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Welldeck

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Datei:L-61, visto desde babor, con el portón del dique abierto (34258719254).jpg
Ein Welldeck ist im Heck des Rumpfes vorgesehen.

Welldeck, seltener auch Brunnendeck,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Tiefdeck oder gesenktes Deck (von Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.), ist auf Schiffen mit verschieden hohen oben offenen Decks der tiefste Bereich zwischen davor und dahinter liegenden höheren Decks. Die Bezeichnung leitet sich davon ab, dass überkommendes Wasser von den höheren Bereichen wie in einen Brunnenschacht hierhin abfließt, so dass dieses Deck besonders oft unter Wasser steht. Umgangssprachlich wurden Welldecks auch Versaufloch genannt. Bei sogenannten Welldeckschiffen oder kurz Welldeckern<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> ist das Welldeck der ungedeckte Bereich des Hauptdecks zwischen Back und Manöverdeck, also zwischen dem erhöhten Bugbereich und den etwa mittigen Aufbauten. Der Welldecker kam als Schiffsentwurf im 19. Jahrhundert – zunächst in Großbritannien – auf<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> und wurde in verschiedenen Ausprägungen bis in die 1960er Jahre gebaut.

Bei Docklandungsschiffen wird auch der mehrgeschossige Laderaum im Heck amphibischer Angriffsschiffe, welcher bei Bedarf geflutet und achtern durch ein großes Tor von mitgeführten Landungsbooten befahren werden kann, oft als Welldeck bezeichnet. Im anglo-amerikanischen Sprachgebrauch wird dafür aber auch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. verwendet.

Funktionsweise von Welldecks auf Militärschiffen[Bearbeiten]

Datei:USS Green Bay operations 150126-N-KE519-197.jpg
LCU des USMC kehren ins geflutete Welldeck der Green Bay zurück
Datei:Landing craft on well deck HMAS Canberra.JPG
Trockenes Welldeck der Canberra-Klasse
Datei:170606-N-GG458-059 (34968648072).jpg
Ein assault amphibious vehicle steigt die Rampe der Arlington hinab

Während der Überfahrt ist das Tor geschlossen und das Welldeck trocken. Erreicht das Schiff sein Einsatzgebiet, so werden große seitliche Ballasttanks mit Wasser gefüllt, bis sich das Heck des Schiffes so weit ins Meer senkt, dass das Welldeck geflutet wird. Die zusätzliche Eintauchtiefe beträgt bis zu 10 Meter. Das Schiff steht dabei still oder macht langsame Fahrt.

Aus Transportdecks im Innern der amphibischen Angriffsschiffe fahren Fahrzeuge, Lastkraftwagen und Panzer über eine Rampe in die Landungsboote. Das voll beladene Landungsboot verlässt über das nun abgesenkte Tor den Rumpf des Schiffes und steuert in Richtung Küste, um dort seine Fracht zu entladen. Die Schiffe befinden sich dabei 50–100 Kilometer von der Küste entfernt in internationalen Gewässern und weitgehend geschützt vor feindlichem Feuer. Diese Operationsweise wird auch Over the Horizon (OTH, deutsch „hinter dem Horizont“) genannt.

Für die Operation mit Luftkissenbooten des Typs LCAC ist das Fluten des Welldecks nicht nötig. Diese können über das offene Tor als Rampe direkt auf die Meeresoberfläche gleiten. Die Amtrac-Schwimmpanzer des Marine Corps benötigen keine Landungsboote, sondern fahren vom Welldeck aus direkt ins offene Meer.

Welldecks auf Docklandungsschiffen können über 100 m lang sein, so dass bei einigen für die raschere Beladung mittels Ladekran eine große Öffnung nach oben mittschiffs eingebaut wurde.

Alle entsprechenden Schiffe der US Navy müssen sich alljährlich für diese amphibischen Operationen qualifizieren, die sogenannte Well Deck Certification.

Maße[Bearbeiten]

Maße der Welldecks bekannter Schiffsklassen:

Klasse Marine Typ   Länge in m Breite in m Fläche m²
Tarawa-Klasse Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten LHA 81,68 23,77 1941
Wasp-Klasse Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten LHD 81,4 15,2 1237
Whidbey-Island-Klasse Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten LSD 134,1 15,2 2038
Foudre-Klasse FrankreichDatei:Civil and Naval Ensign of France.svg Frankreich LSD 122,0 14,3 1745
Ouragan-Klasse FrankreichDatei:Civil and Naval Ensign of France.svg Frankreich LSD 120,0 13,2 1584
Mistral-Klasse FrankreichDatei:Civil and Naval Ensign of France.svg Frankreich LHD 885
San-Antonio-Klasse Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten LPD 55,0 14,0 770
Albion-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Naval ensign of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich LPD 60,0 15,0 900
Bay-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Naval ensign of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich LSD 39,0 14,0 546
Canberra-Klasse AustralienDatei:Naval Ensign of Australia.svg Australien LHD 69,3 16,8 1164

<ref name="navy_hist_tarawa">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Weitere Docklandungsschiffe werden von der italienischen, der niederländischen, der spanischen und der chinesischen Marine betrieben.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Well decks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />