Yoram Jacoby
Yoram Konrad Jacoby (geboren als Konrad Jacoby 4. Juli 1906 in Königsberg; gestorben 21. Mai 1997 in Jerusalem) war ein deutscher Jurist und israelischer Diplomat.
Leben[Bearbeiten]
Konrad Jacobi wuchs in einer jüdischen Familie in Königsberg auf, er war ein Sohn des Rechtsanwalts Siegfried Jacoby (1872–1928) und der Malerin Antonie Behrendt (1879–1968), unter seinen drei Brüdern, denen ebenfalls die Flucht nach Palästina gelang, war der israelische Musiker Hanoch Heinrich Jacoby. Als Jugendlicher gehörte er dem jüdischen Wanderbund Blau-Weiß an, später hatte er eine leitende Funktion im Kartell Jüdischer Verbindungen (KJV). Nach dem Abschluss seines Jurastudiums und der Promotion an der Albertus-Universität war Jacoby in Königsberg, Breslau und Berlin tätig. 1932 war er Assistent des Syndikus der Industrie- und Handelskammer Berlin, von 1932 bis 1934 wirkte er als Syndikus im Bankhaus Boehme und Reitzenbaum.
1934 emigrierte er nach Palästina, wo er ab 1952 im israelischen Finanzministerium arbeitete. Ab 1957 diente er in diplomatischen Vertretungen in Köln und Bonn, dort zuletzt als israelischer Gesandter.<ref>R. Albinus, Königsberg Lexikon, Würzburg 2002</ref> Da Deutschland und Israel erst am 12. Mai 1965 diplomatische Beziehungen aufnahmen und Israel bis dahin keine Botschaft in Deutschland unterhielt, war Jacoby damals der höchste Repräsentant Israels in Deutschland. Nach der Pensionierung kehrte er nach Jerusalem zurück.
Schriften[Bearbeiten]
- Monografie
- Jüdisches Leben in Königsberg, Pr. im 20. Jahrhundert. Würzburg: Holzner, 1983
- Mitarbeit
- Joseph Walk (Hrsg.) unter Mitarbeit von Daniel Cil Becher, Bracha Freundlich, Yoram Konrad Jacoby und Hans Isaak Weiss: Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat. Eine Sammlung der gesetzlichen Maßnahmen und Richtlinien – Inhalt und Bedeutung, C.F. Müller, Heidelberg 1981.
Literatur[Bearbeiten]
- Horst Göppinger: Juristen jüdischer Abstammung im Dritten Reich. Entrechtung und Verfolgung. 2. Auflage, Beck, München 1990, ISBN 3-406-33902-6, S. 290.
- Joseph Walk (Hrsg.): Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945. Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4, S. 171
- Jacoby, Konrad Yoram, in: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band I: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. München: Saur 1980, ISBN 3-598-10087-6, S. 326.
Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jacoby, Yoram |
| ALTERNATIVNAMEN | Jacoby, Yoram Konrad |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist und israelischer Diplomat |
| GEBURTSDATUM | 4. Juli 1906 |
| GEBURTSORT | Königsberg i. Pr. |
| STERBEDATUM | 21. Mai 1997 |
| STERBEORT | Jerusalem |
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- Jurist im auswärtigen Dienst
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