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Willi Friedrich Koerbel

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Willi Friedrich Koerbel (* 20. Juli 1910 in Habsheim, Elsass; † 11. Juni 2000) war ein deutscher Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Er studierte in Heidelberg und München Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Geschichte und trat zum 1. September 1931 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 644.652).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/21941380</ref><ref>Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 4176</ref> Er war Mitglied der Studentenverbindung ATV Hasso-Rhenania Heidelberg im ATB.<ref>Vorstand des Altherrenbundes des ATB: ATB Adreßbuch 1980. Kassel 1980, S. 138.</ref>

Koerbel war SA-Führer und Komponist des SA-Marsches Nr. 5 Sturmsoldaten<ref>Eintrag für Sturmsoldaten im gateway-bayern.de</ref> und kulturpolitischer Schriftleiter des Mannheimer Hakenkreuzbanner. 1933 war er Sport- und Pressereferent der Mannheimer SA (=SA-Standarte 171 (Traditionsregiment Kolmar)).<ref>MARCHIVUM: Chronikstar. 5. Mai 1933, abgerufen am 4. Mai 2019.</ref> Er war Hauptschriftleiter und Pressechef der Obersten SA-Führung. Nach Einstellung des Kampfblattes Der SA-Mann wurde er 1939 als SA-Obersturmbannführer persönlicher Referent von Viktor Lutze in der Reichskanzlei Berlin.<ref>Bild von 1939</ref> Später wurde er von Wilhelm Schepmann zum SA-Standartenführer befördert. Militärisch wurde er zum Fallschirmjäger ausgebildet und nahm am Westfeldzug teil. Er gehörte zu den ersten deutschen Soldaten, die 1940 Paris erreichten. Später war er Verbindungsoffizier der deutschen Luftwaffe zur italienischen Luftwaffe in Rom.<ref name="Free">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.WILLI KOERBEL, Soldat in Nordafrika, 1941/1943 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.baerfilm.de</ref> Über diese Zeit schrieb er 1997 eine Mussolini-Biographie. 1941/43 war er Soldat in Nordafrika.

Nach dem Krieg war er Unternehmensberater in Heidelberg und ab 1957 Generalkonsul Ghanas in Deutschland<ref>Stadtarchiv Karlsruhe: Besuch der afrikanischen Prinzessin Gifty aus Ghana in Karlsruhe. 1979 in der Deutschen Digitalen Bibliothek</ref> und war als solcher in Stuttgart tätig.<ref>Koerbel, Willi F. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 672.</ref> 1997 wurde er Ehrenbürger der Stadt Habsheim.<ref>Werner Bräuninger: Strahlungsfelder des Nationalsozialismus: Die Flosse des Leviathan. Schnellbach 1999, ISBN 3-926584-67-X.</ref>

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Der SA-Mann. Kampfblatt der obersten SA.- Führung und der NSDAP. (als Hauptschriftleiter), Verlag Franz Eher Nachf., München, erschien von 1928 bis ca. 1939.<ref>Der SA-Mann. Kampfblatt der obersten SA.- Führung und der NSDAP</ref>
  • 1937: Erlebnisse der Kameradschaft (Herausgeber)
  • 1938: Die deutschen Freikorps 1918–1923: Anh.: Das Sudetendeutsche Freikorps 1938 (mit Friedrich Wilhelm von Oertzen, 1939 5. Auflage)
  • 1938: SA-Geist im Betrieb, vom Ringen um die Durchsetzung des deutschen Sozialismus. Band 10 von Kampfschriften der Obersten SA-Führung, Zentralverlag der NSDAP, 1938
  • 1944: Die deutsche Seele, Verlag „Wir sind daheim“, Dresden (herausgegeben vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Abt. Ost, in Verbindung mit dem Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums, Hauptamt Volksdeutsche Mittelstelle)<ref>Anmerkung: Verlag „Wir sind Daheim“ in Dresden ist der Verlag der gleichnamigen von 1940 bis 1944 erschienenen deutschen Zeitung für Umsiedler. [1] ZDB-ID 1363757-5</ref>
  • 1944: So entstand das Reich, Verlag „Wir sind daheim“, Dresden (herausgegeben vom Reichsministerium für Volksaufklärg und Propaganda, Abt. Ost, in Verbindung mit dem Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums, Hauptamt Volksdeutsche Mittelstelle)
  • 1987: Ein Mohr als Gelehrter. Einzigartige Karriere e. Negers in Deutschland. In: Geschichte Nr. 77, 1987. S. 27–31.<ref>zitiert in: Braunschweigischer Geschichtsverein: Braunschweigisches Jahrbuch, Band 68, 1987 (S. 204)</ref>
  • 1997: Erlebter Faschismus. Aufstieg und Sturz Benito Mussolinis. Ein Zeitzeuge berichtet. Berg am Starnberger See, 1997, ISBN 3-8061-1115-4

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Bräuninger: Strahlungsfelder des Nationalsozialismus: Die Flosse des Leviathan. Schnellbach 1999, ISBN 3-926584-67-X.
  • Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 4175f. online

Weblinks[Bearbeiten]

  • Marchivum, Stadtarchiv Mannheim
  • Procès verbaux des délibérations, PV de délibération | Mairie Habsheim (mairie-habsheim.fr)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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