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Winfried

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Winfried ist ein deutscher männlicher Vorname; Namenstag ist der 5. Juni (Bonifatiustag).

Herkunft und Verbreitung[Bearbeiten]

Der Name Winfried ist urgermanischer Herkunft und lässt sich von den althochdeutschen Stämmen vin<ref name="EF1315">Ernst Förstemann: Altdeutsches Namenbuch. Erster Band: Personennamen. Nordhausen 1856, Sp. 1315.</ref> (‚Freund‘) und frith<ref>Ernst Förstemann: Altdeutsches Namenbuch. Erster Band: Personennamen. Nordhausen 1856, Sp. 421.</ref> bzw. fridu (‚Frieden, Schutz‘)<ref name="Hebban">Moritz Schönfeld: Wörterbuch der altgermanischen Personen- und Völkernamen. Carl Winter’s Universitätsbuchhandlung, Heidelberg 1911, S. 93.</ref> ableiten. In den meisten großen altgermanischen Sprachen wie dem Althochdeutschen (Winifrid, Winfrit, Winefred),<ref name="EF1318">Ernst Förstemann: Altdeutsches Namenbuch. Erster Band: Personennamen. Nordhausen 1856, Sp. 1318.</ref> Angelsächsischen (Vinfrið, Wynfriþ, Wynfreth),<ref name="EF1318" /><ref>Origin and history of Winfred. In: Etymonline, abgerufen am 6. August 2026 (englisch).</ref> Langobardischen (Winifrid, Guinifred),<ref>Carl Meyer: Sprache und Sprachdenkmäler der Langobarden. Quellen, Grammatik, Glossar. Ferdinand Schöningh, Paderborn 1877, S. 309.</ref> Gotischen<ref name="EF1315" /><ref name="Hebban" /> (Vifrid)<ref>Gerhard Köbler: Gotisches Wörterbuch. 4. Auflage 2014, Anhang 3: Gotische Namen, s. v.</ref> oder Altnordischen (Vinfriðr)<ref>Runeinnskrifter fra Västergötland. Institut für nordische Sprachen (Institutionen för nordiska språk), Universität Uppsala, abgerufen am 6. August 2026 (norwegisch).</ref> finden sich Kognaten, oft auch latinisiert zu Winifridus.

Bekanntester Namensträger ist der heilige Bonifatius, der aus England stammte und als „Missionar der Deutschen“ in Erinnerung blieb, was dazu führte, dass sich der Name auch nach der im 12. Jahrhundert einsetzenden allgemeinen Verchristlichung der Namensgebung in Europa<ref>Anke Riedel: Entstehung der Namen. In: Planet Wissen, 1. März 2024, abgerufen am 6. August 2026.</ref> im deutschsprachigen Raum erhalten konnte. Auch die obligatorische Vergabe von Heiligennamen im katholischen Bereich seit dem Konzil von Trient,<ref>Christian Grethlein: Name/Namengebung IV. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 34, de Gruyter, Berlin / New York 2002, ISBN 3-11-017388-3, S. 754–758 (online), hier S. 756.</ref> die zum Verschwinden vieler germanischer Namen führte, welche erst in der Romantik wieder populär wurden, hatte in diesem Fall keine solche Wirkung. Aus diesem Grund ist der Name heute praktisch nur noch im deutschen Sprachraum vorhanden.

Eine Kuriosität ist die Entwicklung im Altenglischen, wo sich der eigentlich (wie alle germanischen Namen auf -friþ bzw. -fridus) stets männliche Name Wynfriþ (modern Winfred) unter walisischem Einfluss im Mittelalter zu einem Frauennamen wandelte (Winifred), der seither deutlich verbreiteter ist als die autochthone männliche Variante.<ref>Cleveland Evans: About Names: Winifred, rooted in a resurrection story, has often come back to life. American Name Society, 7. Mai 2019 (englisch), abgerufen am 5. August 2026.</ref>

Varianten[Bearbeiten]

Bekannte Namensträger[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />