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Wunderblumen

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Wunderblumen
Datei:Mirabilis multiflora 2.jpg

Vielblütige Wunderblume (Mirabilis multiflora)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae)
Gattung: Wunderblumen
Wissenschaftlicher Name
Mirabilis
L.

Wunderblumen (Mirabilis) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae). Die etwa 60 Arten sind hauptsächlich in der Neuen Welt verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Flore médicale des Antilles, ou, Traité des plantes usuelles (Pl. 139) (8201988027).jpg
Illustration aus Flore médicale des Antilles, ou, Traité des plantes usuelles, Tafel 139 der Wunderblume (Mirabilis jalapa)
Datei:Mirabilis jalapa12.jpg
Laubblätter und Blüte der Wunderblume (Mirabilis jalapa)
Datei:Mirabilis jalapa17.jpg
„Anthokarp“ über den fünf verwachsenen, haltbaren Kelchblättern der Wunderblume (Mirabilis jalapa)
Datei:Mirabilis albida 4.jpg
Blüten im Detail von Mirabilis albida

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Wunderblumen wachsen als meist ausdauernde, selten einjährige, krautige Pflanzen oder oft auch als Halbsträucher. Sie besitzen eine Pfahlwurzel, die dünn bis seilförmig oder verdickt bis zu knollenförmig sein kann.<ref name="FoNA" />

Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl oder behaart, häufig klebrig.<ref name="FoNA" /> Die Sprossachsen sind aufrecht bis niederliegend und unbewehrt. Die Internodien besitzen keine klebrigen Bänder.<ref name="FoNA" />

Die Laubblätter sind gestielt oder sitzend, jedes Paar ist annähernd gleich. Die einfache Blattspreite ist dünn bis dick-fleischig und die Spreitenbasis ist mehr oder weniger symmetrisch. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.<ref name="FoNA" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die end- oder seitenständigen, meist zymösen Blütenstände enthalten 1 bis 16 Blüten. Jede Blüte steht über einem gestielten Involukrum. Das haltbare Involukrum besteht aus fünf untereinander verwachsenen, krautigen bis häutigen Hüllblättern.<ref name="FoNA" />

Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen und kronblattartig. Es sind keine Kronblätter vorhanden.<ref name="FoNA" /> Die Blüten sind chasmogam und/oder kleistogam. Bei kleistogamen Blüten ist die Blütenhülle eine kleine Kuppel. Bei chasmogamen ist die Blütenhülle ist radiärsymmetrisch bis leicht zygomorph, glocken- bis trichterförmig, wobei sich die Kronröhre allmählich oder abrupt erweitert. Die drei bis sechs Staubblätter überragen die Blütenhüllblätter. Die Griffel reichen über die Staubblätter hinaus, ihre Narben sind kopfig.

Es wird meist ein „Anthokarp“ gebildet. Das Anthokarp ist radiärsymmetrisch und besitzt meist fünf runde bis eckige Rippen. Die Form des Anthokarp ist verkehrt-eiförmig, ellipsoid bis fast kugelig. Die Oberfläche kann glatt, ledrig, kahl oder behaart sein.

Die Chromosomengrundzahlen betragen meist x = 9.<ref name="FoNA" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Mirabilis wurde 1753 in Species Plantarum, 1, Seite 177 aufgestellt. Typusart ist Mirabilis jalapa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Mirabilis stammt vom lateinischen Wort mirabilis für wundervoll.<ref name="FoNA" />

Die Gattung Mirabilis gehört zur Tribus Nyctagineae innerhalb der Familie der Nyctaginaceae.<ref name="GRIN" />

Anton Heimerl teilte die Gattung Mirabilis 1934 in sechs Sektionen ein:<ref name="FoNA" />

  • Sektion Mirabilis: Sie enthält etwa zehn Arten von den südwestlichen Vereinigten Staaten über Mexiko bis ins nördliche Zentralamerika.<ref name="FoNAsectMirabilis" />
  • Sektion Mirabilopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Heimerl: Es gibt nur eine Art von den südwestlichen Vereinigten Staaten bis ins nördliche Mexiko.<ref name="FoNAsectMirabilopsis" />
  • Sektion Oxybaphoides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray: Sie enthält etwa 17 Arten von den südwestlichen Vereinigten Staaten bis ins nördliche Mexiko, in Südamerika und in Südasien.<ref name="FoNAsectOxybaphoides" />
  • Sektion Oxybaphus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L’Heritier ex Willdenow) Heimerl: Sie enthält etwa 25 Arten von den südwestlichen Vereinigten Staaten über Mexiko und Zentralamerika bis Südamerika.<ref name="FoNAsectOxybaphus" />
  • Sektion Paramirabilis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Heimerl
  • Sektion Quamoclidion Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Choisy) A.Gray: Sie enthält etwa sechs Arten von den südwestlichen Vereinigten Staaten bis ins nördliche Mexiko.<ref name="FoNAsectQuamoclidion" />

