Werner Weinmann
Werner Weinmann (* 18. Dezember 1935 in Bonlanden; † 13. Februar 1997 in Stuttgart) war ein deutscher Politiker (SPD).
Leben[Bearbeiten]
Weinmann besuchte die Volksschule in Bonlanden und machte anschließend eine Schriftsetzerlehre in Stuttgart. Dann besuchte er in Stuttgart das Abendgymnasium und die Meisterschule für das graphische Gewerbe, wo er 1963 die Meisterprüfung ablegte. Im Anschluss arbeitete er unter anderem als technischer Betriebsleiter im Stuttgarter Druckereiwesen. 1964 machte er sich selbständig und gründete eine Druckerei.
Politisch engagierte sich der Druckereibesitzer seit Mitte der 1960er Jahre in der SPD. Zunächst war er Gemeinderat in Bonlanden, nach der Gebietsreform in Baden-Württemberg Stadtrat von Filderstadt. 1964 zog er als Mitglied in den Kreistag des Landkreises Esslingen ein. 1968 wurde er in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt, dem er bis zu seinem Tod fast 30 Jahre lang als Abgeordneter angehörte. Zunächst vertrat er den Wahlkreis Esslingen II, ab 1976 den Wahlkreis Nürtingen. In den 1970er Jahren gehörte er als Mitglied des Regionalverbandes Mittlerer Neckar auch der Regionalversammlung Mittlerer Neckar an.
Weinmann war zudem Vorstandsmitglied des Württembergischen Landessportbundes und Mitglied des Kuratoriums der Akademie des Handwerks.
Nach den Landtagswahlen 1992 wurde Baden-Württemberg von einer Großen Koalition regiert. Ministerpräsident Erwin Teufel holte Weinmann in sein Kabinett und übertrug ihm die Aufgaben eines Staatssekretärs im Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Familie und Sozialordnung. Nach der Landtagswahl 1996 verlor er dieses Amt wieder, weil die CDU fortan eine Koalition mit der FDP einging. Seine Nachfolgerin wurde die CDU-Politikerin Johanna Lichy. In seiner Amtszeit setzte er sich u. a. für die Einführung einer Pflegeversicherung ein, die in Baden-Württemberg mit dem Landespflegegesetz unter seiner Federführung umgesetzt wurde. Bereits 1990 wies er auf den Personalmangel in der Pflege hin.<ref>https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.werner-weinmann-aus-bonlanden-mit-kaempferischem-humor-fuer-die-armen.86deee15-a3cb-4e5e-8cdd-0e85465c0b9b.html</ref>
Werner Weinmann war evangelisch, verheiratet und hatte zwei Kinder. Er starb am 13. Februar 1997. Für ihn rückte Nils Schmid in den Landtag nach. Seine Familie gründete dann gemeinsam mit Rainer Arnold die nach ihm benannte „Werner-Weinmann-Stiftung“, die das bürgerschaftliche Engagement insbesondere im sozialen Bereich und im Vereinsehrenamt im Raum Filder/Nürtingen fördert. Die Stiftung verleiht jährlich den Werner-Weinmann-Preis an Personen für herausragende Leistungen im bürgerschaftlichen Engagement.
Weblinks[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Weinmann, Werner. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1319–1320.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weinmann, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 18. Dezember 1935 |
| GEBURTSORT | Bonlanden |
| STERBEDATUM | 13. Februar 1997 |
| STERBEORT | Stuttgart |