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Wilknity

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Wilknity
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Wilknity (Polen)
Wilknity (Polen)
Wilknity
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Braniewo
Gmina: Lelkowo
Geographische Lage: 54° 17′ N, 20° 11′ OKoordinaten: 54° 16′ 56″ N, 20° 10′ 55″ O
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Einwohner:
Postleitzahl: 14-521
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NBR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 510: Pieniężno ↔ Dębowiec–Lelkowo–Głębock–Grenze PL/RUS (–Kupgallen–Kornewo)
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig

Wilknity (deutsch Wilknitt) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren innerhalb der Landgemeinde Lelkowo (Lichtenfeld) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg). Bis 1945 gehörte er zum Kreis Heiligenbeil in Ostpreußen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Wilknity liegt am Ostufer der Warnau ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Bis zur früheren und heute auf russischem Staatsgebiet gelegenen Kreisstadt Heiligenbeil ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) sind es 25 Kilometer in nordwestlicher Richtung, und die heutige Kreismetropole Braniewo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) liegt 26 Kilometer in westlicher Richtung entfernt.

Anwesen in Wilknity

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten]

Der Name des Ortes Wilknity hat verschiedene Stadien der Schreibweise durchlaufen: 1336 Wylkeniten, nach 1336 Wilkeniten, nach 1346 Wilkonyte, vor 1600 Wilkenitten, nach 1610 Wilckenitten, nach 1620 Wilcknith, nach 1678 Wilkni, nach 1785 Wilkenitt und nach 1820 bis 1945 Wilknitt.<ref name="Lange">Dietrich Lange: Wilknitt. in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen, bildarchiv-ostpreussen.de, 2005.</ref>

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1336 wurde Wilknity erstmals erwähnt.<ref name="Lange" /> Als Gutsbezirk kam das Dorf 1874 zum neuen Amtsbezirk Eichholz (polnisch Dębowiec) im ostpreußischen Kreis Heiligenbeil im Regierungsbezirk Königsberg.<ref name="Jehke">Rolf Jehke: Amtsbezirk Eichholz. territorial.de, 2024.</ref>

Im Ort entwickelte sich ein Gut, welches im 19. Jahrhundert der Familie von Esebeck gehörte. Gutsherr war u. a. der Major Hermann von Esebeck (* 1816).<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1867. 17. Jahrgang. Justus Perthes, Gotha 1866, S. 228; google.de/books</ref> Wenig später folgte die Familie von Bardeleben, vertreten durch Kurt von Bardeleben, verheiratet mit der Autorin Eveline von Auerswald,<ref>Ein Blick auf die einstige Stellung der Oberpräsidenten Auerswald und Schön in Königsberg in Preußen, mit Rücksicht auf einige dahin bezügliche Schriften. C. A. Sonnewald, Stuttgart 1844. kpbc.umk.pl (PDF).</ref> Bardeleben war zuletzt Landrat im Kreis Fischhausen. Auch die seine Tochter, Eveline von Bardeleben, war Schriftstellerin<ref>Sophie Pataky: Lexikon deutscher Frauen der Feder. Band 2. Berlin 1898, S. 477.</ref><ref>Bardeleben, Eveline Ernestine v. In: Lexikon deutscher Frauen der Feder. zeno.org</ref> und wurde in Wilknitt geboren.<ref>Rudolf Bunge: Deutsche Samariterinnen. In: Westermann’s Jahrbuch der Illustrierten Deutschen Monatshefte. Ein Familienbuch für das gesamte geistige Leben der Gegenwart, 1875, 38. Band (3. Folge, 6. Band); Braunschweig, S. 205 ff.; google.de/books</ref> Die Gutsherrschaft setzte mit Schafszucht auf einen neueren wirtschaftlichen Schwerpunkt.<ref>Johann Philipp Wagner: Ueber Merinos Schaafszucht in Bezug auf die Erfordernisse der Wolle für ihre Anwendung. Ein Versuch. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1928, S. 434; Textarchiv – Internet Archive.</ref>

Zu Wilknitt gehörte das Vorwerk Splentienen (polnisch Plecionka) mit zwei Einwohnern im Jahre 1905.<ref>Wilknitt. In: Meyers Gazetteer.</ref> Das Gutsdorf Wilknitt zählte 1910 insgesamt 137 Einwohner.<ref>Landkreis Heiligenbeil. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. April 2023;.</ref>

Am 30. September 1928 wurde der Nachbarort Bartken (polnisch Bartki) nach Wilknitt eingemeindet, wobei der Gutsbezirk Wilknitt in die Landgemeinde Wilknitt umgewandelt wurde.<ref name="Jehke" /> Die Einwohnerzahl des auf diese Weise veränderten Dorfes belief sich 1933 auf 198 und 1939 auf 177 Einwohner.<ref>Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Heiligenbeil.</ref> An den privatrechtlichen Besitzungen änderte sich nichts, nur die Gutsbezirke waren juristisch keine eigenständige Orte mehr.

