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Winnerod

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Winnerod
Gemeinde Reiskirchen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(37)&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 50° 36′ N, 8° 52′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(37) 50° 36′ 28″ N, 8° 51′ 50″ O
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Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 2,7 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 37 (30. Juni 2019)<ref name="DF">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 12 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gemeinde Reiskirchen, S. 14 (Vorbemerkungen), archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 8. Juni 2020; abgerufen im August 2020.</ref>
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35447
Vorwahl: 06408

Winnerod ist der nach Einwohnerzahl kleinste Ortsteil der Gemeinde Reiskirchen im mittelhessischen Landkreis Gießen. Der Ort liegt östlich des Hauptortes in Oberhessen. Im Norden verläuft die Bundesautobahn 5, im Westen die Landesstraße 3129.

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde in der Gemarkung lassen auf eine Besiedlung bereits zur Bronzezeit schließen.

Mittelalter[Bearbeiten]

Die Ersterwähnung des Orts erfolgte im Jahr 1252, als ein „Gerlacus Plebanus de Winerode“ urkundlich genannt wird.<ref>Ludwig Baur: Urkundenbuch des Klosters Arnsburg in der Wetterau. AUB. Darmstadt 1851. Nr. 61, S. 43.</ref> 1275 wird erstmals eine Kirche genannt: „ecclesie in Wenderode“.<ref>Ludwig Baur: AUB Nr. 1037, Darmstadt 1851. Nr. 145, S. 92.</ref> 1370 heißt es „zu Winderade“.<ref>Ludwig Baur: Hessische Urkunden aus dem Großherzoglich Hessischen Haus- und Staatsarchive. Band 1–5. Band 1. Darmstadt 1860–1873. Nr. 1037, S. 688.</ref> Der Ortsname Winnerod wird in der Namensforschung als „Slavensiedlung“ oder „Siedlung des Windo“ gedeutet.<ref>Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 403 f, S. 404.</ref> Der Name „Slave“ stammt von ahd. winid, mhd. wint ab.<ref>Grimm: Deutsches Wörterbuch 14,2, Spalte 277.</ref> Außerdem ist der Einsatz slavischer Höriger und slavischer Freier beim Landesausbau des Stiftes Fulda mehrfach überliefert.<ref>Lutz Reichardt: Siedlungsnamen, S. 401.</ref>

Die Kirche in Winnerod geht auf das 12. Jahrhundert zurück und besteht aus einem spätromanischen Langschiffbau und einem romanisch-gotischen Chor.

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Neuzeit[Bearbeiten]

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Winnerod:

„Winnerod (L. Bez. Grünberg) evangel. Pfarrdorf; liegt 2 St. von Grünberg und gehört dem Freiherrn von Schenk. Man findet 1 Kirche, in welche Bersrod aus dem Bezirk Giessen eingepfarrt ist, 11 Häuser und 94 Einwohner, die außer 15 Mennoniten evangelisch sind. Unter den Einwohnern sind 12 Bauern und 2 Handwerker. Die Kirche war dem Archidiakon von St. Stephan untergeben und es gehörten im 15. Jahrhundert dazu: Altpach (Allbach), Burgkartsfelt (Burkhardsfelden), Bernsrade (Bernsrode) und Hartenrade (Hattenrod). Vor den Freiherrn von Schenk gehörte Winnerod denen von Freiherrn von Zwierlein.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Bis zur Übernahme des Patrimonialgerichts durch das Großherzogtum Hessen 1821 gehörte dieses den Freiherren Schenck zu Schweinsberg.<ref>Winnerod, Landkreis Gießen. In: LAGIS: Historisches Ortslexikon; Stand: 15. Januar 2019.</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1970 fusionierten die bis dahin selbständigen Gemeinden Reiskirchen, Hattenrod, Saasen und Winnerod im Zuge der Gebietsreform in Hessen freiwillig zur neuen Großgemeinde Reiskirchen.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Für die eingegliederten Gemeinden wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 143 kB) § 5Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gemeinde Reiskirchen, abgerufen im August 2020.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick[Bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Winnerod angehört(e): <ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Gerichte seit 1803[Bearbeiten]

In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für die Provinz Oberhessen wurde das „Hofgericht Gießen“ als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen und somit war für Winnerod das Patrimonialgericht der Freiherrn von Zwierlein zuständig.

Im Großherzogtum Hessen wurden die Aufgaben der ersten Instanz 1821 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Landgerichte übertragen. „Landgericht Grünberg“ war daher von 1821 bis 1861 die Bezeichnung für das erstinstanzliche Gericht, das für Winnerod zuständig war. Übergangsweise bis 1823 im Namen der Herren des Patrimonialgerichts. 1861 wurde Winnerod dem Bereich des Landgerichts Gießen zugeteilt. Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglich hessischen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in „Amtsgericht Gießen“ und Zuteilung zum Bezirk des Landgerichts Gießen.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Winnerod 39 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 6 Einwohner unter 18 Jahren, 12 zwischen 18 und 49, 12 zwischen 50 und 64 und 9 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 18 Haushalten. Davon waren 6 Singlehaushalte, 6 Paare ohne Kinder und 3 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 3 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 12 Haushalten lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1577: 7 Hausgesesse (mit Weithausen)
• 1742: ein Geistlicher/Beamter, 6 Untertanen, 5 junge Mannschaften, kein Beisasse/Jude
• 1791: 56 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 65 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 69 Einwohner, 12 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 94 Einwohner, 11 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 69 Einwohner, 6 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref>
• 1875: 33 Einwohner, 4 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref>
Winnerod: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2019
Jahr  Einwohner
1791
  
56
1800
  
65
1806
  
69
1829
  
94
1834
  
85
1840
  
89
1846
  
92
1852
  
86
1858
  
82
1864
  
77
1871
  
63
1875
  
33
1885
  
30
1895
  
30
1905
  
63
1910
  
84
1925
  
76
1939
  
43
1946
  
105
1950
  
123
1956
  
94
1961
  
81
1967
  
82
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2004
  
34
2011
  
39
2012
  
40
2015
  
40
2019
  
37
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; nach 1980: Gemeinde Reiskirchen (HW+NW-Sitze) im Haushaltsplan Vorbericht<ref name="HPL" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit[Bearbeiten]

• 1829: 79 evangelisch-lutherische (= 84,0 %), 15 mennonitische (= 16 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 54 evangelische (= 6,7 %), 27 katholische (= 3,3 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Historische Erwerbstätigkeit[Bearbeiten]

• 1961: Erwerbspersonen: 11 Land- und Forstwirtschaft, 7 Produzierendes Gewerbe, 7 Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 6 Dienstleistungen und Sonstige.<ref name="lagis" />

Persönlichkeiten mit Bezug zu Winnerod[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Winnerod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">[[[:Vorlage:LAGIS/WeblinksZ]] Winnerod, Landkreis Gießen.] Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 15. Oktober 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> <ref name="HPL"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Vorbericht: Statistische AngabenSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen im Februar 2019. </ref> <ref name="NLVK"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="Z2011E">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 1,1 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 8 und 48, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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