Wolfram Mehring
Wolfram Mehring (* 1930 in Münster; † 9. September 2026 in Freiburg<ref name=":1" />) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Autor.
Leben[Bearbeiten]
Mehring ließ sich schon während seiner Gymnasialzeit zum Schauspieler ausbilden. 1954 zog er nach Paris und studierte zunächst an der Sorbonne Philosophie und Literatur, später Schauspielkunst bei Étienne Decroux, als er sich enttäuscht vom literarischen Sprechtheater ab- und der Arbeit am unmittelbaren körperlichen Ausdruck zuwendete.
Er gründete im Maison des Lettres zusammen mit Claude Gelin und Grillon (i. e. Janine Grillon), das Théâtre Franco-Allemand, das sich ab 1958 zum Théâtre de la Mandragore entwickelte. Diese als deutsch-französische Avantgardetruppe gegründete freie Gruppe trat zunächst mit Leonce und Lena in deutscher und französischer Sprache (in einer Zeit, als die deutsche Besetzung noch nicht vergessen war, ein zusätzliches Politikum) vor studentischem Publikum im Maison de l’Allemagne (Heinrich-Heine-Haus) der internationalen Pariser Studentensiedlung Cité Universitaire auf.<ref>Siehe dazu auch die Weblinks bei http://manituh2.tripod.com/biography.htm und Prägungen — Deutsche in Paris, (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2026. Suche im Internet Archive)</ref> Bald kamen jedoch auch Mitglieder aus anderen europäischen, nordafrikanischen und lateinamerikanischen Nationen hinzu.<ref>Hier begann etwa auch der deutsche Schauspieler und Regisseur Jürgen Schwalbe seine Karriere.</ref>
Innerhalb dieser Gruppe bestand unter dem Namen „Centre franco-allemand de Recherche théâtrale“, später „Centre International de Recherches scéniques“, ein experimentelles Theaterstudio, das sich der Arbeit am „totalen Schauspieler“ widmete. Ab 1963 bezog das Zentrum Räume im Théâtre du Vieux Colombier, dessen künstlerische Leitung Mehring auch 1966 mit dem Umzug des Théâtre de la Mandragore dorthin übernahm. Er präsentierte seine Inszenierungen auch im Théâtre de Lutèce, im Théâtre Moderne des Théâtre de Paris, im Théâtre d’Aujourd’hui, im Théâtre de la Gaieté Montparnasse und im Théâtre national de Chaillot<ref>Wie vorher</ref> und schon frühzeitig auf Gastspielreisen durch Europa, Asien und Nordafrika. Außerdem wurden Produktionen und Berichte über ihn und seine Arbeit im deutschen und französischen Radio und Fernsehen gesendet.<ref>So etwa Georg Büchner (Büchners Sterben) in Radiodiffusion Télévision Française/France Culture am 2. November 1963 mit Roger Blin, Sylvia Montfort, Philippe Noiret u. a.; Auszüge aus dem Inszenierungs-Repertoire durch Radio Bremen im Oktober/November 1963; Interview in Radio 3, Paris vom 13. Mai 1986; „Portrait Mehring“ von Jochen Wolff im Hessischen Rundfunk/hr2 vom 28. Januar 2003</ref>
Ab etwa 1970 wurde er zunehmend zu Gastinszenierungen, die später auch diverse Opern wie etwa Aida und Die Meistersinger von Nürnberg und klassische Werke von Georg Büchner, den er immer wieder aufgreift, William Shakespeare, Plautus etc. umfassen sollten, ins weitere Europa, nach Afrika, Südamerika und den Fernen Osten eingeladen. Dabei erarbeitete er mehrere Inszenierungen pro Jahr.