1932 gehörten 400 ha, davon 226 ha Ackerflächen, zum Gut der Familie von Steegen. Als Verwalter agierte Martin von Schäwen in der Funktion eines Administrators.<ref>Hans Wehner (Hrsg.): Landwirtschaftliches Adreßbuch der Domänen, Rittergüter, Güter und Höfe in der Provinz Ostpreußen (1932). 5. Auflage (Letzte Auflage). In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Adressbücher. Band III. Selbstverlag von Niekammer’s Gütern-Adressbüchern GmbH, Leipzig 1932, S. 360; bibliotekaelblaska.pl (PDF).</ref> Letzter Gutsbesitzer war Hubertus von Steegen (* 1907; † 1943), verheiratet mit Vera Marie Hedda Freiin von Stackelberg-Thomel, Schwester<ref>Hans Friedrich von Ehrenkrook et al.: Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser. A (Uradel). 1952. Band I, Band 4 der Gesamtreihe GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv. C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1952, S. 397 f.</ref> des Freiherrn Karl-Georg von Stackelberg. Vera und Hubertus von Steegen hatten vier Kinder,<ref>Andreas von Steegen. * 3. Juni 1944 in Königsberg. In: Traueranzeigen. Verlagsgesellschaft Madsack, Hannover 9. Dezember 2024.</ref> alle in Königsberg geboren, und waren Mitglied der Deutschen Adelsgenossenschaft.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil B (Briefadel). 33. Jahrgang. 1941. Justus Perthes, Gotha 1940, S. 479. Siehe: FamilySearch.</ref>

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten werden musste, erhielt Wilknitt die polnische Namensform „Wilknity“. Heute ist das Dorf eine Ortschaft der Gmina Lelkowo (Landgemeinde Lichtenfeld) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Religion[Bearbeiten]

Wilknitt war bis 1945 mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung in das Kirchspiel der Kirche Eichholz (polnisch Dębowiec) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.<ref>Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1968, S. 459.</ref> Die heute überwiegend römisch-katholische Einwohnerschaft Wilknitys gehört zur Pfarrei Dębowiec im Dekanat Pieniężno (Mehlsack) im Erzbistum Ermland.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Wilknity liegt an der polnischen Woiwodschaftsstraße 510, die von Pieniężno (Mehlsack) bis nach Głębock (Tiefensee) an der polnisch-russischen Staatsgrenze (EU-Außengrenze) führt. Damit verläuft sie auf einem Abschnitt der deutschen Reichsstraße 126, die von Alt Christburg (Polnisch Stary Dzierzgoń) bis in die heutige Oblast Kaliningrad nach Königsberg (Preußen) führte.

Schiene[Bearbeiten]

Bis 1945 war Wilknitt Bahnstation an der von Königsberg über Zinten herkommenden und über Mehlsack bis nach Göttkendorf (Allenstein) verlaufenden Bahnstrecke. Der Bahnhof befand sich mehrere hundert Meter östlich des Dorfs. Er ist jetzt geschlossen. Die Bahnstrecke wird heute ab Pieniężno auf der PKP-Bahnstrecke Braniewo–Olsztyn Gutkowo befahren.

Persönlichkeit des Ortes[Bearbeiten]

  • Martin Krause (* 29. Juni 1851 in Wilknitt), deutscher Mathematiker († 1920)

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Wilknity – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Amtsssitz: Lelkowo

Schulzenämter: Bieńkowo (Bönkenwalde) | Dębowiec (Eichholz) | Głębock (Tiefensee) | Grabowiec (Schönwalde) | Jachowo (Hanswalde) | Jarzeń (Arnstein) | Krzekoty (Groß Hasselberg) | Kwiatkowo (Blumstein) | Lelkowo (Lichtenfeld) | Lutkowo ([Groß] Lüdtkenfürst) | Sówki (Schönfeld) | Wilknity (Wilknitt) | Wołowo (Wohlau) | Wyszkowo (Hohenfürst) | Zagaje (Hasselpusch).

Kleinere Orte: Bartki (Bartken) | Giedawy (Köllmisch Gedau) | Jarzeński Młyn (Arnsteiner Mühle) | Kildajny (Kildehnen) | Mędrzyki (Lauterbach) | Miłaki (Müngen) | Mlecznik (Milchbude) | Młyniec (Mühlenfeld) | Młynowo (Mühlenhof) | Nałaby (Nallaben) | Perwilty (Perwilten) | Piele (Pellen) | Przebędowo (Perbanden) | Słup (Schepstein) | Szarki (Sargen) | Wilknicki Młyn (Wilknitter Mühle) | Wola Wilknicka (Rosenwalde) | Zdrój (Schönborn).

Untergegangene Orte: Działy (Schöneberg) | Jelonki (Hirschken) | Krzekotki (Klein Hasselberg) | Krzekotkowo (Neu Hasselberg) | Lutkówko (Klein Lüdtkenfürst) | Mlecznik (Milchbude) | Plecionka (Splentienen) Rusewo (Rauschbach) | Siekiera (Friedrichshof) | Strzeszkowo (Gottesgnade) | Szczodrak (Glückauf),
sowie: Eigensinn und Schäferhof. Vorlage:Klappleiste/Ende