Yoshihiro Tatsumi
Yoshihiro Tatsumi (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Tatsumi Yoshihiro; * 10. Juni 1935 in Ōsaka; † 7. März 2015 in Tokio) war ein japanischer Comiczeichner. Er prägte den Gekiga, wie Manga mit ernsthaften Themen für ein erwachsenes Publikum bezeichnet werden, und schuf 1957 auch den Namen dieser Gattung.<ref name=garner>Dwight Garner: Manifesto of a Comic-Book Rebel. The New York Times, 14. April 2009, abgerufen am 26. Juli 2014.</ref><ref>Frederik L. Schodt: Manga! Manga! The World of Japanese Comics. Kodansha America, 1983. S. 66 f.</ref><ref name=":0">Paul Gravett: Manga - Sechzig Jahre Japanische Comics. Egmont Manga und Anime, 2004. S. 6, 38, 40.</ref>
Leben und Werk[Bearbeiten]
Yoshihiro Tatsumi begann als Jugendlicher eigene Mangas zu zeichnen.<ref name=1001S888/> Bis 1956 hatte Tatsumi 17 Mangas veröffentlicht. Gemeinsam mit anderen startete er das Manga-Magazin Kage, das sich an eine erwachsene Zielgruppe richtete und über Leihbüchereien vertrieben wurde.<ref name=":0" /> Mit dem in diesem Jahr erschienenen Kuroi Fubuki begründete er die Gattung der Gekiga. Der Noir-Thriller handelt von zwei Männern auf der Flucht aus dem Gefängnis, die mit Handschellen aneinandergekettet sind.<ref name=1001S188>Paul Gravett in 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Zürich 2012, Edition Olms. S. 188.</ref> Ein weiterer früher Gekiga Tatsumis ist Yurei Takushi von 1957.<ref>Andreas C. Knigge: Comics - Vom Massenblatt ins multimediale Abenteuer. Rowohlt, 1996. S. 245.</ref> Er veröffentlichte viele weitere Kurzgeschichten. Lange Zeit veröffentlichte er vor allem im Magazin Garo, das zwar kein Honorar zahlte aber dafür größere Freiheiten bot.<ref name=":1">Lars von Törne: Der Verlag ist gegen meinen Tod. Der Tagesspiegel, 8. Februar 2014, abgerufen am 27. Juli 2014.</ref> 1972 wurde er für die Kurzgeschichte Good-bye, die mehrfach neu aufgelegt wurde und in den USA als Teil eines Sammelbandes erschien, mit dem Japan Manga Association Award ausgezeichnet.<ref name=1001S770>Nicolas Finet in 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Zürich 2012, Edition Olms. S. 770.</ref> Von 1995 bis 2006 wurde sein autobiografisches Werk Gegen den Strom in Japan in Serie veröffentlicht und später auch in mehrere Sprachen übersetzt. 2009 erhielt Tatsumi für das Werk den Osamu Tezuka Cultural Award.<ref name=1001S888>Andreas C. Knigge in 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Zürich 2012, Edition Olms. S. 888.</ref> Zuletzt waren seine Geschichten in Japan jedoch weniger erfolgreich als ihre Übersetzungen im Ausland. Vor seinem Tod arbeitete Tatsumi an einer Fortsetzung von Gegen den Strom, dessen Handlung Ende der 1960er Jahre aufhört.<ref name=":2">Lars von Törne: Tokio, meine Muse. in: Der Tagesspiegel, 9. Februar 2014, s. 5.</ref>
Tatsumi wurde von Alexandre Dumas und Mickey Spillane beeinflusst.<ref name=1001S188/> Er zeigte in seinen Geschichten oft ein düsteres Japan, in denen normale Menschen ihrem Schicksal ausgesetzt sind. Seine Kurzgeschichten sind Momentaufnahmen aus dem japanischen Alltag in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.<ref name=1001S770/> Sie sind oft durch tatsächliche Erlebnisse und Beobachtungen Tatsumis inspiriert<ref name=":2" /> oder durch Zeitungsartikel, die Tatsumi gelesen hatte. Bei der Umsetzung einer Geschichte fuhr dieser auch an den Ort der Handlung, um Zeichnungen zu machen und zu recherchieren.<ref name=":1" />
Tasumi starb am 7. März 2015 in Tokio im Alter von 79 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.<ref>Bruce Weber: Yoshihiro Tatsumi, Japanese Cartoonist of Dark Stories, Is Dead at 79. In: The New York Times vom 13. März 2015 (englisch, abgerufen am 13. März 2015).</ref>
Bibliografie[Bearbeiten]
- Kuroi Fubuki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1956)
- Yurei Takushi (1957)
- Tokyo Ubasuteyama ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1970)
- Good-bye (1971–1972)
- Gegen den Strom ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Gekiga Hyōryū, 1995–2006)
- Gekiga Yose: Shibahama ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 2009)
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- Japan Manga Association Award 1972
- Osamu Tezuka Cultural Award 2009
- Eisner Award 2010 (beste, auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte)
- Eisner Award 2010 (beste US-Ausgabe eines internationalen Werks)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Yoshihiro Tatsumi im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag bei Anime News Network (englisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tatsumi, Yoshihiro |
| ALTERNATIVNAMEN | 辰巳ヨシヒロ (japanisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | japanischer Comiczeichner |
| GEBURTSDATUM | 10. Juni 1935 |
| GEBURTSORT | Ōsaka |
| STERBEDATUM | 7. März 2015 |
| STERBEORT | Tokio |