Wilhelm Anderson
Wilhelm Robert Karl Anderson (* 28. Oktober 1880 in Minsk, Gouvernement Minsk; † 26. März 1940 in Meseritz) war ein deutsch-baltischer Astrophysiker, der sich vor allem mit der physikalischen Struktur der Sterne beschäftigte.
Leben[Bearbeiten]
Wilhelm Anderson wurde in Minsk in eine deutschstämmige Familie geboren (seine Brüder waren der Statistiker Oskar Anderson und der Folklorist Walter Anderson) und verbrachte seine Jugend in Kasan, wo sein Vater Nikolai Anderson Professor für Finno-ugrische Sprachen war. Zwischen 1910 und 1920 arbeitete er als Physiklehrer in Samara und Minsk. 1920 siedelte er zusammen mit seinem Bruder Walter Anderson nach Tartu (Estland) um. An der Universität Tartu erlangte er 1923 den Magistergrad und 1927 den Doktorgrad. 1934 bewarb er sich um die Zulassung zur Habilitation zum Thema „Existiert eine obere Grenze für die Dichte der Materie und Energie?“ und wurde nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens 1936 als Dozent in Tartu eingestellt.<ref name="kuusk">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Zwischen 1937 und 1939 erkrankte Anderson an einem nervösen Leiden, welches zur Arbeitsunfähigkeit führte.<ref name="eelsalu">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="kuusk" /><ref>Zusatznote. In: Acta et commentationes Universitatis Tartuensis (Dorpatensis). A, Mathematica, Physica, Medica. XXXIII, Tartu, 1939, S. 237.</ref> Im Januar 1940 wurde er, wie viele Deutsch-Balten, nach Deutschland umgesiedelt,<ref name="ERA.14.2-2.169:149">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Saksamaale ümberasujate kartoteekSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Rahvusarhiiv, the National Archives of Estonia ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> wo er schon im März 1940 in der Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde bei Meseritz verstarb.<ref name="kuusk" /> Der Verdacht wurde geäußert, dass Anderson ein Opfer des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms war.<ref name="eelsalu" />
Eine der wichtigsten Arbeiten Andersons befasste sich mit der Berechnung der oberen Massengrenze von Weißen Zwergen (1929, Tartu), die später als Chandrasekhar-Grenze bekannt wurde.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
- Über die Existenzmöglichkeit von kosmischem Staube in der Sonnenkorona. In: Zeitschrift für Physik 28, 1924, S. 299–324, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..
- Über die Grenzdichte der Materie und der Energie. In: Zeitschrift für Physik 56, 1929, S. 851–856, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Anderson, Wilhelm |
| ALTERNATIVNAMEN | Anderson, Wilhelm Robert Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | Astronom und Astrophysiker |
| GEBURTSDATUM | 28. Oktober 1880 |
| GEBURTSORT | Minsk, Gouvernement Minsk |
| STERBEDATUM | 26. März 1940 |
| STERBEORT | Meseritz |