Wyethia
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| Wyethia | ||||||||||||
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| Datei:Wyethia amplexicaulis and Wyethia helianthoides (5385296082).jpg
Die gelbblühende Wyethia amplexicaulis und die weißblühende Wyethia helianthoides | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Wyethia | ||||||||||||
| Nutt. |
Die Pflanzengattung Wyethia gehört zur Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa acht Arten sind nur im westlichen Nordamerika verbreitet.<ref name="FoNA" /> Die nordamerikanischen indigenen Völker haben einige Arten vielseitig genutzt.<ref name="PFAF" />
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]
Wyethia-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen und erreichen Wuchshöhen von 15 bis 60, selten bis zu 100 Zentimetern. Sie bilden relativ massive Pfahlwurzeln. Die unterirdische Sprossbasis ist einfach, selten verzweigt. Der aufrechte oder seltener sich überbiegende Stängel ist meist ab der Basis verzweigt.<ref name="JepsonEflora" /><ref name="FoNA" />
Die grundständig und wechselständig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert; manchmal sind die Laubblätter sitzend.<ref name="JepsonEflora" /> Die Grundblätter sind größer als die Stängelblätter. Die einfachen Blattspreiten sind mehr oder weniger deltaförmig, elliptisch-eiförmig, lanzettlich-elliptisch, lanzettlich-linealisch oder länglich-eiförmig mit gestutzter bis keilförmiger Spreitenbasis und glattem oder gesägtem bis gezähntem Blattrand. Die Blattflächen sind behaart oder kahl, manchmal drüsig punktiert.<ref name="FoNA" />
Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]
In mehr oder weniger schirmtraubigen Gesamtblütenständen stehen auf aufrechten, langen Blütenstandsschäften ein oder zwei bis fünf, selten mehr körbchenförmige Teilblütenstände. An den Blütenstandsschäften können sich wenige wechselständig angeordnete Blätter befinden. Die bei einem Durchmesser von 1,2 bis über 6 Zentimeter kugeligen bis glockenförmigen oder kreiselförmigen Korbhüllen (Involucrum) enthalten in zwei bis drei Reihen 12 bis 36, selten bis etwa 48 Hüllblätter. Die haltbaren Hüllblätter sind gleich oder ungleich, im letzteren Fall sind die äußeren laubblattähnlichen Hüllblätter größer als die inneren. Der Korbboden (Rezeptakel) ist flach bis konvex. Die haltbaren, pergamentartigen Spreublätter sind mindestens an ihrer Basis gefaltet.<ref name="JepsonEflora" /><ref name="FoNA" />
Die Blütenkörbe enthalten außen 5 bis über 25 Zungenblüten (Strahlenblüten) und innen viele selten 35 bis über 150 Röhrenblüten (Scheibenblüten). Die auffälligen, meist gelben, nur bei Wyethia helianthoides cremefarbenen bis weißen Zungenblüten sind weiblich und fertil. Die gelben bis orangefarbenen Röhrenblüten sind zwittrig sowie fertil und ihre Röhre ist kürzer als der zylindrische Schlund; ihre fünf Kronzipfel sind mehr oder weniger deltaförmig bis lanzettlich.<ref name="JepsonEflora" /> Der Griffel ist zweiästig mit zwei wenig deutlichen Linien aus Narbengewebe und mehr oder weniger fadenförmigen Anhängseln.<ref name="FoNA" />
Früchte[Bearbeiten]
Die undeutlich drei- bis vierkantigen Achänen sind länglich. Die Oberflächen der Achänen sind kahl oder behaart. Der Pappus ist kranzförmig oder er besteht aus ein bis mehr als vier eiförmigen bis pfriemlichen, unregelmäßig gezackten, manchmal an ihrer Basis verwachsenen Pappusschuppen oder es ist kein Pappus vorhanden.<ref name="JepsonEflora" /><ref name="FoNA" />
Chromosomensätze[Bearbeiten]
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 19.<ref name="FoNA" />
Ökologie[Bearbeiten]
Die Laubblätter von Wyethia-Arten werden vom Rostpilz Puccinia balsamorhizae befallen.<ref name="BakerCummins1978" />
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Wyethia wurde 1834 durch Thomas Nuttall in Journal of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia, Band 7, Teil 1, Seite 39–40, Tafel 5<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt.<ref name="Tropicos" /><ref name="GRIN" /> Typusart ist Wyethia helianthoides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nutt. Der Gattungsname Wyethia ehrt den amerikanischen Erfinder, Entdecker und Abenteurer (Mountain Men) Nathaniel Jarvis Wyeth (1802–1856).<ref name="JepsonTreatment" /><ref name="FoNA" />
Die Gattung Wyethia gehört zur Subtribus Engelmanniinae (früher Ecliptinae) aus der Tribus Heliantheae in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Asteraceae.<ref name="Moore2003" /> Manche Autoren stellen in die Gattung Wyethia auch die Arten der nah verwandten Gattung Balsamorhiza Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. ex Nutt.<ref name="Moore2003" />. Einige Arten gehörten früher zu den Gattungen Agnorhiza Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Jepson) W.A.Weber und Scabrethia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.A.Weber.
Die Gattung Wyethia ist nur in den westlichen Vereinigten Staaten verbreitet.
Es gibt etwa neun Wyethia-Arten:<ref name="GCC" /><ref name="FoNA" />
- Wyethia amplexicaulis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Nutt.) Nutt. (Syn.: Espeletia amplexicaulis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nutt., Wyethia amplexicaulis subsp. major Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Piper, Wyethia amplexicaulis subsp. subresinosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Piper, Wyethia lanceolata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Howell): Sie gedeiht auf feuchten oder trockenen, offenen Standorten in Wiesen, Beifuß-Buschland, Gelb-Kiefer-Wäldern in Höhenlagen von 400 bis 3000 Meter in den US-Bundesstaaten Colorado, Idaho, Montana, Nevada, Oregon, Utah, Washington sowie Wyoming.
- Wyethia angustifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(DC.) Nutt. (Syn.: Alarconia angustifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Wyethia angustifolia var. foliosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Congdon) H.M.Hall): Sie gedeiht in Wiesen, auf grasigen Hängen, im Chaparral, auf feuchten bis trockenen Lichtungen in Kiefern- und Kiefern-Eichen-Wäldern in Höhenlagen von 20 bis 2100 Metern in Kalifornien, Oregon sowie Washington.
- Wyethia arizonica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray: Sie gedeiht in Wiesen, auf Lichtungen in Kiefern-, Eichen- oder Fichten-Wäldern in Höhenlagen von 600 bis 2200 (bis 3000) Metern in Arizona, Colorado, New Mexico sowie Utah.
- Wyethia glabra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray: Sie gedeiht auf schattigen Standorten und trockenen Vorbergen in Höhenlagen von 10 bis 800 Metern in Kalifornien. Im Küstengebirge kommt sie meist im Nebelgürtel vor.
- Wyethia helenioides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(DC.) Nutt. (Syn.: Alarconia helenioides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC.): Sie gedeiht auf grasigen Hängen sowie Lichtungen in Waldländern in Höhenlagen von 10 bis 1600, selten bis zu 2000 Metern in Kalifornien in Vorgebirge der Sierra Nevada und westlich des Kalifornischen Längstales, außerhalb des Nebelgürtels.
- Wyethia helianthoides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nutt.: Sie gedeiht in Wiesen, feuchten Standorten, auf Lichtungen in Kiefern-Wäldern in Höhenlagen von 40 bis 2600 Metern in Idaho, Montana, Nevada, Oregon sowie Wyoming.
- Wyethia longicaulis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray: Sie ist nur aus dem nördlichen Kalifornischen Küstengebirge bekannt und gedeiht auf grasigen Hängen sowie in Waldlichtungen in Höhenlagen von 700 bis 1500 Metern.
- Wyethia mollis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray: Sie gedeiht in Wiesen, trockenen bis feuchten, offenen Standorten, auf Lichtungen in Kiefern-Wäldern in Höhenlagen von 900 bis 2200 (bis 3000) Metern in Kalifornien, Nevada, Oregon in der Sierra Nevada und in der Kaskadenkette.
- Pfeilblättrige Balsamwurzel (Wyethia sagittata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pursh) Mabb., Syn.: Balsamorhiza sagittata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pursh) Nutt.): Sie kommt von British Columbia und Alberta bis Kalifornien und Arizona vor.<ref name="POWO" />
Einige Arten der Gattung Wyethia bilden an Standorten, an denen sie gemeinsam vorkommen, Hybriden. Natürliche Hybriden sind:<ref name="FoNA" />
- Wyethia ×magna Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Nelson ex W.A.Weber (= Wyethia arizonica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray × Wyethia amplexicaulis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nutt.)
- Wyethia ×cusickii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Piper (= Wyethia amplexicaulis × Wyethia helianthoides): Sie blüht meist später als Wyethia helianthoides und früher als Wyethia amplexicaulis.
Nutzung[Bearbeiten]
Die Pfahlwurzeln von Wyethia helianthoides und Wyethia mollis werden gegart gegessen.<ref name="PFAF" />
Von Wyethia amplexicaulis, Wyethia angustifolia, Wyethia longicaulis und Wyethia mollis wurden die Samen und die jungen oberirdischen Pflanzenteile gegessen.<ref name="PFAF" />
Die medizinische Wirkung von Wyethia amplexicaulis, Wyethia angustifolia, Wyethia longicaulis und Wyethia mollis wurden untersucht.<ref name="PFAF" /> Nordamerikanische indigene Völker haben Wyethia amplexicaulis<ref name="EthnobotanyAmplexicaulis" />, Wyethia angustifolia<ref name="EthnobotanyAngustifolia" />, Wyethia longicaulis<ref name="EthnobotanyLongicaulis" /> und Wyethia mollis<ref name="EthnobotanyMollis" /> bei vielen gesundheitlichen Problemen eingesetzt.
Quellen[Bearbeiten]
- David J. Keil, 2012: Eintrag bei Jepson eFlora. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
- William A. Weber: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 21 - Magnoliophyta: Asteridae (in part): Asteraceae, part 3, Oxford University Press, New York und Oxford, 30. Juni 2006, ISBN 0-19-530565-5. Wyethia, S. 100–102 - textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Tropicos"> Wyethia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="PFAF"> Einträge zu Wyethia bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="JepsonEflora"> David J. Keil, 2012: Eintrag bei Jepson eFlora. </ref> <ref name="FoNA"> William A. Weber: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 21 - Magnoliophyta: Asteridae (in part): Asteraceae, part 3, Oxford University Press, New York und Oxford, 30. Juni 2006, ISBN 0-19-530565-5. Wyethia, S. 100–102 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="JepsonTreatment"> Online-Version des Jepson Manual, 1993 </ref> <ref name="GCC"> Wyethia bei Global Compositae Checklist. </ref> <ref name="Moore2003"> Abigail J. Moore & Lynn Bohs: An ITS phylogeny of Balsamorhiza and Wyethia (Asteraceae: Heliantheae), In: American Journal of Botany, 2003, Volume 90, Issue 11, S. 1653–1660: doi:10.3732/ajb.90.11.1653 </ref> <ref name="BakerCummins1978"> George Baker Cummins: Rust Fungi on Legumes and Composites in North America. University of Arizona Press, Tucson 1978, ISBN 0-8165-0653-1. </ref> <ref name="EthnobotanyAmplexicaulis"> Wyethia amplexicaulis bei Native American Ethnobotany - A database of plants used as drugs, foods, dyes, fibers, and more, by native Peoples of North America. </ref> <ref name="EthnobotanyAngustifolia"> Wyethia angustifolia bei Native American Ethnobotany - A database of plants used as drugs, foods, dyes, fibers, and more, by native Peoples of North America. </ref> <ref name="EthnobotanyLongicaulis"> Wyethia longicaulis bei Native American Ethnobotany - A database of plants used as drugs, foods, dyes, fibers, and more, by native Peoples of North America. </ref> <ref name="EthnobotanyMollis"> Wyethia mollis bei Native American Ethnobotany - A database of plants used as drugs, foods, dyes, fibers, and more, by native Peoples of North America. </ref> <ref name="POWO">Wyethia sagittata. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
Historische Literatur[Bearbeiten]
- Roxana Stinchfield Ferris, LeRoy Abrams: Illustrated Flora of the Pacific States: Bignonias to Sunflowers, Volume 4 - Bignonias to Sunflowers, Stanford University Press, 1960: eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.