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Xjazz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Xjazz
Allgemeine Informationen
Ort Berlin
Genre Jazz, Electronica, Neo-Klassik
Website www.xjazz.net

Xjazz (Eigenschreibweise: XJAZZ!) ist ein genreübergreifendes Jazzfestival, das seit 2014 in Berlin-Kreuzberg veranstaltet wird. Neben Jazz finden vor allem Konzerte im elektronischen und klassischen Bereich statt.<ref>„XJAZZ schert sich bewusst nicht um Konventionen und enge Definitionen, das Programm umfasst Jazzmusik ebenso wie elektronisch improvisierte Musik, neue klassische Musik oder Singer/Songwriter“, lobt die Fachzeitschrift Jazz thing (108, April 2015).</ref>

Die Veranstaltungsorte befinden sich hauptsächlich in Berlin-Kreuzberg zwischen Moritzplatz und Schlesischem Tor.<ref>Start des X-Jazz-Festival in Berlin. Berliner Zeitung, 4. Februar 2020, abgerufen am 26. September 2022.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

2014 besuchten das Festival knapp 10.000 Gäste.<ref>Andreas Müller: X-Jazz-Festival: Angriff der Kellerkinder. In: Der Tagesspiegel. 4. Mai 2015 (tagesspiegel.de [abgerufen am 26. September 2022]).</ref> „75 Prozent des Line-Ups sind Künstler aus der Hauptstadt. Das ist bei einem Festival dieser Größe wohl einmalig“, schreibt die Berliner Zeitung.<ref name="BZ">Berliner Zeitung: XJazz-Festival: Festival ohne Grenzen. 4. Mai 2015, abgerufen am 26. September 2022.</ref>

Im ersten Jahr fand das Festival ohne Förderung statt, 2015 und 2016 (100.000 €) wurde es mit Mitteln des Hauptstadtkulturfonds unterstützt.<ref>Der Hauptstadtkulturfonds vergibt im zweiten Entscheidungsverfahren für das Jahr 2016 rund 4,5 Millionen € für 55 Projekte. 19. Januar 2016, abgerufen am 18. Januar 2026.</ref><ref>Der Hauptstadtkulturfonds vergibt im zweiten Entscheidungsverfahren für das Jahr 2016 rund 4,5 Millionen € für 55 Projekte. 19. Januar 2016, abgerufen am 26. September 2022.</ref> Die Partnerländer waren 2014 Island, 2015 Israel<ref>Berlin: XJAZZ 2015. In: Jazz thing & Blue Rhythm. 26. Februar 2015, abgerufen am 26. September 2022.</ref> und 2016 die Türkei. 2016 kamen 14.000 Besucher.<ref name=":0">X-Jazz Festival Berlin - "Jazz gehört nicht ins Museum". Deutschlandfunk Kultur, 3. Mai 2017, abgerufen am 26. September 2022.</ref> Ein Schwerpunkt des Festivals 2017 war Musik aus Polen.<ref name=":0" /> 2018 feierte das Festival sein fünfjähriges Bestehen.<ref>Victoriah Szirmai: Festivalbericht: XJAZZ 2018. In: fairaudio. 28. Mai 2018, abgerufen am 26. September 2022.</ref> Anstatt eines einzelnen Partnerlandes gab es Kooperationsprojekte mit europäischen Künstlern.<ref>Programmheft XJAZZ 2018, S. 5. Abgerufen am 26. September 2022.</ref>

Aufgrund der Verweigerung von Fördergeldern durch die Verwaltung wurde das Festival für 2026 abgesagt.<ref>Festival XJAZZ fällt 2026 aus. Interview mit Sebastian Studnitzky. In: tipBerlin. Abgerufen am 10. März 2026.</ref> Die darauf erfolgte Verschiebung der Veranstaltung auf den Herbst 2026 muss ebenfalls ausfallen, da der Förderantrag von der Kultursenatsverwaltung des Landes wieder negativ beschieden wurde. Nach Ansicht des Magazins Jazz thing wird das zum Ende des Festivals führen – „bei einem mit von Beginn an ausverkaufen Konzerten äußerst erfolgreichen Festival, in dem zwölf Jahre Herzblut stecken, und das nun gewissermaßen ein Fallbeispiel für kulturpolitische ‚Zerförderung‘ darstellt.“<ref>Eric Mandel: XJAZZ!: Erneute Absage. In: Jazz thing. 18. September 2026, abgerufen am 18. September 2026.</ref>

Bedeutung[Bearbeiten]

Laut Musicboard Berlin hat sich Xjazz „seit seinem Debüt im Mai 2014 [...] in kürzester Zeit als wichtiges, alternatives Berliner Festival etabliert, welches gekonnt über den stilistischen Tellerrand schaut und den Crossover von Elektronic, Pop, Neoklassik und Jazz fördert.“<ref>XJAZZ Festival. In: Musicboard Berlin. 28. Juni 2019, abgerufen am 26. September 2022.</ref>

Das Faze Magazin schrieb im Mai 2022: „Vom verwegenen Gesang Lady Blackbirds über die afro-karibisch-angehauchten Melodien der Saxofonistin Nubya Garcia, Angel Bat Dawids avantgardistischem Hip-Hop-Mix bis hin zu Gospel und Poesie verschränkt die 2022er-Ausgabe des Festivals revolutionäre und gegenkulturelle Wurzeln des Jazz mit voller Kraft.“<ref>Torsten Widua: XJAZZ! Festival - hier sind alle Infos zum preisgekrönten Event Anfang Mai 2022. In: FAZEmag. 1. Mai 2022, abgerufen am 26. September 2022.</ref>

Xjazz wurde 2022 mit dem Deutschen Jazzpreis als „Festival des Jahres“ ausgezeichnet.<ref>XJAZZ! FESTIVAL. In: Deutscher Jazzpreis. 3. Juni 2021, abgerufen am 26. September 2022.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />