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Wilhelm Wissmann

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Friedrich Wilhelm Hans Wissmann (* 27. Februar 1899 in Berlin; † 21. Dezember 1966 in München) war ein deutscher Vergleichender Sprachwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

Wilhelm Wissmann wurde am 27. Februar 1899 als Sohn des Bankbuchhalters Otto Wissmann in Berlin-Moabit geboren.<ref>Geburtsregister StA Berlin XII a, Nr. 576/1899</ref> Er besuchte das Luisengymnasium in Moabit. Nach dem Heeresdienst, zu dem er im September 1917 einberufen wurde, studierte er ab Ostern 1919 an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin bei Wilhelm Schulze Vergleichende Sprachwissenschaft, Klassische Philologie und Germanistik.

Wissmann trat 1918 dem in seiner politischen Ausrichtung antisemitisch agierenden Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund bei, dem er bis zu dessen Auflösung angehörte.<ref name="catalogusprofessorumhalensis" />

1930 erfolgte die Promotion zum Dr. phil. und Wissmanns Mitarbeit am Deutschen Wörterbuch begann.<ref name="catalogusprofessorumhalensis">Eintrag zu Wilhelm Wissmann im Catalogus Professorum Halensis</ref> Von 1933 bis 1939 war Wissmann Vorlesungsassistent am Germanistischen Seminar der Universität Berlin. Dort wurde er 1938 habilitiert.<ref name="catalogusprofessorumhalensis" /> Ab 1937 arbeitete er mit Heinrich Marzell am Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen.<ref name="Nachruf2">Wilhelm Wissmann: 27.2.1899 bis 21.12.1966. In: Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der Indogermanischen Sprachen. Band 80, 1966, S. II.</ref> 1939 wurde er als Dozent der Universität Halle zugewiesen, jedoch im November 1939 zum Kriegsdienst eingezogen. 1940 wurde er beamteter außerordentlicher Professor an der Universität Freiburg im Breisgau.<ref name="Nachruf1">Wilhelm Wissmann: 27.2.1899 bis 21.12.1966. In: Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der Indogermanischen Sprachen. Band 80, 1966, S. I.</ref> Bereits 1942 erfolgte die Berufung an die Universität Königsberg zum Professor für Indogermanische Sprachwissenschaft. Während des Dritten Reiches gehörte Wissmann der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt, dem Reichsluftschutzbund und dem Reichskolonialbund an.<ref name="catalogusprofessorumhalensis" />

Wissmann wurde 1945 an die Universität Berlin berufen, geriet jedoch noch im selben Jahr in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft setzte er 1947 seine Tätigkeit auf dem Berliner Lehrstuhl von Wilhelm Schulze fort.<ref name="Nachruf1" /><ref name="catalogusprofessorumhalensis" /> 1953 erfolgte die Berufung an die Universität München. Ab 1963 gab Wissmann das Wörterbuch der deutschen Tiernamen heraus.<ref name="Nachruf2" />

Für den im Rahmen seiner Mitarbeit am Deutschen Wörterbuch erstellten Abriss der deutschen Grammatik wurde er gemeinsam mit Theodor Frings und Johannes Erben mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. Sein Nachlass befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Nomina postverbalia in den altgermanischen Sprachen nebst einer Voruntersuchung über Deverbative o-Verba. Göttingen 1932 (Dissertation)
  • mit Heinrich Marzell und Wolfgang Pfeifer: Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen. Leipzig 1943–1979
  • Wörterbuch der deutschen Tiernamen. Berlin 1963–1968

Einzelbelege[Bearbeiten]

<references />

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Lehrstuhl für Historische und Indogermanische Sprachwissenschaft: Wilhelm Streitberg (1909–1920) | Gustav Herbig (1922–1925) | Ferdinand Sommer (1926–1951) | Wilhelm Wissmann (1953–1966) | Meinrad Scheller (1968–1975) | Klaus Strunk (1977–1999) | Peter Schrijver (1999–2005) | Olav Hackstein (seit 2005)

Allgemeine und Typologische Sprachwissenschaft: Hans-Jürgen Sasse (1977–1987) | Michael Job (1988–1991) | Wolfgang Schulze (1992–2020)

Professur für Albanologie: Martin Camaj (1971–1990) | Wilfried Fiedler (1991–1999) | Bardhyl Demiraj (seit 2001)

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