Auf Anfrage machten er und das Théâtre de la Mandragore Tourneen rund um die Welt, veranstalteten Kurse in der Theater- und Körperarbeit und gründeten Ableger davon in den verschiedensten Städten, die mit gleichen Zielen, jedoch eigenständig weiter existieren. Von 1999 bis 2002 war Mehring Operndirektor am Staatstheater Kassel. Zudem schrieb er eigene Stücke sowie Bücher und Beiträge über seine Theaterarbeit. Seine letzte Inszenierung war 2020 Glückliche Tage am Stadttheater Konstanz.<ref name=":1" />
Schon vor Jerzy Grotowski und lange vor Peter Brook widmete er sich der Arbeit des Schauspielers abseits der Schauspielschulen.
Er starb im September 2026 im Alter von 96 Jahren in Freiburg.<ref name=":1">Wolfram Mehring ist verstorben. In: nachtkritik.de. 12. September 2026, abgerufen am 13. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wirken[Bearbeiten]
Für Mehring war das europäische Theater im Wesentlichen ein literarisches, ein intellektuelles: „Der Text ist Ziel und Ausgangspunkt der szenischen Arbeit.“<ref>Interview in Paris Théâtre, Nr. 255/256, übersetzt von André Denis</ref> Schon sein Umzug nach Paris war eine Reaktion „auf das deutsche Theater der Fünfzigerjahre, auf seine Stadttheaterstruktur und seine (un)künstlerische Tendenz, Literatur zu illustrieren, statt ein theatralisches Kunstwerk für Augen und Ohren umzusetzen.“<ref>Interview mit Dr. Andreas Wirth vom Staatstheater Nürnberg</ref> Für ihn konnte das Theater zwar ohne Kostüm, Requisiten, Autor etc. und sogar ohne Regisseur funktionieren, doch niemals ohne Schauspieler. Und dieser wird im Rahmen seiner Ausbildung zum Darsteller „gestanzt“<ref>Mehring: „Die Möglichkeiten eines eigenständig-kreativen Darstellers im europäischen Theater,“ Vortrag anlässlich eines Theaterseminars an der Schouwburg Rotterdam am 15. September 1976</ref> und ist „erzogen worden, eine Literatur zu vermitteln.“<ref>Mehring: „Das Theater hat die Verbindung vom Kopf zum Körper und zum Boden verloren“ in Die Deutsche Bühne Nr. 10, Oktober 1980</ref> Er begab sich, vor Grotowski und Brook, auf die Suche nach der „Identität, den Gesetzmäßigkeiten im schauspielerischen Ausdruck“<ref>Interview Dr. Wirth, wie oben</ref> mit dem Postulat ein visuelles Theater zu erschaffen, das „dramaturgisch und schauspielerisch … vom Publikum aller Kulturen verstanden werden“ muss.<ref>Paris Théâtre, wie oben; siehe dazu auch Mehring: „Körpersprache als transkulturelle Ausdruckssprache“ in Zeitschrift für Kulturaustausch Nr. 4, Institut für Auslandsbeziehungen – Theater und auswärtige Kulturpolitik, 1978</ref>
Speziell im Rahmen seiner Seminare, aber auch während seiner Inszenierungen, suchte Mehring den Schauspieler, der bei ihm immer im Zentrum stand, sich seiner selbst wieder bewusst werden zu lassen. Dabei versuchte er mit ihnen über Improvisationen zum Ursprung der Empfindungen und Gefühle zurückzufinden und die Beziehung zwischen Körper, Stimme und Raum auszuloten. Er setzte dabei auf die Veränderbarkeit des Darstellers, der sich auf die Suche nach seiner Identität begibt: nicht seiner persönlichen und auch nicht der kulturellen, „sondern der Identität des Menschen schlechthin.“<ref>Mehring: „Das Theater hat die Verbindung vom Kopf zum Körper und zum Boden verloren“ in Die Deutsche Bühne Nr. 10, Oktober 1980</ref>
Inszenierungen[Bearbeiten]
- 1958: Leonce und Lena von Büchner, Théâtre de la Mandragore, Paris
- 1959: La Marmite (Aulularia oder Die Goldtopfkomödie) nach Plautus, Théâtre de la Mandragore im Théâtre du Vieux Colombier, Paris
- 1960: Tournee mit Leonce und Lena durch Deutschland und Österreich
