Windischenhaig
Windischenhaig Große Kreisstadt Kulmbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(301)&title=Windischenhaig 50° 4′ N, 11° 25′ O
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| Höhe: | 311 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 301 (23. Juli 2013)<ref name="Kulmbach">https://www.kulmbach.de/xist4c/web/Kulmbach-Rathaus-Stadtteile_id_275_.htm</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 95326 | |||||
| Vorwahl: | 09221 | |||||
Windischenhaig (oberfränkisch: Windschn-haach<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „windschnhāch“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Windischenhaig liegt in der Gemarkung Katschenreuth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Dezember 2024.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Geografische Lage[Bearbeiten]
Das Dorf liegt auf mehreren Riedeln aus Bausandstein (Mittlerer Keuper) über der Talaue des Roten Mains. Das Tal des dort links dem Roten Main zufließenden Hirtenbachs trennt die Höhenrücken voneinander und führt zu großen Höhenunterschieden innerhalb des Dorfes. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Hitzmain (0,9 km nordwestlich), an der Frischenmühle vorbei nach Unterzettlitz (1 km nordöstlich), nach Lanzenreuth zur Kreisstraße KU 5 (2,2 km südöstlich) und nach Kemeritz ebenfalls zur KU 5 (2,1 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Ortsbild[Bearbeiten]
Windischenhaig ist ein typisches Haufendorf, das aus älteren landwirtschaftlichen Anwesen, stattlichen Gehöften mit gewöhnlich aus Bruchstein aufgeführtem zwei- bis dreigeschossigem Wohnhaus, großer Scheune, Stallgebäude und weiteren kleineren Bauten sowie kleineren Seldnerstellen und insbesondere zum Dorfrand hin, aus jüngeren Wohngebäuden neu hinzugezogener Einwohner besteht.
Der Gasthof Hereth „Zum grünen Kranze“ liegt neben landwirtschaftlichen Nebengebäuden und großem Fischteich im Talgrund des Hirtenbaches und bildet das Zentrum des Dorfes. Nach Westen und Osten steigt von dort aus die Hauptstraße an und führt zu weiteren Gehöften. Die Durchgangsstraße verläuft entlang des Hangfußes der Keuperhänge über dem Rotmaintal.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort wurde 1223 als „Houge“ erstmals urkundlich erwähnt. Er gehörte den Herzögen von Andechs-Meranien, die auch sonst weite Teile Oberfrankens beherrschten, darunter auch Kulmbach mit der Plassenburg. In Urkunden aus dieser Zeit ist außerdem ein Dorf „Erkenbrechtsreuth“ verzeichnet, das wüst gefallen ist. Möglicherweise war dieser Ort aber auch eine Dorfhälfte von Windischenhaig und ist im Laufe der Jahrhunderte mit dem übrigen Dorfteil verschmolzen. 1318 wurde der Ort erstmals „Windissemhauge“ genannt zur Unterscheidung von dem 5 km nördlich gelegenen gleichnamigen Ort (das heutige Burghaig). Das Grundwort haug (mhd.) bedeutet Hügel, das Bestimmungswort gibt zu erkennen, dass Wenden dort angesiedelt wurden.<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 181.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Windischenhaig aus 13 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Es hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Sölde, 2 Tropfgütlein), der Markgräfliche Lehenhof Bayreuth (1 Söldengut mit Zapfenschankgerechtigkeit), das Klosteramt Kulmbach (1 Hof), das Rittergut Wernstein (1 Hof, 1 Gut, 1 Söldengut), das Rittergut Windischenhaig (1 Hof) und die Superintendur Kulmbach (3 Höfe, 1 Sölde).<ref name="B653">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 653.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach.<ref name="B757"/> Mit dem Gemeindeedikt wurde Windischenhaig dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Melkendorf zugewiesen.<ref>R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 786.</ref> 1812 erfolgte die Überweisung an den Steuerdistrikt Katschenreuth und die neu gebildete gleichnamige Ruralgemeinde.<ref name="B757">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 757f.</ref> Am 1. Juli 1976 wurde Windischenhaig im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.<ref>Kulmbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 15. Dezember 2024.</ref>
Windischenhaig hat viele Elemente tradierter oberfränkischer Dörflichkeit bewahrt: seine Grundstruktur als gewachsenes Haufendorf, landwirtschaftliche Tätigkeiten (neben einem großen Hof am Südrand des Dorfes überwiegend in der Form der Nebenerwerbslandwirtschaft), die Einbettung in die Feldflur der Umgebung, die Felsenkeller an der Straße, die in den Keupersandstein gegraben wurden, sowie auch die Tatsache, dass das Dorf nur über zwei Straßennamen verfügt und die Häuser durchnummeriert sind (die Reihenfolge folgt im Wesentlichen dem Baudatum). Der jüngere Ausbau des Dorfes durch neuere Einfamilienhäuser, überwiegend im Zuge der Suburbanisierung aus dem zentralen Ort Kulmbach, hat an der Grundstruktur der ländlichen Siedlung wenig geändert; vor allem im Westen des Dorfes wurden neue Wohngebäude errichtet.
Baudenkmal[Bearbeiten]
- Grenzstein
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Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
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Religion[Bearbeiten]
Windischenhaig ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.<ref name="B653"/><ref name="OV 1961"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665543 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Johann Kaspar Bundschuh: Windischengehaig. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 259 (Digitalisat).
- Vorlage:Guttenberg Land- und Stadtkreis Kulmbach
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Windischenhaig in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Windischenhaig im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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