Wilhelm Binroth
Wilhelm Binroth (* 31. Oktober 1891 in Schkeuditz/Leipzig; † 1964 in Gelsenkirchen) war ein deutscher Genre- und Landschaftsmaler.
Leben[Bearbeiten]
Wilhelm Binroth besuchte nach seiner Schulzeit in Leipzig ab 1910 die Kunstakademie Düsseldorf. 1912 wechselte er an die Akademie der Bildenden Künste nach München.<ref>Eintrag in der Matrikeldatenbank der Akademie der Bildenden Künste München</ref> Er arbeitete in der Klasse von Angelo Jank und war später Meisterschüler von Franz von Stuck. Sein Studium der Kunstgeschichte beendete er 1914, danach nahm er als Soldat des Deutschen Heers am Ersten Weltkrieg teil. Nach einer externen Zeichenlehrerprüfung für das höhere Schulamt in Berlin und späterer Gewerbeoberlehrerprüfung arbeitete er kurzzeitig als Gewerbelehrer in Leipzig. Ab 1922 war er Dozent an der Kunst-Gewerbeschule in Gelsenkirchen.
In der Zeit des Nationalsozialismus war er Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an 11 großen Gruppenausstellungen sicher belegt<ref>Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 393 und passim</ref>.
Bis Ende der 1950er Jahre lehrte er an der Berufsfachschule Gelsenkirchen.<ref name="AKL">Frank Volker: Binroth, Wilhelm. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Band 11, Saur, München 1995, S. 113.</ref>
Binroth schuf Ölbilder und Aquarelle, aber auch Pastelle und Monotypien. Er malte vor allem Landschaften, wobei er häufig Motive aus Italien wählte.
Ausstellungen (unvollständig)[Bearbeiten]
- Mehrere Beteiligung an der Großen Westfälischen Kunstausstellung im Haus der Bildenden Kunst in Dortmund
- 1943 und 1944: Große Deutsche Kunstausstellung, München
- 1957: Sonderausstellung anlässlich Binroths 65. Geburtstag im Heimatmuseum Gelsenkirchen
Seine Bilder befinden sich unter anderem in der Sammlung des Folkwang Museums Essen, des Osthaus Museum Hagen sowie des Landesmuseums und des Vestischen Museums in Recklinghausen.<ref name="AKL" />
Literatur[Bearbeiten]
- Frank Volker: Binroth, Wilhelm. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 11, Saur, München u. a. 1995, ISBN 3-598-22751-5, S. 113.
- Binroth, Wilhelm. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 5: V–Z. Nachträge: A–G. E. A. Seemann, Leipzig 1961, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Binroth, Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Genre- und Landschaftsmaler |
| GEBURTSDATUM | 31. Oktober 1891 |
| GEBURTSORT | Schkeuditz, Leipzig |
| STERBEDATUM | 1964 |
| STERBEORT | Gelsenkirchen |