- 1962/63: Metamorphosis I von Mehring, während der Proben entwickelt, Théâtre de la Mandragore im Théâtre du Vieux Colombier und im Théâtre de Lutèce, Paris
- 1964: Woyzeck von Büchner, Théâtre de la Mandragore im Théâtre du Vieux Colombier und Biennale, Paris (Preis für die beste Produktion)
- 1964: Feux Rouges von Mehring, Théâtre de Lutèce, Paris
- 1965: Metamorphosis II von Mehring, Festival in Toulon
- 1965: La Marmite von Plautus, Théâtre Moderne im Théâtre de Paris
- 1967: Von morgens bis mitternachts von Georg Kaiser, Théâtre de la Mandragore im Théâtre du Vieux Colombier, Paris
- 1968: Le Chat von Mehring nach Ludwig Tiecks Der gestiefelte Kater, Théâtre de la Mandragore im Théâtre du Vieux Colombier, Paris
- 1968: America Hurrah von Jean-Claude van Itallie, Städtische Bühnen Frankfurt am Main
- 1969: Le Coctail du Diable (Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung) von Christian Dietrich Grabbe, Théâtre de la Mandragore im Théâtre du Vieux Colombier, Paris
- 1969: Tom Paine von Paul Foster, Städtische Bühnen Frankfurt am Main
- Tournee durch den Fernen Osten
- 1970: La Mort de Büchner (Büchners Sterben) von Mehring, Uraufführung Théâtre de la Mandragore im Théâtre du Vieux Colombier, Paris
- 1971: Yvonne, Prinzessin von Burgund von Witold Gombrowicz, Städtische Bühnen Frankfurt am Main
- 1971/72: Der Hofmeister von J. M. R. Lenz, Théâtre de la Mandragore am Théâtre de la Gaité Montparnasse
- 1972: Glanz und Tod von Joaquin Murieta von Pablo Neruda, Düsseldorfer Schauspielhaus
- 1971: Die Katze von Mehring nach Tieck in Hindi, Neu-Delhi
- 1972: Antonius und Cleopatra von Shakespeare, Düsseldorfer Schauspielhaus
- 1973: Die Regel und die Ausnahme von Bertolt Brecht, Théâtre de la Mandragore, Paris
- 1973: Lorenzaccio von Alfred de Musset / Sylvano Bussotti, Hamburgische Staatsoper
- 1973: Afrika-Tournee mit dem Théâtre de la Mandragore
- 1974: Otello von Giuseppe Verdi, Nationaloper von Korea, Seoul
- 1974: Die Bluthochzeit von Federico García Lorca, Hessisches Staatstheater Wiesbaden (Internationale Maifestspiele)
- 1974: Europa-Tournee des Théâtre de la Mandragore
- 1975: Rashomon von Akutagava, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
- 1975: Was ihr wollt von Shakespeare, Staatstheater Nürnberg
- 1975: La Mort de Büchner von Mehring, Conservatoire National de Montreal
- 1975: Carmen von Georges Bizet, Nationaloper von Korea, Seoul
- 1976: Dantons Tod von Büchner, Staatstheater Nürnberg
- 1976: Woyzeck von Büchner in arabischer Sprache, Staatstheater Sudan, Khartum
- 1976: Zusammenarbeit mit dem Ballet National de Kinshasa, Zaïre: Tanzprojekt anlässlich des Nationalfeiertags
- 1976: Chukchok, Theaterexperiment anlässlich der 10. Inkarnation von Buddha, Bangkok
- 1977: Il trovatore von Verdi, Nationaltheater Mannheim
- 1978: Antigone von Sophokles, Théâtre de la Mandragore, Paris
- 1978: Afrika-Tournee mit dem Théâtre de la Mandragore
- 1978: Antigone von Sophokles, Staatstheater Darmstadt
- 1979: König Oedipus von Sophokles, Städtische Bühnen Freiburg
- 1979: Mutsima, kongolesischer Mythos, Théâtre de Locombe, Kinshasa
- 1980: Büchners Tod von Mehring, Theater Kiel
- 1980: Escalations, Projekt über eskalierende Gewalt von Mehring, Théâtre de la Mandragore, Paris
- 1980: Nordafrika- und Nahost-Tournee Théâtre de la Mandragore
- 1982: Eugen Onegin von Tschaikowski, Staatstheater Nürnberg
- 1983: Carmen von Bizet, Staatstheater Nürnberg
- 1983: Terminal von Mehring, Théâtre de la Mandragore, Paris (visuelles Projekt über Alter und Sterben in der modernen Gesellschaft)
- 1984: Attila von Verdi, Städtische Bühnen Münster
- 1985: Die Kannibalen von George Tabori, Württembergische Landesbühne Esslingen
- 1986: Die Prinzessin Turandot von Carlo Gozzi in der Bearbeitung von Friedrich Schiller, Württembergische Landesbühne Esslingen
- 1987: Die Rache des Schauspielers von Minoru Miki, Städtische Bühnen Münster
- 1988: Ein Wintermärchen von Shakespeare, Saarländisches Staatstheater
- 1988: Tartuffe von Molière, Städtische Bühnen Münster
- 1989: Dantons Tod von Büchner, Württembergische Landesbühne Esslingen
- 1989: Lady Macbeth von Mzensk von Schostakowitsch, Stadttheater Freiburg
- 1990: Die Troerinnen von Euripides, Badisches Staatstheater Karlsruhe (Zyklus: „Die Frau in der Antike“)
- 1990: Ein Kranich im Schnee von Mehring, Städtische Bühnen Freiburg (Uraufführung)
- 1991: Dakghar (Das Postamt) von Rabindranath Tagore, Goethe-Institut Kalkutta
- 1991: Feuertanz von Mehring, Städtische Bühnen Freiburg (Uraufführung)
- 1991: Ada, eine Kabuki-Oper von Minoru Miki, Metropolitan Theatre Tokyo
- 1991: Kaspar von Peter Handke, Städtische Bühnen Freiburg
- 1991: Spiel von Liebe und Zufall von Pierre Carlet de Marivaux, Schwetzinger Festspiele
- 1992: Lysistrata von Aristophanes, Badisches Staatstheater Karlsruhe (Uraufführung der Neuübersetzung von Peter Krumme)
- 1992: Der feurige Engel von Prokofjew, Stadttheater Freiburg
- 1992: Das Hirtenmädchen Aymineh von Mehring, Städtische Bühnen Freiburg (Uraufführung; daraus entwickelte sich ein Projekt gegen Rassismus und Fremdenhass mit annähernd 100 000 Zuschauern)
- 1993: Elektra von Sophokles, Badisches Staatstheater Karlsruhe
- 1993: Paradies der Katzen von Mehring nach einem asiatischen Märchen (Fortsetzung des Projekts gegen Rassismus und Fremdenhass)
- 1993: Eugen Onegin von Tschaikowski, Nationaloper von Korea, Seoul
- 1993: Die Macht des Schicksals von Verdi, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
- 1994: La Dueña von Roberto Gerhard, Theater Bielefeld
- 1994: Der Zigeunerwagen von Mehring, Badisches Staatstheater Karlsruhe (Projekt gegen Rassismus)
- 1995: Madama Butterfly von Giacomo Puccini, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
- 1996: Das Malteserkreuz von Charles Camilleri, Valletta
- 1997: Reineke Fuchs von Mehring nach Goethe, Rheinisches Landestheater, Neuss
- 1997: Der Freischütz von Carl Maria von Weber, Theater Dortmund
- 1997: Aida von Verdi, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
- 1998: Reineke Fuchs nach Goethe, Kalkutta
- 1998: Faust (Margarete) von Charles François Gounod, Nationaltheater Weimar
- 1999: Fausts Verdammnis von Hector Berlioz, Nationaltheater Weimar
- 1999: Macbeth von Verdi, Staatstheater Kassel
- 1999: Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck, Theater Bielefeld
- 2000: Otello von Verdi, Nationaltheater Weimar
- 2000: Die Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner, Staatstheater Nürnberg (zum 950-jährigen Stadtjubiläum)
- 2000: Boris Godunow von Mussorgski, Staatstheater Kassel
- 2001: La Cenerentola von Gioacchino Rossini, Theater Bielefeld
- 2001: Ein Kranich im Schnee von Mehring, Staatstheater Kassel
- 2001: Lohengrin von Richard Wagner, Staatstheater Kassel
- 2003: La Cenerentola von Rossini, Theater der Stadt Heidelberg
- 2004: Carmen von Bizet, Staatstheater Kassel
- 2004: Das Hirtenmädchen Aymineh (offizieller Titel der Produktion: Aymineh und Aladdin) von Wolfram Mehring, Staatstheater Kassel
- 2004: West Side Story von Leonard Bernstein, Staatstheater Kassel, Opernhaus
- 2005: Der Freischütz, Nationaloper von Korea, Seoul
- 2005: Mignon von Ambroise Thomas, Theater der Stadt Heidelberg
- 2005: Die Schneekönigin von Mehring nach Hans Christian Andersen, Städtische Bühnen Münster
- 2006: Faust – frühe Fassung nach Goethe, Stadttheater Konstanz
- 2006: La traviata von Verdi, Nationaloper von Korea, Seoul<ref>Auflistung bis hier entnommen dem Informationsmaterial des Centre International de Recherches Théâtrales / Centre International de Recherches scéniques und nach Angaben von Wolfram Mehring.</ref>
- 2007: König Oedipus nach Sophokles, Städtische Bühnen Münster<ref>Siehe die entsprechende Website der Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Städtischen Bühnen Münster ( vom 15. März 2007 im Internet Archive)</ref>
- 2008: Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti, Nationaloper von Korea, Seoul,<ref>Siehe die entsprechende Website der Nationaloper von Korea (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive)</ref> ausgezeichnet mit dem 1. Preis für die beste Regie bei den Internationalen Opernfestspielen in Daegu, Südkorea
- 2008: L’isola disabitata von Joseph Haydn, Theater Biel Solothurn
- 2009: Das schlaue Füchslein von Leoš Janáček, Städtische Bühnen Münster<ref>Siehe die entsprechende Website der Städtischen Bühnen Münster</ref>
- 2010: Das Missverständnis von Albert Camus, Stadttheater Konstanz<ref>Siehe die entsprechende Website des Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Stadttheaters Konstanz ( vom 23. März 2010 im Internet Archive)</ref>
- 2010: Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt, Städtische Bühnen Münster
- 2010: Così fan tutte von Wolfgang Amadeus Mozart, Theater Biel Solothurn
- 2010: Iphigenie auf Tauris von Goethe, Städtische Bühnen Münster
- 2012: Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart, Theater Biel Solothurn<ref>Siehe die entsprechende Website des Stadttheaters Biel-Solothurn</ref>
- 2013: Dantons Tod von Büchner, Stadttheater Konstanz<ref>Siehe die entsprechende Website des Stadttheaters Konstanz</ref>
- 2014: Von der Liebe Augenblick von Fabienne Biever, Théâtre National du Luxembourg<ref>Siehe die entsprechende Website des Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Théâtre National du Luxembourg ( vom 16. April 2015 im Internet Archive)</ref>
- 2015: El Cimarrón von Wolfram Mehring nach Miguel Barnet, Theater Konstanz<ref>Siehe die entsprechende Website des Stadttheaters Konstanz</ref>
- 2016: Narziß und Goldmund von Hermann Hesse (Theaterfassung von Tom Blokdijk – deutschsprachige Uraufführung), Württembergische Landesbühne Esslingen<ref>Siehe Artikel der Stuttgarter Zeitung (Datum der Einsichtnahme: 7. April 2017)</ref>
- 2017: Ein Kranich im Schnee von Mehring, Stadttheater Konstanz<ref>Siehe die entsprechende Website des Stadttheaters Konstanz (Datum der Einsichtnahme 14. Juli 2018)</ref>
- 2020: Glückliche Tage von Samuel Beckett, Stadttheater Konstanz<ref>SWR2: Von Japan an den Bodensee: Wolfram Mehring inszeniert „Glückliche Tage“ in Konstanz. Abgerufen am 5. Dezember 2020.</ref>
Filmografie[Bearbeiten]
- 1963: Verfilmung von La Marmite durch Radiodiffusion Télévision Française (ausgezeichnet mit dem 1. Preis für die beste Produktion der letzten 12 Monate bei den französischen TV-Festspielen in Boulogne-sur-Mer) (TV)
- 1964: Polizeibeamter in Komödie der Irrungen (nach Menaechmi von Plautus), Regie: Hans Dieter Schwarze (TV)
- 1969: Fernsehinszenierung von America Hurrah an den Städtischen Bühnen Frankfurt durch den Hessischen Rundfunk (TV)
- 1972: Fernsehinszenierung von Geschichte für 24 Stunden durch das Zweite Deutsche Fernsehen, produziert von Bavaria Film (TV)
Publikationen[Bearbeiten]
Über das Theater[Bearbeiten]
- Masques Brulés, Aphorismes. Editions du Felin/Rancilio, Paris 1983, ISBN 2-86645-010-8.
