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> und Ralf Moeller<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> unterstützen den Verein.

Soforthilfen
Nach der Amokfahrt in Münster hat Weisser Ring über 50 Opfer, Angehörige und traumatisierte Augenzeugen betreut. Betroffenen aus Deutschland, den Niederlanden, England und Südafrika wurden rund 25.000 Euro an Soforthilfen für Anreise, Übernachtung, Krankenhausparken oder Lohnausfälle ausgezahlt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. Mai 2018.</ref>
NO STALK - Tagebuch App
Die Weisser-Ring-Stiftung hat eine App zur Dokumentation von Stalkinghandlungen (Fotos, Videos, WhatsApp, Sprachnachrichten, SMS) auf dem Smartphone entwickelt, damit Betroffene juristisch erfolgreich gegen Stalker vorgehen können. Bei der Google.org Impact Challenge wurde im Mai 2018 bereits die erste Förderstufe mit 250.000 EUR erreicht.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. Mai 2018.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. Mai 2018.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. Mai 2018.</ref> Seit Mai 2019 gibt es die App in den Stores für Apple- und Android-Smartphones.

Tag der Kriminalitätsopfer und Pro-Opfer-Tag[Bearbeiten]

Der von Weisser Ring ins Leben gerufene Tag der Kriminalitätsopfer erinnert am 22. März eines jeden Jahres an die Situation der durch Kriminalität und Gewalt geschädigten Menschen, die auf Schutz, praktische Hilfe und Solidarität der Gesellschaft angewiesen sind. In Zusammenarbeit mit Heinz-Leo Holten, Leiter der Abteilung Strafrechtspflege im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen wurde die Expertengruppe Opferschutz und der Pro-Opfer-Tag geschaffen.

Weitere Länder[Bearbeiten]

Nach Vorbild des deutschen Vereins Weisser Ring wurden auch in anderen europäischen Ländern eigenständige Organisationen gegründet, die Opfer von Verbrechen unterstützen. Sie arbeiten unabhängig voneinander.

  • Österreich, seit 1978
  • Luxemburg, Wäisse Rank, seit 1979
  • Ungarn, Fehér Gyürü – Közhasznú Egyesület, seit 1989
  • Schweiz, Weisser Ring – Anneau blanc – Anello Bianco, seit 1984
  • Tschechien, Bílý kruh bezpečí, seit 1991

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Außenstellenleiter des Vereins Weisser Ring in Lübeck soll sich 2012 mit drei Frauen getroffen haben, die in der Opferbetreuung des Vereins waren. Dem nunmehr ehemaligen Mitarbeiter wird vorgeworfen, Frauen in Beratungsgesprächen sexuell belästigt zu haben. In sieben Fällen besteht der Anfangsverdacht einer Straftat. Insgesamt lagen 18 Anzeigen gegen den Mann vor. Seit November 2017 war der pensionierte Polizeihauptkommissar nicht mehr für Weisser Ring tätig.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. Mai 2018.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. Mai 2018.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 24. Mai 2018.</ref>

Ein Vorfall im April 2016, bei dem sich der ehemalige Außenstellenleiter während eines Beratungsgesprächs vor einer ratsuchenden Frau entblößt haben soll, wurde vor dem Amtsgericht Lübeck verhandelt. Im September 2019 sprach das Amtsgericht den Angeklagten vom Vorwurf des Exhibitionismus frei, da es nach der Beweisaufnahme nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit davon überzeugt war, dass der Angeklagte die Tat, so wie geschildert, begangen hat.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 10. Dezember 2021.</ref> Eine Gutachterin hatte während des Verfahrens Zweifel an den Aussagen der Hauptbelastungszeugin geäußert.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. NDR, abgerufen am 10. Dezember 2021.</ref> Gegen den Freispruch legten die Staatsanwaltschaft sowie die Nebenklage Berufung ein, so dass der Fall erneut im August 2021 vor dem Landgericht verhandelt werden sollte. Nach Vorlage eines weiteren aussagepsychologischen Gutachtens zu dem Aussageverhalten der Hauptbelastungszeugin zog die Staatsanwaltschaft die Berufung zurück. Nachdem auch die Nebenklage ihre Berufung zurückgezogen hatte, wurde der Freispruch rechtskräftig.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. NDR, abgerufen am 10. Dezember 2021.</ref>

Der Bundesverband des WEISSER RING e. V. zog aus den Vorfällen in Lübeck Konsequenzen und entwickelte einen Maßnahmenkatalog. Er sieht unter anderem die Möglichkeit vor, dass der Bundesvorstand im Notfall Mitarbeiter vor Ort suspendieren und von ihren Aufgaben entbinden kann. Ein unabhängiger Ansprechpartner kümmert sich um eingehende Beschwerden und entwickelt gemeinsam mit den Betroffenen effektive Problemlösungen. Der unabhängige Ansprechpartner berichtet regelmäßig direkt dem Bundesvorstand. Weibliche Opfer von Sexualdelikten werden im Erstgespräch beim WEISSER RING e. V. seitdem standardmäßig von einer Opferhelferin betreut. Ist dies nicht möglich, sehen die Regelungen vor, dass mindestens zwei Opferhelfer beim Erstgespräch mit der Betroffenen anwesend sind (Sechs-Augen-Prinzip).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 10. Dezember 2021.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />