Winden TG
| TG ist das Kürzel für den Kanton Thurgau in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Winden zu vermeiden. |
| Winden | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | Vorlage:CHE2 | |||||
| Kanton: | Datei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG) | |||||
| Bezirk: | Arbon | |||||
| Politische Gemeinde: | Egnach | |||||
| Postleitzahl: | 9315 | |||||
| Koordinaten: | 744486 / 263462
{{#coordinates:47,50602|9,35662|primary
|
dim=5000 | globe= | name= | region=CH-TG | type=city
}} |
| Höhe: | 498 m ü. M. | |||||
| Einwohner: | 335 (31.12.2018)<ref name="Einwohner">Vorlage:Orte TG 2018</ref> | |||||
Winden TG
| ||||||
| Karte | ||||||
Winden, früher Kügeliswinden, ist eine Ortschaft<ref name="Einwohner" /> in der politischen Gemeinde Egnach im Bezirk Arbon des Kantons Thurgau in der Schweiz.
Geographie[Bearbeiten]
Winden liegt am Hang gegen Lömmenschwil an der Hauptstrasse St. Gallen–Neukirch (Egnach)–Romanshorn. In Winden befindet sich der Bahnhof Häggenschwil-Winden der Linie St. Gallen–Romanshorn der Südostbahn.
Zu Winden gehören die Weiler Ballen, Bündt, Hegi, Klösterli, Lengwil, Schübshub, Siebeneichen, Staubishub und Winden.<ref>Offizielles Telefonbuch der Schweiz. Auf: local.ch, abgerufen am 1. Februar 2020</ref> Der Hof Raach ist eine 10,5 Hektaren grosse Enklave und gehört zur Gemeinde Häggenschwil im Kanton St. Gallen.<ref name="Tagblatt">David Grob: Der Hof Raach ist die einzige Exklave des Kantons St. Gallen – eine Suche nach den Gründen im Mittelalter. In: St. Galler Tagblatt (online), 17. April 2019</ref> Ballen und Lengwil wurden im Jahr 1860 von der Gemeinde Roggwil (TG) abgetrennt und der Gemeinde Egnach zugewiesen.<ref name="StatistikTG" />
Geschichte[Bearbeiten]
Winden wurde 1302 als Ober- und Niderwinden urkundlich erwähnt. Von etwa 1575 bis 1910 wurde es zur Unterscheidung vom ebenfalls in der Gemeinde Egnach liegenden Weiler Praliswinden als Kügeliswinden bezeichnet.<ref name="HLS" />
Der Doppelhof Winden wurde 1302 im bischöflich-konstanzischen Urbar erwähnt und war unter anderem den von Helmsdorf sowie 1545 bis 1632 den Kügelin verliehen. Bis 1798 war er Teil der Vogtei Arbon.<ref name="HLS" /> Raach kam im Jahr 1309 zum Heilig-Geist-Spital St. Gallen.<ref name="Tagblatt" /> Kirchlich teilte Winden stets das Schicksal von Egnach.<ref name="HLS" />
In Winden wurde Acker- und Obstbau sowie ab 1850 Vieh- und Milchwirtschaft (1887 Käserei, ab 1953 Molkerei) betrieben; unter anderem liessen sich dort eine Bauunternehmung und eine Zimmerei nieder. Bei der 1910 eröffneten Station Häggenschwil-Winden der Bodensee-Toggenburg-Bahn wurde 1963 bis 1975 grösstenteils auf Häggenschwiler Gemeindegebiet ein Heizöl- und Benzinlager von 300 Millionen Litern Kapazität errichtet.<ref name="HLS" />
Bevölkerung[Bearbeiten]
| Jahr | 1880 | 1910 | 1941 | 2000 |
| Einwohner | 59 | 126 | 113 | 93 |
Bildung[Bearbeiten]
In Hegi befindet sich die Schule Hegi-Winden mit Basisstufe und Primarschule.<ref>Primarschule Hegi-Winden. Auf der Webseite der Volksschulgemeinde Egnach, abgerufen am 1. Februar 2020</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="StatistikTG">Vorlage:Statistik TG 1850–2018</ref> <ref name="HLS">Erich Trösch: Winden. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> </references>