- Die Möglichkeiten eines eigenständig-kreativen Darstellers im europäischen Theater. Vortrag anlässlich eines Theaterseminars an der Schouwburg Rotterdam am 15. September 1976, Paris o. J., und als Beilage zum Programm der Aufführungen von Was ihr wollt und Dantons Tod in Nürnberg.
- Körpersprache als transkulturelle Ausdruckssprache. In: Zeitschrift für Kulturaustausch Nr. 4, Institut für Auslandsbeziehungen – Theater und auswärtige Kulturpolitik, 1978.
- Das Theater hat die Verbindung vom Kopf zum Körper und zum Boden verloren. In: Die Deutsche Bühne Nr. 10, Oktober 1980.
- Die Vermarktung des Geistes – Theater heute. In: Zeitmitschrift – Journal für Ästhetik Nr. 5, Herbst 1988, ISSN 0931-3141.
- Theaterrezeption in Frankreich und Deutschland. In: Geist/Esprit, Piper Verlag, München und Zürich 1989.
- Pariser Inszenierungen. In: Prägungen – Deutsche in Paris, Bollmann Bibliothek, Düsseldorf 1991.
Dramen[Bearbeiten]
- Ein Kranich im Schnee. Nach einer alt-japanischen Legende
- Feuertanz. Ein Indianermärchen
- Das Hirtenmädchen Aymineh. Nach einer alten anatolischen Erzählung
- Der Zigeunerwagen
- Paradies der Katzen
- Die Schneekönigin. Nach dem Märchen von Hans Christian Andersen
- Büchners Sterben
- Reineke Fuchs. Nach dem epischen Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe
- Der Kater. Nach Ludwig Tieck
(alle: S. Fischer Verlag Theater und Medien, Frankfurt am Main)
Literatur[Bearbeiten]
- Thérèse Le Prat: Un seul Visage en ses Metamorphoses (Le visage: W. Mehring), Librairie Plon, Paris 1964 (Fotos der bekannten Theaterfotografin, in dem Mehring geschminkte Masken von Grillon „animierte“; die Ausstellung dazu wurde auch im Musée du Louvre gezeigt)
Weblinks[Bearbeiten]
- manituh2.tripod.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2026. Suche im Internet Archive) enthält u. a. kurze Biografie, Inszenierungen und Literatur
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mehring, Wolfram |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler, Regisseur und Autor |
| GEBURTSDATUM | 1930 |
| GEBURTSORT | Münster |
| STERBEDATUM | 9. September 2026 |
| STERBEORT | Freiburg im Breisgau |
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- Theaterschauspieler
- Schauspiellehrer
- Theaterregisseur
- Darstellender Künstler (Kassel)
- Darstellender Künstler (Paris)
- Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg
- Autor
- Dramaturg
- Literatur (Deutsch)
- Deutscher
- Geboren 1930
- Gestorben 2026
- Mann