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Woltmershauser Straße

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Woltmershauser Straße
Datei:Bremen Wappen(Mittel).svg
Wappen
Straße in Bremen
Datei:Woltmershauser Straße - panoramio.jpg
Basisdaten
Ort  Bremen
Ortsteil  Woltmershausen
Angelegt  im 17. Jh.
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen 
Querstraßen  Wiedhofstr., Stromer Str. Blexer Str., Kampfhofer Str., Tettenser Weg, Duntzestr., Goosekamp, Huchtinger Str., Stuhrer Str., Rechtenflether Str., Westerdeich, Ochtumstr., Wildeshauser Str., Ahlhorner Str., Dötlinger Str., Hempenweg, Schillingstr., Eichenstr., Ladesstr., Huder Str., Delmenhorster Str., Akazienstr., Zwischenahner Str., Ladesstr., Dangaster Str., Simon-Bolivar-Str., Beim Neustadtsgüterbahnhof
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke  Christuskirche, Polizeiwache Woltmershausen, Kulturhaus Pusdorf
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Autos, Fahrräder und Fußgänger
Technische Daten
Straßengestaltung zwei und dreispurige Straße
Länge 2400 Meter

-

Karte
Vorlage:Maplink
Datei:Bremen-Woltmershausen Christuskirche.jpg
Christuskirche
Datei:Polizeiwache XV Bremen Woltmershauser Strasse 71.png
Polizeiwache Woltmershausen
Datei:Bremen-Woltmershausen ev-Freikirche-Gemeinde-Gottes 01.jpg
Evangelische Freikirche

Die Woltmershauser Straße ist eine historische Straße in Nord-Süd-Richtung in Bremen im Stadtteil Woltmershausen. Sie führt von der Rablinghauser Straße im Ortsteil Rablinghausen bis zur Oldenburger Straße (Bundesstraße 75)/Am Hohentorsplatz in die Neustadt.

Die Querstraßen wurden u. a. benannt als Wiedhofstraße nach einem Hofbesitzer, Kamphofer Damm nach einer Flur- und Hofbezeichnung, Goosestraße nach einer Flurbezeichnung (Goosekamp=Gänsekamp), Westerdeich (es gab auch einen Osterdeich), Hempenweg (Flurbezeichnung), Schillingstraße nach einer Familie und Ladestraße nach den benachbarten Ladeplätzen am Hafen; ansonsten siehe beim Link zu den Straßen.

Die Woltmershauser Straße ist in Bremen die Straße mit der dritthöchsten Hausnummer (Nr. 574) einer Straße.<ref>Weser-Kurier vom 26. Februar 2017.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Name[Bearbeiten]

Die Straße wurde nach dem Stadtteil Woltmershausen benannt und dieser nach einem früheren Grundherrn namens Woltimar (Woltmer).

Entwicklung[Bearbeiten]

Woltmershausens wenige Häuser wurden auf Anordnung des Bremer Rates 1666 niedergebrannt, um freies Schussfeld gegen die anrückenden Schweden zu erhalten. Das Dorf hatte im 18. Jahrhundert rund 300 Einwohnern. Im 19. Jahrhundert wurde am linken Weserufer Schiffbau betrieben und Säge- und Hobelwerke siedelten sich an. An der Woltmershauser Straße entwickelten sich nun Ladengeschäfte, Gastwirtschaften und Gewerbebetriebe.

Der städtische Friedhof Woltmershausen stammt von 1890. Woltmershausen wurde 1902 Stadtteil von Bremen. Die historisierende Christuskirche wurde 1906 eingeweiht und die Polizeiwache 1910.

Im Zweiten Weltkrieg waren an der Straße einige Gebäudeverluste durch Bomben zu verzeichnen.

1982, mit der Eröffnung des Kulturladens Pusdorf an der Straße, erhielt die soziale und kulturelle Arbeit neue Impulse. 2000 ist das Kulturhaus umgezogen und nutzt zwei Etagen im Kulturhaus Pusdorf.

Verkehr[Bearbeiten]

Von 1901 bis 1903 entstand eine Straßenbahnstrecke von der Stadtmitte in die Woltmershauser Straße. 1908 erfolgte die Einführung der Liniennummer 7. Diese Straßenbahnlinie wurde 1933 bis nach Rablinghausen-Bakeweg weiter geführt. 1965 erfolgte die Stilllegung der Straßenbahnlinie 7.

Im Nahverkehr in Bremen verkehrt seitdem auf dieser Straße die Buslinie 24 (Rablinghausen – Domsheide – Hauptbahnhof – Neue Vahr-Nord).

Gebäude und Anlagen[Bearbeiten]

An der Straße befinden sich ein-, zwei-, drei- sowie auch viergeschossige Gebäude, die zumeist Wohnhäuser sind und in den zentralen Bereichen Geschäftshäuser sowie die Hallen der Gewerbebetriebe.

Baudenkmale:

Weitere erwähnenswerte Gebäude und Anlagen sind:

  • Nr. 66: 4-gesch. Geschäfts- und Wohnhaus
  • Nr. 70ff und Ladestraße: Gewerbebetriebe (u. a. Lauprecht, Brinkkötter, BreLay, Niemet, Gluud)
  • Nr. 152: Bunker mit Wandmalerei
  • Nr. 261: Kino Die Blende von 1956 bis um 1962
  • Nr. 266: 3-gesch. Haus für die Seniorenpflege
  • bei 286: kleiner Pusdorfer Marktplatz
  • Nr. 298: 1-gesch. evangelische Freikirche Woltmershausen
  • Nr. 310: 3-gesch. Alten-Begegnungsstätte
  • Nr. 348: 4-gesch. Wohn- und Bankhaus mit der Filiale der Sparkasse Bremen
  • Nt. 442: Kino Thalia um 1921
  • Nr. 444: 3-gesch. Kulturhaus Pusdorf von 2000<ref>Kulturhaus Pusdorf</ref>
  • Nr. 476: Städtischer Friedhof Woltmershausen von 1890 auf 3,2 ha mit neogotischer Kapelle
  • 530–538 bzw. 369–397: Grüngebiet mit Kleingärten

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

  • Allg.: Farbleitsystem von Peter Vogel von 1977
  • Wege zur Weser, Projekt von 2001 mit Beteiligung von Rolf Gesing, Herwig Gillerke, Maike Hartwig, Henrik Jacobs, Ralph Kull, Ilze Orinska, Barbara Rosengarth, Kai Thies
  • Nr. 408: Blätterfänger aus Bronze von Andreas Wegner von 1985
  • Nr. 152: Der alles sprengende Lauf des Geldes, Wandbild 10 m × 30 m von Jimmi D. Paesler von 1978
  • Nr. 174: Nostalgie, Wandbild von Jub Mönster von 1987
  • Nr. 241: Wandbild von Birgit Hansen und Gerhard Schlüter von 1988
  • Woltmershauser Tunnel: Wandmalerei von Jub Mönster<ref>Kunst im öffentlichen Raum in Bremen</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X (Erstausgabe: 2002, Ergänzungsband A–Z. 2008, ISBN 978-3-86108-986-5).
  • Monika Porsch: Bremer Straßenlexikon, Gesamtausgabe. Schünemann, Bremen 2003, ISBN 3-7961-1850-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 53° 4′ 56″ N, 8° 46′ 13″ O

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