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Wils Ebert

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Willy Karl (Wils) Ebert (* 17. April 1909 in Obercunnersdorf; † 24. Juni 1979 in Berlin) war ein deutscher Architekt, Stadtplaner, Designer und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Datei:Waldfriedhof zehlendorf Wils Ebert.jpg
Grabstätte (mit Geburtsjahr 1904)

Nach einer handwerklichen Ausbildung als Schlosser und Dreher folgte von 1929 bis 1933 ein Studium am Bauhaus Dessau. 1933–1934 schloss sich eine Mitarbeit im Büro von Walter Gropius an, anschließend eine freiberufliche Tätigkeit. Er war Mitglied des Deutschen Werkbundes.

1938 übernahm Ebert das Büro von Ludwig Hilberseimer, der in die USA emigriert war.

Von 1941 bis 1945 war Wils Ebert bei der Mineralöl-Baugesellschaft mbH in Berlin dienstverpflichtet.

Von 1945 bis 1949 war er Leiter des Hauptamts für Planung beim Magistrat von Berlin und Assistent an der Technischen Hochschule Berlin bei Hans Scharoun, der Ebert auch in späteren Jahren förderte. Ebert gehörte zu dem Planungskollektiv unter Scharoun, das mit der „Vision von Berlin als durchgrünter Stadtlandschaft mit modernen Großsiedlungen“<ref>“Berlin plant – erster Bericht”, 1946 | s r c o u t t s</ref> ein „Zukunftsmodell für die Hauptstadt eines friedliebenden, demokratischen Deutschland“<ref>Ulrich Kuhirt (Hrsg.): Kunst der DDR. 1945-1959. E. A. Seemann Verlag Leipzig, 1982, S. 87 </ref> entwickelte. Es wurde vom 22. August bis 30. September im Weißen Saal des Berliner Schlosses in der Ausstellung „Berlin plant“, die 18.757 Besucher hatte, gezeigt. Bei der Planung der Gropiusstadt war Wils Ebert als „künstlerischer Oberbauleiter“ von besonderer Bedeutung.<ref>Olaf Pfeifer: Die Gropiusstadt – Neuinterpretation von Großsiedlungen der 60er Jahre am Beispiel der Gropiusstadt in Berlin. TU Berlin, Berlin 1998, S. 41 (Online [PDF; 25,4 MB; abgerufen am 7. September 2025] Diplomarbeit).</ref> Obwohl Ebert ein vertrauter Mitarbeiter von Walter Gropius gewesen war, kritisierte er stark den Entwurf des Büros The Architects Collaborative TAC, dessen Leiter Gropius war. Anders als Gropius pflegte Ebert engen Kontakt zur federführenden Wohnungsbaugenossenschaft GEHAG und dem Berliner Senat, was über den gesamten Planungsverlauf zu Gerangel um die Planungskompetenz führte.<ref>Hans Bandel, Dittmar Machule (Hrsg.): Die Gropiusstadt – Der städtebauliche Planungs- und Entscheidungsvorgang. 2. verbesserte Auflage. Kiepert, Berlin 1974, ISBN 3-920597-20-6.</ref> 1960 trat Ebert als Mitinitiator des Bauhaus-Archivs in Erscheinung. Von 1963 bis 1974 lehrte er als ordentlicher Professor an der Hochschule für bildende Künste in Berlin (heute Universität der Künste Berlin).

Er ist auf dem Waldfriedhof Zehlendorf bestattet.

Werk, Beteiligungen[Bearbeiten]

Datei:Stadion Wilmersdorf.jpg
Stadion Wilmersdorf
Datei:Museen Dahlem Berlin Mai 2006 002.jpg
Museumszentrum Berlin-Dahlem

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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