Die Taxonomie der Arten ist häufig schwierig, da Formen, die sich morphologisch und ökologisch stark voneinander unterscheiden, aber keine unterscheidbaren reproduktiven Merkmale besitzen. Besonders tritt dieses Problem in der Sektion Oxybaphus aufgrund von Autogamie, Xenogamie und hohen Chromosomenzahlen hervor.<ref name="FoNA" />

Datei:RED FOUR O'CLOCK (Mirabilis coccinea) (5-29-11) patagonia roadside rest, scc, az -01 (5773800346).jpg
Ausschnitt eines Blütenstandes mit Blüte von Mirabilis coccinea
Datei:Mirabilis laevis var villosa 1.jpg
Habitus von Mirabilis laevis
Datei:Mirabilis longiflora - Flickr - peganum (1).jpg
Habitus und Blüten von Mirabilis longiflora
Datei:Mirabilis nyctaginea - 51152292310.jpg
Regenschirm-Wunderblume (Mirabilis nyctaginea)
Datei:Mirabilis oxybaphoides 5.jpg
Zweig mit gegenständigen Laubblättern und Blüte von Mirabilis oxybaphoides
Datei:Flores de maravillita (Mirabilis viscosa).jpg
Mirabilis viscosa

Die Gattung Mirabilis gedeiht in gemäßigten bis tropischen Gebieten vor allem in Nord- und Südamerika. Mindestens eine Art ist auch in Südasien heimisch. Die Wunderblume (Mirabilis jalapa) wurde durch den Menschen weltweit verbreitet.

Mit etwa 60 Arten<ref name="FoNA" /> ist Mirabilis die artenreichste Gattung der Familie Nyctaginaceae (Auswahl):<ref name="GRIN" />

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten werden als Farbstofflieferanten, für kosmetische Produkte, Nahrung und als Heilpflanze verwendet.<ref name="FoNA" />

Sorten von Mirabilis jalapa werden häufig als Zierpflanzen verwendet.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard W. Spellenberg: Nyctaginaceae.: In: Mirabilis., S. 40 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 4: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 1. Oxford University Press, New York und Oxford, 2003, ISBN 0-19-517389-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Mirabilis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoNA"> Richard W. Spellenberg: Nyctaginaceae.: Mirabilis Linnaeus., S. 40 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 4: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 1. Oxford University Press, New York und Oxford, 2003, ISBN 0-19-517389-9. </ref> <ref name="FoNAsectMirabilis"> Richard W. Spellenberg: Nyctaginaceae.: Mirabilis Linnaeus sect. Mirabilis., S. 42 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 4: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 1. Oxford University Press, New York und Oxford, 2003, ISBN 0-19-517389-9. </ref> <ref name="FoNAsectMirabilopsis"> Richard W. Spellenberg: Nyctaginaceae.: Mirabilis Linnaeus sect. Mirabilopsis Heimerl., S. 49 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 4: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 1. Oxford University Press, New York und Oxford, 2003, ISBN 0-19-517389-9. </ref> <ref name="FoNAsectOxybaphoides"> Richard W. Spellenberg: Nyctaginaceae.: Mirabilis Linnaeus sect. Oxybaphoides A. Gray., S. 46 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 4: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 1. Oxford University Press, New York und Oxford, 2003, ISBN 0-19-517389-9. </ref> <ref name="FoNAsectOxybaphus"> Richard W. Spellenberg: Nyctaginaceae.: Mirabilis Linnaeus sect. Oxybaphus (L’Heritier ex Willdenow) Heimerl., S. 50 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 4: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 1. Oxford University Press, New York und Oxford, 2003, ISBN 0-19-517389-9. </ref> <ref name="FoNAsectQuamoclidion"> Richard W. Spellenberg: Nyctaginaceae.: Mirabilis Linnaeus sect. Quamoclidion (Choisy) A. Gray., S. 44 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 4: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 1. Oxford University Press, New York und Oxford, 2003, ISBN 0-19-517389-9. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Gerald Parolly: Nyctaginaceae. S. 610. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Wunderblumen (Mirabilis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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