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Wulf Gallert

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Datei:2025-01-18 Außerordentlicher Bundesparteitag Die Linke 2025 in Berlin by Sandro Halank–138.jpg
Wulf Gallert, 2025

Wulf Gallert (* 22. Juni 1963 in Havelberg, Bezirk Magdeburg) ist ein deutscher Politiker (Die Linke) und seit 2016 Vizepräsident des Landtags von Sachsen-Anhalt, dem er seit 1994 angehört. Er war von 2004 bis 2016 Oppositionsführer im Landtag und mehrfach Spitzen- bzw. Ministerpräsidentenkandidat seiner Partei bei Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach seinem Abschluss der Polytechnischen Oberschule 1979<ref name=":0">Über mich: Mitglied des Landtages - Wulf Gallert. Abgerufen am 6. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wurde er zu den Grenztruppen der DDR eingezogen und unterstand dem Schießbefehl, dem er heute ablehnend gegenübersteht.<ref>TV-Interview: „Ein Tag mit Wulf Gallert“. (Quelle: youtube)</ref> Danach begann er ein Lehrerstudium, in dessen Rahmen er 1983 ein Staatsexamen am Institut für Lehrerbildung Magdeburg erlangte.<ref name=":0" /><ref name=":1">Wulf Gallert, Mitglied des Landtages: Die Linke Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. April 2026; abgerufen am 6. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zwischen 1983 und 1990 arbeitete er als Grundschullehrer.<ref name=":1" /> 1990 erhielt er den Abschluss zum Diplompädagogen an der Pädagogischen Hochschule Leipzig.<ref name=":0" /> Nach der Wende studierte er von 1990 bis 1993 an der Universität Magdeburg Politikwissenschaften und leitete anschließend bis 1994 das Jugendzentrum Havelberg.<ref name=":1" />

Gallert ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er wohnt in Magdeburg.<ref name=":0" />

Partei[Bearbeiten]

1986 trat Gallert in die SED ein.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt. Biografie (Memento vom 31. Januar 2016 im Internet Archive) Quelle: Homepage Wulf Gallert</ref> Ab 1990 war er für vier Jahre Mitglied im Vorstand des PDS-Kreisverbands Havelberg und ab 1992 Vorstandsvorsitzender.<ref name=":0" /> Seit der Verschmelzung von Linkspartei.PDS und WASG am 16. Juni 2007 ist Gallert Mitglied der Partei Die Linke. Seit Juni 2022 ist Gallert Mitglied des Parteivorstandes der Linken.<ref name="pdl22">Wahl des Parteivorstandes. Die Linke, 2022, abgerufen am 29. Juni 2022.</ref><ref>Wahl des Parteivorstands. In: die-linke.de. Abgerufen am 21. Juni 2026.</ref>

Abgeordneter[Bearbeiten]

Gallert wurde bei den Kommunalwahlen 1990 in den Kreistag Havelberg gewählt, wo er Vorsitzender der PDS-Fraktion wurde. 1994 wurde er in den Kreistag Stendal gewählt, dem er bis 1999 angehörte.

1994 wurde Gallert erstmals in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt, in welchem er bis Juni 2004 als Parlamentarischer Geschäftsführer der PDS-Fraktion amtierte. Zusammen mit seinem SPD-Kollegen Jens Bullerjahn organisierte Wulf Gallert den Zusammenhalt der von der PDS tolerierten Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Reinhard Höppner (1994–2002), dem Magdeburger Modell (Kabinette Höppner I und II).

2004 übernahm Gallert den Fraktionsvorsitz und wurde somit Oppositionsführer gegen die von Ministerpräsident Böhmer geführte Landesregierung von CDU und FDP (2002–2006).<ref name=":0" /> Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2006 kandidierte er als Spitzenkandidat der Linkspartei.PDS und erreichte mit seiner Partei knapp vor der SPD das zweitbeste Wahlergebnis. Auf Koalitionsangebote von Gallert ging die SPD nach der Landtagswahl nicht ein, sondern trat in eine von Wolfgang Böhmer geleitete Regierung der Großen Koalition (CDU/SPD) ein, in der Jens Bullerjahn Finanzminister wurde.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2011 trat Gallert als Spitzenkandidat der Linken an. Er hatte die Kandidatur mit dem erklärten Ziel übernommen, die Nachfolge des scheidenden Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer antreten zu wollen. Seine Partei erhielt 23,7 % der Wählerstimmen (weniger als 2006), 8,8 Prozentpunkte weniger als die CDU.<ref>Endgültiges Ergebnis, Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt</ref> Dabei kandidierte er im Magdeburger Süden (Landtagswahlkreis 13) für ein Direktmandat, unterlag jedoch dem etablierten Abgeordneten Dieter Steinecke (CDU), der mit 33,5 % der Wählerstimmen vor Gallert (26,6 %) und SPD-Landeschefin Katrin Budde (24,8 %) lag.<ref>Endgültiges Ergebnis für Landtagswahlkreis 13 Magdeburg IV, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt.</ref> Am 22. März 2011 wurde Gallert von den 29 Mitgliedern der Linke-Fraktion einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden wiedergewählt.<ref>Die Linke: Gallert bleibt Fraktionschef in Magdeburg. In: Mitteldeutsche Zeitung. 22. März 2011, abgerufen am 7. Juli 2021.</ref>

Im Februar 2015 nominierte der Landesvorstand der Linkspartei Gallert als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt. Linke-Vorstand legt sich fest. Dritter Anlauf für Wulf Gallert . (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) In: MDR.de, 17. Februar 2015.</ref><ref>FAZ.net 26. Februar 2016: Ein Opfer der Flüchtlingskrise</ref> Nach den dabei erlittenen Verlusten (−7,4 Prozentpunkte auf 16,32 %)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.wahl.tagesschau.de/wahlen; Direkt zu den Wahlen am 13. März 2016 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wahl.tagesschau.de</ref> seiner Partei trat er am 14. März 2016 als Fraktionsvorsitzender zurück. Am 12. April 2016 wurde er zum Vizepräsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt gewählt.<ref>Landtag startet offiziell in die 7. Wahlperiode. In: Landtag von Sachsen-Anhalt. 12. April 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. April 2016; abgerufen am 12. April 2016.</ref>

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 wurde er erneut zum Vizepräsidenten des Landtags gewählt. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 kandidierte er nicht erneut.<ref>Michael Bock: Seit 1994 im Parlament: Prominenter Linke-Politiker Wulf Gallert aus Sachsen-Anhalt kehrt Landespolitik 2026 den Rücken. In: volksstimme.de. 25. August 2025, abgerufen am 26. August 2025.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Wulf Gallert – Sammlung von Bildern

Belege[Bearbeiten]

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Parteivorsitzende: Luigi Pantisano | Ines Schwerdtner

Stellvertretende Parteivorsitzende: Ates Gürpinar | Luise Neuhaus-Wartenberg | Olga Fritzsche | Özlem Alev Demirel | Theo Glauch | Wenke Brüdgam


Schatzmeister: Sebastian Koch

Bundesgeschäftsführer: Janis Ehling

Jugendpolitische Sprecherin: Maria Lara Moubarak | Sprecherin des Studierendenverbands: Maximilian Kisters

Weitere Mitglieder: Florian Spaniol | Hanna Wanke | Jens Schwaab | Karsten Lippmann | Katharina Dahme | Luca Renner | Markus Pohle | Marlen Borchardt | Mersedeh Ghazaei | Naisan Raji | Sabine Berninger | Tamara Mazzi | Ulrich Schneider | Wulf Gallert

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